Spielberichte

Harald Panzl (Co-Trainer Sportunion Matrei in Osttirol): "Spielerisch hatten wir klare Vorteile"

FC-WR Nußdorf
Sportunion Matrei

In der Kärntner Liga setzte sich die Sportunion Matrei in Osttirol bei FC-WR Nußdorf/Debant mit 1:0 durch. Ein frühes Eigentor entschied ein hart umkämpftes Derby, das die Gäste laut Trainer Harald Panzl spielerisch im Griff hatten. „Es war ein hart umkämpftes Derby, spielerisch hatten wir klare Vorteile“, hielt Panzl fest. Nußdorf stemmte sich dagegen, fand aber lange kaum klare Möglichkeiten, zur Pause stand es 0:1. Am Ende blieb Matrei ruhig und nahm den Auswärtssieg mit, der aus Panzls Sicht hochverdient war, weil seine Elf mehr vom Spiel hatte und konsequent blieb.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Früher Treffer, viel Arbeit – das 0:1 fällt nach einem Stanglpass

Die Weichen stellte Matrei früh: In Minute 14 landete ein Stanglpass von der rechten Seite unglücklich im eigenen Tor der Gastgeber. „Ein schöner Angriff über die rechte Seite, Stanglpass in die Mitte, und der eigene Spieler fälscht den Ball ab. Unhaltbar für den Torhüter“, schilderte Harald Panzl die entscheidende Szene. Als Eigentorschütze wurde Tobias Markus Trojer gelistet, nach diesem 0:1 blieb es auch zur Halbzeit. Nußdorf versuchte sich über den Kampf im Spiel zu halten, kam aber aus Matrei-Sicht lange nicht durch. „Nußdorf hatte eigentlich erst in der 85. Minute die erste wirkliche Torchance“, meinte Panzl – sinnbildlich für eine Partie, in der Matrei vieles kontrollierte und sich den knappen Vorsprung mit viel Laufarbeit und Disziplin sicherte.

„Über beide Seiten Druck gemacht“ – Matrei sieht den Sieg als verdient

In der Analyse blieb der Trainer bei klaren Worten. „Wir haben über beide Seiten, links und rechts, relativ viel Druck gemacht“, sagte Panzl und verwies auf die spielerische Linie seiner Mannschaft. Der Gegner habe eine „harte Gangart“ gewählt, „aber von den Chancen her war es mehr als ein verdienter Sieg“. Genau dieses Bild prägte den Nachmittag: Matrei war das aktivere Team, suchte immer wieder den Weg über die Flügel und zwang die Heimelf zu Fehlern, ehe sie überhaupt gefährlich vor das Gästetor kam. Auch mit der Leitung durch den Unparteiischen zeigte sich Panzl zufrieden: „Der Schiedsrichter hat vor der tollen Kulisse souverän das Spiel geleitet.“ Für den Matrei-Trainer lag der Unterschied letztlich in den besseren Ideen, mehr Tempo und mehr Entschlossenheit im letzten Drittel.

Tolle Kulisse, souveräne Führung – und Rückenwind für die Schlussphase

Neben dem sportlichen Teil blieb die Atmosphäre hängen. „Sensationelle Zuschauer aus Matrei. Von den 1.300 Besuchern waren mintestens die Halfte Matrei-Fans“, schilderte Panzl die Unterstützung von den Rängen, die seiner Elf spürbar Halt gab. Ergebnis und Auftritt passen zum Tabellenbild: Matrei rangiert in der Liga im gesicherten Mittelfeld (aktuell achter Platz), Nußdorf kämpft als Schlusslicht um jeden Zähler. „Weil wir spielerisch besser waren und mehr Chancen herausgespielt haben als der Gegner“, fasste Panzl den Unterschied zusammen. Mit dem Auswärtssieg und einer stabilen Defensivleistung nimmt Matrei wichtigen Schwung mit in die letzten Runden, während Nußdorf die Köpfe oben behalten muss, um die verbliebenen Chancen im Abstiegskampf zu nutzen.

Kärntner Liga: Nußdorf : Sportunion Matrei - 0:1 (0:1)

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    Eigentor durch Tobias Markus Trojer 0:1