In der 2. Klasse D hat sich Gurnitz 1b am Samstag SV Rasenschach Tainach knapp mit 1:2 geschlagen geben müssen. Nach einer soliden ersten Hälfte führten die Gäste zur Pause, verloren danach aber ihren Rhythmus und mussten nach dem Ausgleich bis tief in die Nachspielzeit zittern. Trainer Fabian Micheutz brachte den Verlauf treffend auf den Punkt: „Das 1:1 hätte nie passieren dürfen.“

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Für Tainach begann die Partie so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. „Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft“, sagte Fabian Micheutz, und diese Einschätzung deckte sich mit dem Verlauf. Vor allem gegen den Ball waren die Gäste sofort da und setzten Gurnitz früh unter Druck. „Das Pressing in der ersten Halbzeit hat teilweise gut funktioniert. Wir konnten den Gegner damit oft weit hinten in der Verteidigungslinie stören“, erklärte der Trainer. In diese Phase fiel auch die Führung: Jonas Roland Stadler brachte Tainach schon in der 11. Minute mit 1:0 nach vorne. Dass Gurnitz ab der 17. Minute nach der Roten Karte gegen Marcel Borovnik nur noch zu zehnt war, schien den Gästen zusätzlich in die Karten zu spielen. Zur Pause stand dennoch nur ein knappes 1:0, obwohl Tainach über weite Strecken das aktivere Team war.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber deutlich. Micheutz sagte offen, dass seine Mannschaft „an diese Leistung nicht mehr anschließen“ konnte, nicht mehr richtig in den Spielfluss kam und „viele Fehler“ machte. Gerade in Überzahl war das aus seiner Sicht zu wenig. Als Daniel Urschitz in der 55. Minute zum 1:1 traf, ärgerte sich der Trainer besonders: „Das 1:1 hätte nie passieren dürfen, da wir zu dieser Zeit im Überzahlspiel waren.“ Tainach fand in dieser Phase nicht mehr zur Klarheit aus der ersten Hälfte zurück, und genau deshalb blieb die Partie laut Micheutz bis zum Ende offen. „Der Sieg war bis zur letzten Minute gefährdet und man wusste nicht genau, ob es ein Unentschieden wird oder ob Gurnitz oder wir das Spiel gewinnen werden“, sagte er. Die Entscheidung fiel dann erst in der Nachspielzeit, als Jonas Roland Stadler mit seinem zweiten Treffer noch das 2:1 für die Gäste besorgte.
Dass Tainach die drei Punkte am Ende trotzdem mitnahm, änderte nichts daran, dass der Trainer nach dem Schlusspfiff auch die Schwachstellen klar benannte. „Die hohen Bälle funktionierten ab der zweiten Hälfte überhaupt nicht mehr“, sagte Micheutz. Dazu kam, dass seine Mannschaft das Spiel zwar beruhigen wollte, im Aufbau aber „auf jeden Fall zu langsam“ war. Gerade deshalb fiel sein Gesamturteil differenziert aus: „In der ersten Hälfte spielten wir besser. Ab der zweiten Hälfte gab es keinen Unterschied und wir waren ziemlich auf Augenhöhe.“ So bleibt unter dem Strich ein Auswärtssieg, der Tainach in Runde neun auf 15 Punkte bringt, aber zugleich zeigt, dass eine solide erste Halbzeit allein nicht reicht.