In der 2. Klasse D hat sich SAK Amateure am Mittwochabend lange mutig gewehrt, am Ende setzte sich SV Viktoria Viktring aber mit 4:1 durch. Der Tabellenführer zog vor der Pause auf 3:1 davon und kontrollierte die Partie danach immer mehr. Trainer Christian Sablatnig sah den Ausschlag vor allem in der Erfahrung: „Der entscheidende Unterschied war heute sicher die Routine.“

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Sablatnig wollte den Sieg nach dem Schlusspfiff nicht an einem einzigen Augenblick festmachen. Für ihn begann der Auftritt seiner Mannschaft schon in den ersten Minuten in die richtige Richtung. „Wir waren von Anfang an gut im Spiel und haben sehr, sehr gut Fußball gespielt“, sagte der Viktring-Trainer. Auf der Anzeigetafel wurde das erstmals in der 16. Minute sichtbar, als Amer Krcic das 0:1 erzielte. Die SAK Amateure kamen in der 26. Minute durch Elliot Osayande Oduware zwar zum 1:1 zurück, doch die Antwort der Gäste ließ praktisch keine Pause zu. Nur eine Minute später stellte Raphael Kassler auf 1:2, ehe Martin Ladinser in der 30. Minute noch vor der Pause das 1:3 nachlegte. Damit hatte sich Viktring in einer Phase, in der das Spiel laut Sablatnig in der ersten Hälfte noch „eher ausgeglichen“ war, den nötigen Vorteil geholt.
Dass die Partie trotz des klaren Endstands nicht völlig einseitig begonnen hatte, sprach Sablatnig offen an. Gerade in der ersten Halbzeit sei der Gegner immer wieder über Umschaltmomente gefährlich geworden. „Der Gegner hat sehr gut gekontert. Diese Konter haben wir zum Großteil sehr gut abfangen können“, erklärte er. Genau darin sah er neben dem spielerischen Auftritt einen wichtigen Punkt an diesem Abend. Nach der Pause kippte die Begegnung dann aus seiner Sicht noch deutlicher in Richtung der Gäste. „In der zweiten Halbzeit hatten wir sehr viel Ballbesitz und eigentlich keine nennenswerte Chance des Gegners mehr“, sagte Sablatnig. Viktring blieb damit das aktivere Team, kontrollierte das Geschehen und setzte in der 75. Minute noch den Schlusspunkt, als Raphael Kassler mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 1:4 stellte.
Interessant war Sablatnigs Einordnung der vier Treffer, weil sie viel über den Auftritt seiner Mannschaft verrät. Das 0:1 von Amer Krcic und das 1:3 von Martin Ladinser fielen laut dem Trainer jeweils nach Eckbällen. „Das erste und das dritte Tor waren nach Cornern, also nach Standardsituationen, die wir sehr gut getreten und sehr gut abgeschlossen haben“, sagte er. Den Treffer zum 1:2 durch Kassler bezeichnete er als „sensationell gespielten Angriff“, das vierte Tor sei „auch schön herausgespielt“ gewesen. Trotz vier erzielter Tore wollte Sablatnig den Abend aber nicht als vollkommen gelungen hinstellen. „Sehr gut funktioniert hat das Spielerische und vor allem das Abfangen der Konter. Verbesserungspotenzial haben wir leider noch immer bei den Abschlüssen“, meinte der Viktring-Coach. Gerade dieser Satz zeigt, dass der klare Sieg aus seiner Sicht zwar viel bestätigt, aber noch nicht alles perfekt war.
Neben der Freude über den nächsten Sieg fand Sablatnig auch deutliche Worte für den Gegner. Die junge Mannschaft der SAK Amateure habe ihm gut gefallen. „Der Gegner war heute sehr gut, sehr agil, sehr frech. Die junge Mannschaft hat sehr gut Fußball gespielt“, sagte er und ging sogar noch einen Schritt weiter: Für ihn war der Gegner „sicher eine der besten Mannschaften in dieser Saison“. Gleichzeitig passte zum sportlich sauberen Eindruck, dass es aus seiner Wahrnehmung ein ausgesprochen faires Spiel war. Für Viktring bedeutet der 4:1-Erfolg, dass die Mannschaft ihre starke Position an der Spitze weiter festigt. Und die SAK Amateure nahmen trotz der Niederlage zumindest die Bestätigung mit, dass auch der Tabellenführer ihren Auftritt sehr ernst nahm.