In der Kärntner Liga hat ASKÖ Köttmannsdorf am Donnerstagabend den SV Dellach/Gail mit 4:2 besiegt. Nach einer starken ersten halben Stunde führten die Hausherren rasch 3:0, ehe Dellach zurückkam und nach der Pause auf 3:2 stellte. Am Ende fixierte Köttmannsdorf den Heimsieg. Trainer Daniel Friedrich Jöbstl sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und davon, dass sein Team genau das umgesetzt hat, was in kurzer Trainingszeit möglich war.

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Köttmannsdorf startete aktiv, legte Tempo vor und belohnte sich früh. In der 15. Minute stellte Michael Jakopitsch auf 1:0, fünf Minuten später erhöhte Confidence Eboigbe Osawe auf 2:0. Als Daniel Hans Genser in Minute 26 das 3:0 nachlegte, war der perfekte Auftakt komplett – doch Dellach blieb dran und kam durch Michael Sternig (29.) noch vor der Pause zum 3:1. Zur Halbzeit stand es 3:1, der Plan der Heimischen ging auf. Coach Daniel Friedrich Jöbstl hob genau diesen Ansatz hervor: „Wir waren eine Einheit und haben das umgesetzt, was wir in der kurzen Zeit trainiert haben. Wir waren gut organisiert und auf Dellach gut eingestellt.“ Dellach suchte zwar Lösungen, fand gegen die geschlossene Heimelf aber lange zu wenig Räume, um die Begegnung komplett zu drehen.
Nach dem Seitenwechsel hielten die Gäste das Spiel offen und meldeten sich endgültig zurück: In der 59. Minute traf Franz Übleis zum 3:2 und brachte spürbar Spannung hinein. Köttmannsdorf blieb jedoch ruhig, verteidigte gemeinsam und setzte weiter Nadelstiche. In der 77. Minute dann die entscheidende Entlastung: Aner Mandzic stellte auf 4:2 – der Treffer, der das Pendel wieder klar in Richtung der Heimischen ausschlagen ließ. Jöbstl blieb bei seiner Linie: „Alle Tore waren wichtig.“ Auf die Frage nach dem Gegner sagte er: „Dellach hat ihr System probiert, und wir haben’s verhindert.“ Genau so wirkte es auf dem Platz: Dellach arbeitete am Anschluss, aber Köttmannsdorf hatte in den Schlüsselmomenten die bessere Antwort parat und ließ hinten wenig zu.
In seiner Gesamtbilanz betonte Jöbstl immer wieder das Kollektiv: „Wir sind als Köttmannsdorf als Einheit aufgetreten und wurden mit dem Sieg belohnt.“ Gleichzeitig ordnete er die Rahmenbedingungen ein: „Wir hatten nur eine kurze Phase zum Trainieren“, umso wichtiger sei es gewesen, das Besprochene sauber auf den Platz zu bringen. Zur Spielleitung meinte er nüchtern: „Die Schiedsrichterleistung war okay. In beiden Hälften wäre vielleicht ein Elfmeter für uns gewesen. Ich glaube, dass wir in der ersten Hälfte 4:0 hätten führen können, dann wäre es leichter gewesen.“ Fakt ist: Nach 26 Runden hält Dellach als Sechster bei 40 Punkten, Köttmannsdorf steht mit 30 Zählern auf Rang 12. Der Heimsieg gegen einen Top-6-Gegner gibt Rückenwind. Mit dem Gefühl, als Einheit zu funktionieren, kann Köttmannsdorf die nächsten Aufgaben selbstbewusst angehen – wieder organisiert, wieder kompakt und mit dem klaren Ziel, sich weiter zu belohnen.