In der 2. Klasse D hat SV Viktoria Viktring am Samstag SV Maria Rojach mit 4:1 besiegt und damit auch das zehnte Spiel der Saison gewonnen. Das Ergebnis fiel klar aus, ganz zufrieden war Trainer Christian Sablatnig aber nicht. Zwar sah er seine Mannschaft über weite Strecken klar vorne, gleichzeitig störten ihn Überheblichkeit, fehlende Spannung und zu wenig Ernsthaftigkeit in manchen Phasen.

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Schon der Spielverlauf deckte sich mit der Einschätzung des Trainers. Viktring ging in der 10. Minute durch Ruslan Levyha in Führung und legte kurz vor der Pause nach, als derselbe Spieler in der 42. Minute das 2:0 erzielte. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen, und die Partie war damit schon deutlich zugunsten der Gastgeber gekippt. Sablatnig machte nach dem Schlusspfiff dennoch klar, dass ihn nicht alles überzeugt hat. „Wir waren die bessere Mannschaft. Allerdings war ich nicht zufrieden mit meiner Mannschaft, weil sie ein wenig überheblich agiert hat“, sagte er. Gerade deshalb fiel seine Zusammenfassung trotz des klaren Zwischenstands nicht nur positiv aus. Er sah seine Elf zwar über weite Strecken mit mehr vom Spiel, wollte den Auftritt aber nicht einfach nur am Ergebnis messen.
Für den Trainer gab es keinen einzelnen Wendepunkt, weil er die Kräfteverhältnisse von Beginn an klar verteilt sah. „Es hat heute keinen entscheidenden Moment gegeben. Es war von Anfang bis Ende ein Spiel in eine Richtung“, meinte Sablatnig. Dass sich Maria Rojach trotzdem teuer verkaufte, verschwieg er nicht. Er bescheinigte dem Gegner eine ordentliche kämpferische Leistung und sagte auch: „Sie waren taktisch gut eingestellt.“ Besonders hervor hob er allerdings das 3:0 kurz nach Wiederbeginn. Ruslan Levyha schnürte in der 48. Minute seinen Dreierpack, und genau dieses Tor blieb dem Viktring-Coach hängen. „Das Wichtigste war das 3:0 gleich nach der Pause. Das war ein einstudierter Freistoßtrick, und es hat mich total gefreut, dass der funktioniert hat, weil wir ihn erst gestern trainiert haben.“ Damit war die Richtung der Partie auch am Spielstand endgültig klar abzulesen.
Auch nach diesem Treffer blieb Sablatnig bei seiner Linie. Für ihn lag der Unterschied nicht in einer einzelnen Aktion, sondern in der höheren Qualität seiner Mannschaft. „Der Gegner hat sich gut gewehrt, aber ich glaube, wir hatten etwas mehr Qualität“, sagte der Trainer, der Maria Rojach zugleich als „den besten Gegner, den wir bis jetzt gehabt haben“ bezeichnete. Das 3:1 durch Christopher Stadler in der 81. Minute änderte am Grundbild aus seiner Sicht nichts mehr wesentlich, zumal Viktring in der Nachspielzeit noch einmal nachlegte und durch Vadym Ukrainets zum 4:1-Endstand traf. Auch rund um die Spielleitung gab es für ihn nichts zu beanstanden. „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Es hat kaum strittige Situationen gegeben“, sagte Sablatnig. Interessant war aus Sicht des Tabellenführers vor allem auch, was jenseits des Resultats hängen blieb. Sablatnig lobte, dass Viktring „ein paar junge Spieler eingebaut“ habe und dieser Teil des Auftritts gut funktioniert habe. Gleichzeitig schob er gleich die Mahnung nach, die ihm wichtiger war als jede Schönfärberei: „Luft nach oben sehe ich bei der Spannung und bei der Ernsthaftigkeit meiner Mannschaft.“ Genau deshalb dürfte das klare 4:1 intern nicht nur als weiterer Sieg abgehakt werden. Nach zehn Runden hält Viktring bei 30 Punkten und bleibt ohne Verlustpunkt, doch der Trainer hat trotz der makellosen Bilanz deutlich gemacht, worauf er in den nächsten Wochen noch mehr Wert legen will.