In der 2. Klasse D haben SV Maria Rojach und die SAK Amateure am Sonntag eine Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften geliefert. Die Gäste lagen nach 35 Minuten bereits 0:2 zurück, drehten die Begegnung nach dem Anschlusstreffer vor der Pause aber noch zu einem 4:2-Auswärtssieg. Trainer Herwig Josef Hobisch sah genau darin den Schlüssel: Das 2:1 kurz vor dem Seitenwechsel hielt seine junge Mannschaft im Spiel.

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Dass die Gäste trotz des frühen Rückstands nie ganz den Faden verloren, war für Hobisch einer der wichtigsten Punkte dieses Nachmittags. Auf der Anzeigetafel stand zunächst allerdings Maria Rojach: Tim Cerar brachte die Heimelf in Minute 24 in Führung, Andreas Koppi legte in Minute 35 das 2:0 nach. Hobisch sah den Spielverlauf dennoch anders, zumindest was die Kontrolle betraf. „Wir haben das Spiel am Anfang beherrscht und sind dann durch zwei dumme Gegentore 0:2 in Rückstand geraten“, sagte der Trainer. Umso höher bewertete er das 2:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Tevz Zupan per Freistoß verkürzte. „Das war ein ganz wichtiges Tor“, betonte Hobisch, weil seine Mannschaft dadurch mit einem ganz anderen Gefühl in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann tatsächlich jene Richtung, die Hobisch in seinem Rückblick besonders hervorhob. Für ihn lag der wichtigste Moment nicht in einem einzelnen Zweikampf, sondern in der Art und Weise, wie seine Mannschaft aus der Pause kam. „Der wichtigste Moment war, wie wir nach der Pause rausgekommen sind und aggressiv gegen den Gegner gespielt haben“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Maria Rojach konditionell nicht mehr mithalten konnte. Auf dem Platz schlug sich das auch im Ergebnis nieder: Jeremias Benjamin Alvarez stellte in Minute 63 auf 2:2, nur zwei Minuten später brachte Godslove Chigozie Koumangoye Ofoegbu die Gäste mit 3:2 nach vorne, und in Minute 71 machte Gaston Mavuzi Nkutu mit dem 4:2 die Wende komplett. Aus einem 0:2 war in der zweiten Hälfte ein klarer Auswärtssieg geworden.
Hobisch erklärte die Wende vor allem mit den Grundlagen, die aus seiner Sicht über weite Strecken funktionierten. „Läuferisch extrem stark, technisch extrem stark und mit dem Ball und gegen den Ball haben wir wirklich super agiert“, sagte er über den Auftritt seiner Elf. Besonders hob er dabei hervor, dass viele junge Spieler auf dem Platz standen. „Es sind Fünfzehnjährige und Sechzehnjährige dabei, und was die heute an Fußball gespielt haben, das war sehr, sehr gut“, meinte der Trainer. Deutliche Worte fand er auch zur Härte in der Partie, ohne die Leitung des Unparteiischen infrage zu stellen. „Es waren viele harte Fouls dabei“, sagte Hobisch, stellte aber zugleich klar: „Der Schiedsrichter hat die Partie sehr gut gepfiffen.“ Für den SAK bringt dieser 4:2-Erfolg in Runde neun nicht nur drei Punkte, sondern auch 15 Zähler auf das Konto, während Maria Rojach bei 17 Punkten hält. Aus Sicht der Gäste war es damit ein Sieg, der vor allem wegen der Reaktion nach dem 0:2 Gewicht hat.