In der 2. Klasse D trennten sich SV Rasenschach Tainach und SAK Amateure mit 3:3. Die Gastgeber führten zur Pause 3:2, mussten nach dem Seitenwechsel aber noch den Ausgleich hinnehmen. Tainach-Trainer Fabian Micheutz ordnete den Punkt dennoch nüchtern ein, weil er die Gäste über weite Strecken als spielbestimmend sah. „Wir waren eigentlich die unterlegene Mannschaft“, sagte er, und genau deshalb konnte Tainach mit diesem Remis gut leben.

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Der Spielverlauf passte am Ende genau zu dieser Einschätzung. Tainach lag zwar schon nach 13 Minuten 1:0 vorne, doch Ruhe brachte diese Führung nicht. Armin Michael Miklautz traf in der 13. Minute zum 1:0. Nach einen Sprint von der Mittellinie über links spielte er 4 Gegenspieler zur Mitte aus und netzte Eiskalt ein. Trotzdem sah Micheutz seine Mannschaft nicht als jene, die das Geschehen kontrollierte. „SAK trat sehr selbstbewusst auf mit einer jungen Mannschaft. Sie haben von Anfang an das Spiel gemacht“, sagte der Trainer. Die Antwort der Gäste ließ auch nicht lange auf sich warten. Andre Le Prince Chedjou Fonkou traf in der 20. Minute zum Ausgleich. In der 24. Minute traf Gaston Mavuzi Nkutu das 1:2. In der 42. Minute gleichte Pascal Markus Romano nach einen Querpass von Noah Stadler aus. Vor der Pause stellte Leon Sebastian Jagersberger auf 3:2, womit Tainach trotz spielbestimmender Gäste wieder mit einer Führung in die Kabine ging.
Gerade darin lag für Micheutz der Hauptgrund, warum seine Mannschaft gegen einen starken Gegner überhaupt zu drei Treffern kam. „Die Tore entstanden unsererseits oft aus dem Nichts, aber die wenigen Chancen, die wir hatten, haben wir effizient genutzt“, sagte er. Tainach lebte also weniger von längeren Ballbesitzphasen als vielmehr von Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Dazu kam die Arbeit gegen den Ball. „Wir standen kompakt in der Defensive und versuchten, Angriffe von SAK zu unterbinden“, erklärte der Trainer. Vor allem im Zentrum attestierte er den Gästen hohe Qualität. „Da waren sehr gute Einzelspieler dabei, die uns technisch sicherlich überlegen waren.“ Dass SAK trotzdem nur drei Tore machte, lag aus seiner Sicht auch daran, dass Tainach vor dem Sechzehner viel wegverteidigte und einige Abschlüsse blocken konnte. Auch die Torhüterleistung war ein ausschlaggebender Punkt.
Nach der Pause blieb das Bild aus Tainacher Sicht ähnlich. Die Gäste waren weiter das aktivere Team und drängten auf den Ausgleich, der dann in der 79. Minute durch Robert Tepic fiel. Damit war der Vorsprung aus einer torreichen ersten Hälfte endgültig dahin, und Micheutz machte nach dem Spiel auch keinen Versuch, das anders darzustellen. „Wir müssen ehrlicherweise sagen, dass wir eigentlich die unterlegene Mannschaft waren und daher mit dem Punkt zufrieden sein können“, sagte er. Ganz ohne Möglichkeiten blieb Tainach in der Schlussphase aber nicht. „Zum Schluss hatten wir noch die eine oder andere Chance, die wir nicht nutzen konnten“, so der Trainer. Besonderst lobte er die Einstellung der gesamten Mannschaft die auch bis zum Schluss dranblieb und alles am Spielfeld gab um doch noch den Siegestreffer zu machen. So bleibt unter dem Strich ein 3:3, das Tainach nicht als verpassten Sieg, sondern als hart erarbeiteten Punkt mitnimmt.