Top gegen Schlusslicht in der 2. Klasse D: Der Tabellenführer ASK Klagenfurt drehte gegen St. Stefan NextGen einen 0:1-Rückstand in ein 2:1. Die Gäste lagen früh durch Sebastian Christian Obrietan voran, ehe Said Djulic mit einem Doppelpack noch vor der Pause alles auf den Kopf stellte. Nach Seitenwechsel vergab NextGen mehrere dicke Ausgleichschancen. Trainer Milazim Rexhaj brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt.“ Viel Arbeit bleibt, aber der Auftritt beim Primus gab auch Gründe für Zuversicht.

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St. Stefan NextGen erwischte den Favoriten auf dem falschen Fuß und lag nach elf Minuten vorne. „Nach ihrer Ecke haben wir blitzschnell umgeschaltet, im Sechzehner wurden wir gefoult – Elfmeter für uns, und Sebastian Obrietan hat sicher verwandelt“, schilderte Milazim Rexhaj den Start zum 0:1 (11.). Der Tabellenführer schüttelte sich kurz und kam schnell zurück: „Wir haben nach einem unnötigen Foul im Strafraum den Ausgleich kassiert – wieder Elfmeter, 1:1“, so Rexhaj zur Szene, die Said Djulic in Minute 15 nutzte. Klagenfurt blieb am Drücker, und noch vor der Pause legte erneut Djulic nach (36.). „Vor der Halbzeit war es dann ein wunderschöner Schuss ins lange Eck. Da war nichts zu machen“, zollte der Coach dem Treffer Respekt. Zur Pause stand es 2:1 – der Favorit hatte das Spiel gedreht.
Im zweiten Abschnitt stellte NextGen etwas defensiver, setzte aber immer wieder Nadelstiche. „Wir haben heute ein bisschen mehr defensiv gespielt, aber in den Kontern waren wir immer gefährlich“, erklärte Rexhaj. Genau diese Umschaltmomente brachten die dicken Möglichkeiten: „Gleich nach der 50. Minute läuft Obrietan allein auf den Tormann zu und schießt vorbei. Um die 70. Minute wieder eins gegen eins – wieder vorbei“, ärgerte sich der Trainer. In der Schlussphase deutete sich noch einmal eine gute Möglichkeit zum 2:2 an. „Über rechts haben wir es gut ausgespielt, Tim Eberhard hat die Möglichkeit – aber der letzte Pass geht zum Gegner“, so Rexhaj. Klagenfurt hatte mehr Ballbesitz und Kontrolle, wie der Coach anerkannte: „Der Gegner war im Ballbesitz viel stärker.“ Doch genau deshalb tat das Auslassen der klaren Ausgleichschancen besonders weh.
Nach dem Abpfiff suchte Milazim Rexhaj die Balance zwischen Kritik und Lob. „Unser großes Problem ist das Tor. Wir haben die Chancen, aber wir machen sie nicht. Uns fehlt oft der letzte Pass“, sagte der Coach und verwies auf die Jugend seiner Truppe: „Wir sind eine junge Mannschaft.“ Positives nahm er dennoch mit: „Unsere Standards sind viel konzentrierter, die Zweikämpfe gewinnen wir öfter, und wir verschenken weniger einfache Bälle als früher.“ Den Auftritt des Primus würdigte er fair: „ASK Klagenfurt hat ein paar sehr gute, technisch starke Spieler, die im Kurzpassspiel fast blind laufen. In der ersten Hälfte haben sie über rechts viel Druck gemacht.“ Diskussionen um den Unparteiischen gab es nicht: „Alles hat gepasst.“
Unterm Strich blieb beim Letzten gegen den Ersten das Gefühl, nahe an einem Punkt gewesen zu sein – und der klare Auftrag für die weitere Arbeit: „Wir müssen weiterarbeiten und die Jungs noch besser machen.“