Zum Auftakt der 27. Runde der Kärntner Liga kam es zum Oberkärntner Derby zwischen dem ASKÖ Gmünd und dem SV Spittal. Zum Held aus Sicht der Hausherren avancierte Ersatz-Keeper Ulrich Didyk, der gleich zwei Elfmeter von Spittal gehalten hat und so den 2:0-Heimsieg sicherte.
Der ASKÖ Gmünd hatte seine Mannschaft gegenüber dem 0:3 beim ASV an drei Positionen verändert: Markus Burgstaller, Harald Puffitsch und Marcel Pirih ersetzten Kevin Krammer, Marvin Metzler und Patrick Lagger.
Auch der SV Spittal ging gegenüber dem 0:0 gegen Spitzenreiter ATSV mit einer geänderten Startelf ins Derby. Statt Christian Krieber und Thomas Zraunig spielten Rafael Graf und Claus Neidhardt.
Wer ein zögerliches Abtasten erwartete, war beim falschen Spiel. Schon nach wenigen Sekunden kamen die Hausherren zur ersten Chance. Marcel Gollmitzer vergab jedoch knapp übers Tor. Nach fünf Minuten die nächste Möglichkeit für Gmünd, Philipp Platzer scheiterte per Kopf.
Nach elf Minuten hat Spittal-Trainer Wolfgang Oswald gewechselt. Thomas Zraunig ersetzte Patrick Unterlerchner.
Obwohl die Gmündner die ersten 25 Minuten mit mehr Ballbesitz und Chancen hatten, bekam Spittal die große Möglichkeit aufs 1:0. Gmünd-Keeper Christoph Pirker konnte Florian Sixt im Strafraum nur mit einem Foul stoppen – Rot und Elfmeter für Spittal. Doch Ersatzgoalie Ulrich Didyk (für ihn musste Marcel Pirih raus) hielt den Strafstoß von Daniel Urbas.
Auch mit zehn Mann waren die Gastgeber am Drücker, scheiterten aber entweder an Spittal-Torhüter Daniel Huber (Marco Moser) oder ballerten drüber (Kevin Winkler). Kurz vor der Pause war es dann aber soweit. Kevin Winkler ließ Huber keine Chance und traf zum 1:0. So ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel waren es abermals die Gmündner, die zu einigen Chancen kamen. In Minute 59 wurden die Angriffsbemühungen belohnt. Claus Neidhardt konnte Kevin Winkler im Strafraum nur durch ein Foul stoppen. Den dafür diktierten Elfmeter verwandelte Kapitän Hannes Truskaller zum 2:0.
In Minute 67 zeigte Schiri Eberhard abermals auf den Elfmeterpunkt und sorgt dadurch für die Geburtsstunde des Elfmeterkillers Ulrich Didyk. Der Gmünd-Ersatzgoalie pariert auch den zweiten Spittaler Strafstoß (diesmal von Sixt nach Foul an Urbas). Damit avancierte der 20-Jährige zum Matchwinner.
Rudi Schönherr, Trainer Gmünd: Das war ein ganz, ganz komisches Spiel. Wir waren auch zu zehnt um eine Klasse stärker. Die Stimmung war super, der Sieg völlig verdient.
Wolfgang Oswald, Trainer Spittal: Wenn man sich gegen zehn Mann über 90 Minuten nicht durchsetzt und zwei Elfmeter vergibt, dann war das zuwenig. Da nutzt jetzt kein Jammern. Wir konzentrieren uns schon auf die nächsten Spiele.