In der 2. Klasse D hat die SG SV Maria Rain/ASKÖ Köttmannsdorf 1b beim Eberndorfer AC einen geduldigen 1:0-Auswärtssieg eingefahren. Nach einer schwierigen Anfangsphase und einem torlosen ersten Durchgang legten die Gäste nach der Pause deutlich zu, hielten den Druck hoch und belohnten sich in der 60. Minute durch Sayed Mahdi Sadat. Trainer Esmir Brkic sah vor allem im geschlossenen Auftreten und in der starken zweiten Halbzeit den Schlüssel zu drei Punkten.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste alles andere als bequem. Brkic schilderte, dass Eberndorf vor eigenem Publikum sofort gut im Spiel war: „Eberndorf hat sehr gut gespielt, hat viel Druck gemacht. Hauptsächlich in den ersten 20 Minuten war Eberndorf besser im Spiel.“ Genau in dieser Phase brauchte seine Mannschaft nach seiner Einschätzung zu lange, um selbst Zugriff zu bekommen. Erst nach rund 20 Minuten wurde die Begegnung ausgeglichener. Der Trainer sprach dann von Chancen auf beiden Seiten und davon, dass seine Elf hinten „sehr wenig“ zuließ. Dazu kamen aus seiner Sicht zwei Großchancen der Gäste, die an die Querlatte gingen. So entwickelte sich bis zur Pause ein offenes Spiel, in dem das 0:0 nach 45 Minuten gut zum Verlauf passte.
Der spürbare Umschwung kam für Brkic erst nach dem Seitenwechsel. „In der zweiten Halbzeit sind wir viel stärker zurückgekommen“, sagte er, und er begründete das vor allem mit frischem Wind, mehr Bewegung und besserem Zugriff gegen den Ball. Maria Rain/Köttmannsdorf 1b schob das Spiel nun immer öfter in die Eberndorfer Hälfte, suchte konsequenter die Laufwege und machte die Räume enger. Brkic hatte dabei den Eindruck, dass seine Mannschaft merkte, dass diesmal mehr drinnen war: „Da haben wir schon alle das Gefühl gehabt, da geht mehr.“ Eberndorf kam zwar ebenfalls noch zu einer großen Möglichkeit an die Querlatte, insgesamt sah der Gäste-Coach seine Mannschaft nach der Pause aber als das aktivere Team. Belohnt wurde diese Phase in der 60. Minute, als Sayed Mahdi Sadat das einzige Tor des Nachmittags zum 1:0 erzielte.
Mit der Führung im Rücken wurde das Spiel für die SG aus Sicht des Trainers etwas klarer. „Das Tor hat uns natürlich das Spielen erlaubt. Es fällt immer leichter, wenn man vorne ist“, sagte Brkic. Er hob hervor, dass seine Mannschaft den Druck danach nicht verlor, weiter hoch anlief und dem Gegner nur wenig anbot. Gleichzeitig war für ihn die geschlossene Mannschaftsleistung der wichtigste Grund für den Auswärtssieg. „Der Zusammenhalt der Mannschaft“ sei die größte Stärke gewesen. Jeder habe seine Aufgabe bekommen und erfüllt, und wenn einmal jemand auf seiner Position Probleme gehabt habe, sei sofort Unterstützung da gewesen. Auch den Tormann strich Brkic heraus, weil er der Mannschaft Stabilität und Sicherheit gegeben habe. Dass am Ende die Null stand, passte deshalb genau zu seiner Analyse.
Eine Szene blieb dem Trainer trotzdem im Kopf. Brkic war überzeugt, dass seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit ein Strafstoß zugestanden wäre und damit vielleicht schon früher für mehr Ruhe gesorgt hätte. Zugleich blieb seine Einordnung insgesamt sachlich, denn abgesehen von dieser Situation nannte er die Leistung des Schiedsrichters „solide“. Für die nächsten Wochen richtet er den Blick ohnehin stärker auf die Entwicklung seiner jungen Gruppe. „Wir sind in der zweiten Klasse, also Luft nach oben ist auf jeden Fall da“, sagte Brkic, der mit Spielern aus der U17 arbeitet und die Mannschaft Schritt für Schritt weiterbringen will. Mit dem 1:0 nimmt die SG drei Punkte aus Eberndorf mit, hält nach neun Runden bei 16 Zählern und bleibt in der Spitzengruppe dran. Dass Brkic am Ende auch noch Platz und Bedingungen lobte, rundete einen gelungenen Auswärtsnachmittag ab.