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„Nach dem 1:0 sind wir kläglich untergegangen“ – Gurnitz 1b kassiert ein 1:7

Gurnitz 1b
Eberndorfer AC

In der 2. Klasse D hat Gurnitz 1b am Samstag gegen den Eberndorfer AC trotz Blitzstart klar mit 1:7 verloren. Manuel Reichel brachte die Heimischen zwar schon in der 1. Minute in Führung, danach kippte die Partie aber rasch. Co-Trainer Ljubomir Ribac machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, woran es lag: Gurnitz 1b fand weder in die Zweikämpfe noch in den eigenen Matchplan und ließ dem Gegner zu viele Räume.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Blitzstart brachte keine Sicherheit

Dabei hatte der Nachmittag für Gurnitz 1b perfekt begonnen. Schon in der 1. Minute traf Manuel Reichel zum 1:0 und sorgte damit für einen Auftakt, der eigentlich Selbstvertrauen geben sollte. Genau das passierte aber nicht. Der Eberndorfer AC antwortete früh durch Daniel Faak in der 5. Minute und drehte die Partie nur wenig später durch Christian Tobias Jehle zum 1:2 in der 9. Minute. Spätestens da war Gurnitz 1b aus dem Tritt. Ljubomir Ribac sprach das nach dem Spiel offen an: „Obwohl wir 1:0 in Führung gegangen sind, sind wir danach leider kläglich untergegangen.“ Noch vor der Pause legte Justin Urh in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs das 1:3 nach. Damit nahm der Eberndorfer AC eine klare Führung mit in die Kabine, während Gurnitz 1b schon in dieser Phase keinen Zugriff mehr fand.

Zu wenig Druck, zu große Räume

Der Co-Trainer machte vor allem die fehlende Laufbereitschaft und die schlechten Abstände verantwortlich. „Die Laufbereitschaft war zu gering. Die Verteidigungslinien wurden von unserer Seite nicht gut eingehalten und der Matchplan ist nicht aufgegangen“, sagte Ljubomir Ribac. Gurnitz 1b kam laut seinem Eindruck zu selten in die Zweikämpfe und war gerade auf den Außenbahnen immer wieder einen Schritt zu spät. Der Eberndorfer AC nutzte das konsequent aus. Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Matthias Heinz Kulterer auf 1:4, in der 52. Minute traf Jure Smigoc zum 1:5. Als Matthias Heinz Kulterer in der 60. Minute auch das 1:6 erzielte, war die Partie praktisch entschieden, ehe derselbe Spieler in der 78. Minute noch seinen dritten Treffer an diesem Tag zum 1:7-Endstand nachlegte. Ribac fasste es so zusammen: „Wir waren einfach zu weit vom Gegner entfernt. Der Gegner konnte uns sein Spiel aufzwingen und nicht umgekehrt.“

Kaum Positives und klare Worte

Auffällig war dabei, dass Ljubomir Ribac die Niederlage gar nicht groß an Nebenschauplätzen festmachen wollte. Strittige Situationen gab es seiner Ansicht nach nicht, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel wirklich gut unter Kontrolle und hat die Entscheidungen richtig getroffen.“ Die Ursachen suchte er deshalb ausschließlich bei der eigenen Mannschaft. „Der Wille war nicht so da, die Laufbereitschaft einzelner Spieler und der Kampf wurden nicht so angenommen, wie wir es erhofft hätten“, sagte Ljubomir Ribac. Gleichzeitig erkannte er an, dass der Eberndorfer AC genau jene Qualitäten auf den Platz brachte, die Gurnitz 1b erwartet hatte: schnelle Spieler auf den Flügeln, viel Zug zum Tor und einen direkten Weg in den Abschluss. Gerade das schmerzte den Co-Trainer besonders, weil seine Mannschaft laut eigener Aussage wusste, was kommen würde, es aber trotzdem nicht verhindern konnte.

Der Blick geht nach vorne

Entsprechend nüchtern fiel auch der Ausblick aus. Viel Positives wollte Ljubomir Ribac aus dem Spiel nicht mitnehmen. „Da gibt es sehr viel aufzuholen. Wir müssen wieder zurück in den Rhythmus finden“, sagte er und legte nach: „Wir müssen uns verbessern. Wir wissen, was wir benötigen.“ Einzelne Spieler wollte er nach dem 1:7 bewusst nicht herausheben, weil für ihn die Mannschaftsleistung insgesamt zu schwach war. Gleichzeitig beließ es Ljubomir Ribac nicht bei der Kritik. Er betonte, dass Gurnitz 1b grundsätzlich Spieler im Kader hat, die Gegner stark unter Druck setzen können. Nun gehe es darum, „die Kräfte wieder zu mobilisieren“ und mit mehr Zugriff, mehr Laufarbeit und einem besseren kollektiven Auftritt ins nächste Spiel zu gehen. Nach einem Nachmittag wie diesem ist die Aufgabe bei Gurnitz 1b jedenfalls klar beschrieben.

2. Klasse D: Gurnitz 1b : Eberndorf - 1:7 (1:3)

  • 78
    Matthias Heinz Kulterer 1:7
  • 60
    Matthias Heinz Kulterer 1:6
  • 52
    Jure Smigoc 1:5
  • 46
    Matthias Heinz Kulterer 1:4
  • 46
    Justin Urh 1:3
  • 9
    Christian Tobias Jehle 1:2
  • 5
    Daniel Faak 1:1
  • 1
    Manuel Reichel 1:0