In der 2. Klasse D hat St. Stefan 1b gegen SC Diex einen wilden Nachmittag noch in einen 4:2-Heimsieg gedreht. Zur Pause lagen die Gastgeber 1:2 zurück, dazu kamen laut Trainer Milazim Rexhaj schon früh Probleme auf der Tormannposition und später noch ein weiterer Ausfall. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft trotz zweier Rückschläge ruhig blieb, weiterarbeitete und sich in einer starken zweiten Halbzeit doch noch belohnte.

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Rexhaj hatte schon vor dem Anpfiff das Gefühl, dass diese Partie alles andere als einfach werden würde. „Es war ein sehr schweres Spiel, das haben wir von Beginn an gewusst“, sagte der Trainer. Dazu kam gleich vor dem Start die erste Unruhe, weil sich ein Tormann nach dem Aufwärmen nicht gut fühlte und ersetzt werden musste. „Wir sind irgendwie nicht richtig ins Spiel gekommen“, beschrieb Rexhaj diese Anfangsphase. Nach 14 Minuten ging Diex durch Andreas Wolf mit 1:0 in Führung. St. Stefan antwortete aber schnell und kam in der 22. Minute durch Alexander Flaggl zum 1:1. Wirklich Ruhe brachte der Ausgleich trotzdem nicht hinein, denn in der 32. Minute traf David Alexander Kostenko zum 1:2 für die Gäste. Mit diesem Rückstand ging es auch in die Pause.
Der Weg zurück in dieses Spiel war aus Sicht der Gastgeber kein gerader. Rexhaj sprach von einer offenen ersten Hälfte, in der es „hin und her“ gegangen sei. Besonders schwer wog für ihn die Szene vor dem 1:2. Laut dem Trainer ging dem Treffer ein Missverständnis zwischen Alessandro Sekic und Paul Jantschgi voraus, dazu kam ein harter Zusammenstoß. Sekic musste danach laut Rexhaj ins Krankenhaus gebracht werden. „Da haben wir ein paar Minuten Probleme gehabt“, erzählte der St.-Stefan-Coach. Noch vor der Pause ließ seine Mannschaft außerdem einen Elfmeter ungenutzt. Umso wichtiger war für ihn die Reaktion in der Kabine. „In der Pause haben wir ein paar Situationen geklärt, wie es weitergeht, und in der zweiten Halbzeit waren wir viel stärker im Spiel“, sagte Rexhaj. Das zeigte sich dann auch am Ergebnis: In Minute 63 gelang Lorenz Rink der Ausgleich zum 2:2, ehe Sebastian Christian Obrietan in der 78. Minute das Spiel endgültig drehte.
Dass St. Stefan am Ende dennoch als Sieger vom Platz ging, erklärte Rexhaj vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. „Wir haben sehr gut gekämpft. Wir haben sehr gut zusammengehalten. Das war sehr wichtig“, sagte er. Gerade weil sein Team zweimal in Rückstand geraten war, bekam dieser Punkt für ihn besonderes Gewicht. Auch in der Offensive sah er Fortschritte. „Heute waren wir viel effektiver, und das hat uns zum positiven Ergebnis geführt“, meinte der Trainer. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht, denn bei Standards und hohen Bällen ortete er weiter Luft nach oben. Genau dort machte Diex den Gastgebern das Leben schwer. Rexhaj bezeichnete die Gäste als „körperlich sehr stark“ und als Mannschaft, die viel mit hohen Bällen arbeitet. Dazu kam später noch der nächste Rückschlag auf der Tormannposition. Weil ein weiterer Keeper nicht weitermachen konnte, musste Tim Eberhard als Feldspieler ins Tor. Für seinen Trainer machte er das „sensationell“ und half entscheidend mit, dass St. Stefan die Führung über die Zeit brachte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Hamid Rasekh in der 90. Minute mit dem 4:2.
Mit dem Heimerfolg hält St. Stefan nach elf Runden bei 13 Punkten und verschafft sich im unteren Mittelfeld wieder Luft. Für Rexhaj stand nach dem Schlusspfiff weniger ein einzelner Treffer im Vordergrund als die Art, wie seine Mannschaft mit den Rückschlägen umging. „Wir haben heute gekämpft, nichts aufgegeben“, fasste er es zusammen. Dazu lobte er auch die Spieler, die von der Bank kamen und laut Trainer „sehr gut motiviert“ waren. Genau das war für ihn der Unterschied in einem Spiel, das lange auf beide Seiten hätte kippen können. Wenn St. Stefan die Entschlossenheit aus dem zweiten Durchgang mitnimmt und die Probleme bei hohen Bällen besser in den Griff bekommt, dann kann dieser 4:2-Sieg mehr sein als nur ein gutes Ergebnis an diesem Wochenende.