In der 2. Klasse D lieferten sich der SV Viktoria Viktring und der Annabichler Sportverein 1b ein enges Duell, das die Hausherren am Ende mit 3:2 für sich entschieden. In einer Partie mit offenem Schlagabtausch führten die Hausherren zur Pause, die Gäste glichen spät aus, ehe ein später Treffer das Spiel entschied. ASV-1b-Trainer Wilhelm Sandner lobte den starken Gegner, nahm seine junge Mannschaft in Schutz – und sprach von einer umstrittenen Schlüsselszene, die aus seiner Sicht eine Rolle spielte.

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Von Beginn an deutete sich ein lebendiges Spiel an, in dem beide Teams mutig nach vorne spielten. Nach 21 Minuten ging Viktring durch Tobias Alexander Schaflechner mit 1:0 in Führung, die die Gäste nur kurz darauf beantworteten: Fabio Marcel Primig-Graf traf in der 28. Minute zum 1:1. Doch die Heimelf fand sofort die passende Antwort und stellte durch Nico Hrstic in Minute 31 auf 2:1. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb es offen, die Gäste hielten dagegen und belohnten sich in der 76. Minute durch Ftaliem Kifle Bekuretsion mit dem 2:2. Als vieles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug Yevhen Sutkovyi in der 86. Minute zu und besorgte das 3:2 für Viktring. Sandner ordnete das Geschehen so ein: "Es war ein offener Schlagabtausch. Viktring hatte die besseren Torchancen, hätte den Sack früher zumachen können. Haben sie nicht getan und daher waren wir besser im Spiel und haben unsere Möglichkeiten gut genutzt."
Auch wenn der Ausgang knapp war, blieb dem Annabichl-Trainer eine Szene besonders hängen. Aus seiner Sicht kippte das Spiel an einem umstrittenen Pfiff: "Beim Stand von 1:1 gab es einen ungerechtfertigten Elfmeter für Viktring, das war sicher eine Schlüsselszene." Eine generelle Abrechnung mit dem Unparteiischen vermied Sandner, blieb aber bei seiner Kritik: "Er hatte auf beiden Seiten keine klare Linie." Gleichzeitig stellte er klar, dass er das Ergebnis akzeptiert: "Alles in allem ein verdienter Sieg für Viktring trotz sehr guter Leistung von uns." Damit hielt er die Balance zwischen Ärger über einen Moment und Anerkennung dessen, was die Hausherren über 90 Minuten auf den Platz brachten.
In der Analyse seiner eigenen Mannschaft blieb Sandner positiv und konkret. "Uns hat heute Erfahrung und das nötige Glück gefehlt", sagte der Coach, der die Entwicklungsschritte seiner jungen Truppe dennoch betonte. "Die fußballerische Qualität trotz des jungen Alters, die Laufbereitschaft, der Einsatzwille – ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen." Mit Blick auf den Gegner wählte er deutliche Worte des Respekts: "Viktring ist sehr stark. Bei einem Aufstieg wäre Viktring sicher eine Bereicherung für die 1. Klasse." Für Annabichl bleibt nach diesem 3:2 in der 23. Runde die Erkenntnis, dass man auswärts bei einem Topteam zweimal zurückgekommen ist und bis kurz vor Schluss auf Zählbares hoffen durfte. Auf dieser Moral und den spielerischen Ansätzen will Sandner aufbauen – um die guten Phasen länger zu halten und sich beim nächsten Mal für den Aufwand zu belohnen.