Ein offenes Spiel, viel Ballbesitz und eine klare Handschrift: So ordnet Trainer Stefan Friessnegger den Auftritt der SK Austria Klagenfurt Amateure gegen den SV Dellach/Gail in der Kärntner Liga ein. Sein Team erwischte den besseren Start, dominierte die ersten 20 bis 25 Minuten mit sauberem Kombinationsspiel und mehreren Chancen, ehe der Gegner über Konter gefährlicher wurde. Friessnegger betont eine Ballbesitzquote von mindestens 60, eher 65 Prozent und die Dominanz auf dem heimischen Kunstrasen – entscheidend sei aber, was dabei herausspringt. Am Ende stand ein 2:0 und die Gewissheit, dass Plan und Philosophie gegriffen haben.

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„Es war ein offenes Spiel. Wir hatten einen klar besseren Start und haben die ersten 20 bis 25 Minuten richtig dominiert: starke Kombinationen, klare Torchancen“, resümierte der Coach. „Wir waren klar am Ball – mindestens 60, vielleicht sogar 65 Prozent Ballbesitz. Der Gegner stand sehr tief, wartete auf Konter und überließ uns das Spiel. Zu Hause auf dem Kunstrasen sind wir im Ballbesitz immer dominant. Entscheidend ist, was am Ende herauskommt: Heute zwei Tore und zu null – das passt.“ Im Verlauf suchte der SV Dellach/Gail vermehrt Umschaltsituationen, ohne die Kontrolle der Klagenfurter dauerhaft zu brechen.
Friessnegger sah seine Ausrichtung bestätigt: „Der Matchplan ist so aufgegangen, wie wir ihn in der gesamten Vorbereitung auf den Meisterschaftsstart trainiert haben. Die Tore sind aus genau den Abläufen gefallen, die wir uns vorgenommen haben.“ Zur Effizienz sagte er: „Wir hatten zwei Lattentreffer und eine Top-Chance von Moritz Tatschl, die ganz knapp vorbeiging. Insgesamt haben wir uns viele Möglichkeiten erspielt – nicht zufällig, sondern über Kombinations- und Positionsspiel. Zwei Tore und ein 2:0-Sieg sind in Ordnung.“ Das 2:0 fiel nach einem Eckball: Der Klärungsversuch des Gegners misslang, der Ball landete bei Kapitän Florian Weiss, der souverän vollendete. Zuvor brachte Din Delic das 1:0 in Minute 18 und es hatte nach einem Corner eine sehr gute Möglichkeit gegeben. Im Umschalten nach Ballgewinn blieb zum Schluss Luft nach oben: „Wir hatten mehrfach Drei-gegen-zwei- und Zwei-gegen-eins-Situationen, die wir besser hätten fertigspielen können. Vielleicht war am Ende die Müdigkeit spürbar.“
Strittige Szenen? Fehlanzeige. „Die Schiedsrichter waren heute richtig gut, da gab es keine Probleme“, lobte Friessnegger. Für zusätzlichen Schub sorgte die Kulisse: Rund 150 Fans aus dem Umfeld der Profimannschaft unterstützten die Amateure über 90 Minuten lautstark – ein klarer Energieboost für das Team. Der Fokus bleibt konsequent: „Wir setzen unseren Plan weiter um. Am Sonntag wartet die nächste Aufgabe, sicher anspruchsvoller und kampfbetonter. Aber wir bleiben unserer Philosophie treu und richten uns nicht zu sehr nach dem Gegner.“