Spielberichte

„Wir waren nicht konzentriert genug“: Maria Rain/Köttmannsdorf 1b gibt das Spiel nach dem Ausgleich schnell wieder aus der Hand

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SG Reichenfels/Leonhard 1b
SG Maria Rain/Köttmannsdorf 1b

In der 2. Klasse D musste sich die SG SV Maria Rain/ASKÖ Köttmannsdorf 1b bei der SG SV Reichenfels/SV Bad St. Leonhard 1b mit 2:4 geschlagen geben. Trainer Esmir Brkic sprach nach dem Spiel offen über die Gründe für die Niederlage. Nach einem kurzen Aufbäumen samt Ausgleich ließ seine Mannschaft die Partie laut Brkic aber wieder entgleiten.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Reichenfels/Leonhard gibt früh den Ton an

Aus Sicht von Brkic war schon in den ersten Minuten zu erkennen, in welche Richtung sich diese Partie bewegen würde. „Von Anpfiff an ist der Gegner viel besser ins Spiel reingekommen, hat Druck gemacht und sich gute Chancen erarbeitet“, sagte der Trainer der Gäste. Seine Mannschaft sei in dieser Phase fast nur mit Verteidigen beschäftigt gewesen und habe kaum richtig Zugriff bekommen. Dazu kam, dass Brkic seinen Spielern an diesem Tag vor allem die fehlende Konzentration ankreidete. „Wir haben uns schwergetan, waren selbst nicht konzentriert genug, nicht beim Spiel genug dabei“, brachte er es klar auf den Punkt. Ganz ohne eigene Momente blieb Maria Rain/Köttmannsdorf zwar nicht, denn auch die Gäste kamen laut ihrem Trainer zu ein paar guten Chancen. Genützt wurden diese Möglichkeiten aber nicht. So ging Reichenfels/Leonhard noch vor der Pause in Führung, als Martin Pirker in der 22. Minute das 1:0 erzielte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeit.

Der Ausgleich bringt Hoffnung, die Antwort folgt sofort

Nach dem Seitenwechsel schafften die Gäste zunächst genau das, was sie für eine Wende gebraucht hätten. In der 62. Minute traf Adnan Avdicausevic zum 1:1, ein Tor, das Brkic als „hart erarbeitet“ beschrieb. Lange konnte sich seine Mannschaft über diesen Treffer aber nicht tragen. Nur zwei Minuten später stellte Maximilian Plasonig den alten Vorsprung für die Gastgeber wieder her, und in der 67. Minute erhöhte Mike Johann Penz auf 3:1. Gerade diese Phase nach dem Ausgleich ärgerte Brkic besonders, weil seine Elf den neu gewonnenen Zugriff nicht konservieren konnte. „Dann lassen wir uns nachher zu tief fallen und spielen nicht mehr den Fußball, den wir eigentlich vorgehabt haben“, erklärte er. Zwar kam Maria Rain/Köttmannsdorf durch Alexander Juch in der 74. Minute noch einmal auf 3:2 heran, wirklich nachhaltig ändern konnte dieser Treffer den Verlauf aber nicht mehr. In der 80. Minute machte Martin Pirker mit seinem zweiten Tor alles klar und stellte auf 4:2.

Brkic spart die eigene Mannschaft nicht aus

Bemerkenswert deutlich fiel die Analyse des Trainers nach dem Schlusspfiff aus. Brkic suchte keine Ausreden und schob die Verantwortung klar der eigenen Mannschaft zu. „Unsere Einstellung am Spieltag hat nicht funktioniert. Wir waren nicht fokussiert genug, einfach nicht beim Spiel dabei“, sagte er. Dazu kamen laut seiner Einschätzung auch personelle Probleme, weil frühe Wechsel nötig waren und nicht alle Spieler bei voller Fitness waren. Den Hauptunterschied zwischen den beiden Teams sah er aber in grundlegenden Dingen, die im Unterhaus oft den Ausschlag geben: Laufbereitschaft, Zweikampfführung und Spielfreude. „Der Gegner war von Anfang an motivierter, spielfreudiger, ist besser in die Zweikämpfe rein und war lauffreudiger“, so Brkic. Besonders klar war auch seine Einordnung aller äußeren Umstände: „Schiedsrichterleistung war top. Schiedsrichter, Platz, Gegner, alles top gewesen. Nur wir waren nicht da.“ Für Maria Rain/Köttmannsdorf bleibt damit eine Niederlage, die der Trainer zwar hart, aber nachvollziehbar einordnete. „Der Gegner hat die Spielfreude über 90 Minuten gehabt“, sagte Brkic, und genau das war für ihn letztlich der Grund, warum die drei Punkte in Reichenfels blieben.

2. Klasse D: SG Reichenfels/Leonhard 1b : SG Maria Rain/Köttmannsdorf 1b - 4:2 (1:0)

  • 80
    Martin Pirker 4:2
  • 74
    Alexander Juch 3:2
  • 67
    Mike Johann Penz 3:1
  • 64
    Maximilian Plasonig 2:1
  • 62
    Adnan Avdicausevic 1:1
  • 22
    Martin Pirker 1:0