Spielberichte

Martin Samwald (Trainer SV Maria Rojach): "Wir waren einfach bissiger"

SV Reichenfels
SV Maria Rojach

In der 2. Klasse D hat der SV Reichenfels das Derby gegen den SV Maria Rojach mit 2:3 verloren. Nach einer verschlafenen ersten Hälfte und einem unglücklichen 0:1 zur Pause drehte der Gast nach der Halbzeit auf: Jan Gfrerer traf doppelt, Matteo Peter Jöbstl besorgte den späten Sieg. Trainer Martin Samwald sprach von einem Arbeitssieg: "Wir waren einfach bissiger" – und freute sich über schwere, aber verdiente drei Punkte.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Reichenfels führt zur Pause – Samwald dreht in der Kabine an den Schrauben

Maria Rojach brauchte in Reichenfels lange, um ins Spiel zu finden. Trainer Martin Samwald nahm sein Team nach dem Abpfiff nicht aus der Verantwortung: "Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir waren nicht präsent genug. Die Vorgabe war anders." Folgerichtig gingen die Gastgeber in der 38. Minute vorne weg – nach einem abgefälschten Freistoß sprang der Ball unglücklich via Eigentor von Nico Erwin Baumgartner zum 1:0 ins Netz. Zur Pause stand es 1:0, und der Ton in der Kabine wurde deutlicher. "Die Kabinenansprache war ziemlich laut. Ich vollzog zwei Wechsel und wollte die Mannschaft pushen, und wir zeigten in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht", erklärte Samwald. Das neue Gesicht war sofort zu sehen: In der 52. Minute glich Jan Gfrerer zum 1:1 aus. Reichenfels antwortete allerdings prompt und stellte nur eine Minute später durch Martin Pirker auf 2:1, ehe Gfrerer in der 56. erneut zuschlug und zum 2:2 ausglich – das Spiel war völlig offen.

Gfrerer doppelt, Jöbstl entscheidet – "ein richtiger Arbeitssieg"

Aus dem schwachen Start machte Maria Rojach nach der Pause ein Derby mit echter Kante. "Wir waren einfach bissiger und haben das Derby zweikampfmäßig angenommen, dadurch wurden wir stärker", so Samwald. Seine Mannschaft ließ sich vom erneuten Rückstand nicht beirren – "Wir waren zweimal im Rückstand" – und arbeitete geduldig weiter. Der Lohn folgte in Minute 73, als Matteo Peter Jöbstl den 2:3-Siegtreffer markierte. Für Samwald passte danach alles zur Geschichte des Abends: "Die Moral war heute sehr hoch bei uns. Es war ein richtiger Arbeitssieg und extrem wichtig für die Moral der gesamten Mannschaft." Dass es kein Spaziergang war, fasste er ebenso knapp wie treffend zusammen: "In Reichenfels ist immer schwer zu gewinnen." Am Ende standen drei Punkte, die sich sein Team mit viel Einsatz und klarer Reaktion auf die Halbzeitansprache verdient hatte.

Gegner kampfstark, Diskussion um Gelb-Rot – was vom Derby bleibt

Bei aller Freude über den Auswärtssieg fand Samwald respektvolle Worte für die Heimelf: "Eine kampfstarke Mannschaft, eine gute Moral." Genau diese Tugenden hatten Reichenfels lange im Spiel gehalten. Für Gesprächsstoff sorgte zum Schluss noch eine umstrittene Szene, die Samwald als "mehr als fragwürdig" bezeichnete – "wenn er da beiden Spielern Gelb gibt, dann darf man sich auch nicht aufregen."

Unabhängig davon bleibt der sportliche Kern: Maria Rojach holt im Derby nach 0:1-Pausenrückstand ein 3:2 und bestätigt seine starke Rolle im Vorderfeld der 2. Klasse D, wo die Rojacher aktuell als Vierter und Reichenfels als Fünfter geführt werden. Mit dem Derbysieg im Rücken und der gezeigten Moral will Samwald den Schwung der zweiten Halbzeit mitnehmen – und weiter die einfachen, aber entscheidenden Dinge abrufen: Biss, Zweikampf, Konsequenz.

2. Klasse D: Reichenfels : Maria Rojach - 2:3 (1:0)

  • 73
    Matteo Peter Jöbstl 2:3
  • 56
    Jan Gfrerer 2:2
  • 53
    Martin Pirker 2:1
  • 52
    Jan Gfrerer 1:1
  • 38
    Eigentor durch Nico Erwin Baumgartner 1:0