Spielberichte

Harald Panzl (Co-Trainer Sportunion Matrei in Osttirol): "Ab der 60. sind uns die Kräfte ausgegangen"

Sportunion Matrei
TSV Grafenstein

In der Kärntner Liga hat die Sportunion Matrei in Osttirol gegen den TSV Grafenstein mit 1:3 verloren. Nach einer offenen ersten Hälfte brachte ein Konter das frühe 0:1, ein parierter Elfmeter kurz vor der Pause hielt die Hoffnung am Leben. Trainer Harald Panzl sprach von einem verdienten Sieg der Gäste und erklärte: "Ab der 60. oder 70. Minute sind uns einfach die Kräfte ausgegangen." Am Ende blieb es beim 1:3 gegen den direkten Tabellennachbarn.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand nach eigenem Corner – und ein gehaltener Elfer

Die Gastgeber starteten mutig und fanden laut Trainer Harald Panzl in einer ausgeglichenen Anfangsphase „einige sehr gute Möglichkeiten“. Umso ärgerlicher fiel das 0:1: In Minute 11 traf Nico Sorger für Grafenstein – und aus Matrei-Sicht kam der Nackenschlag nach dem eigenen Eckball. Panzl schilderte die Schlüsselszene so: „Corner von uns, Gegenzug – 0:1 für Grafenstein. Das war spielentscheidend, weil wir bei den Kontern des Gegners nicht aufgepasst haben.“ Trotz des Rückstands blieb Matrei im Spiel und hatte kurz vor der Pause das nötige Glück und Können im Tor: „Kurz vor der Halbzeit gab es Elfmeter für Grafenstein, den unser Tormann sehr gut gehalten hat.“ Mit dem 0:1 zur Halbzeit war für die Hausherren also weiterhin alles drin, auch wenn der Rückstand wehtat.

Kurze Hoffnung nach dem Anschluss – dann schlug Walzl doppelt zu

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst offen, wie Panzl bestätigte: „Die zweite Halbzeit war am Anfang ausgeglichen.“ Doch Grafenstein nutzte seine Angriffe eiskalt. Bernhard Walzl erhöhte in der 50. Minute auf 0:2, ehe Matrei durch Benjamin Cosic nur fünf Minuten später mit dem 1:2 wieder Anschluss fand und kurz Hoffnung schöpfte. Diese hielt allerdings nicht lange: In der 62. Minute stellte erneut Walzl auf 1:3. Genau hier sah Panzl die Grenze seiner Mannschaft erreicht: „Uns hat in der zweiten Halbzeit die Kraft gefehlt, um das Spiel noch einmal zu drehen.“ Als Grund nannte er die Belastung zwei Tage zuvor. Zugleich zollte er dem Gegner Respekt: „Verdienter Sieger, extrem spielstark und eine tolle Offensive.“ Grafenstein blieb in den entscheidenden Momenten kaltschnäuzig, Matrei fehlte nach rund einer Stunde der letzte Punch.

Junge Spieler, Lob für den Unparteiischen und ein enger Blick auf die Tabelle

Bei allem Ärger über das Ergebnis nahm Matreis Trainer auch Positives mit. Er betonte den Einsatz seiner Mannschaft und hob hervor, dass mehrere junge Spieler wertvolle Einsatzminuten bekamen – ein Baustein für die nächsten Wochen. Anerkennende Worte fand Panzl zudem für das Schiedsrichterteam: „Keine strittigen Situationen, souveräne Leistung vom Schiedsrichter.“ In der Tabelle bleibt es eng zwischen den Nachbarn: Grafenstein hält nach 27 Runden bei 37 Punkten auf Rang acht, Matrei folgt mit 35 Zählern auf neun. Der Plan für die kommenden Tage ist klar umrissen: regenerieren, die Konteranfälligkeit abstellen und wieder Körner sammeln. „Wir hatten lange gut mitgespielt“, sagte Panzl, „aber ab der 60. oder 70. Minute war die Luft draußen.“ Mit frischen Beinen soll die Antwort am nächsten Spieltag folgen.

Kärntner Liga: Sportunion Matrei : Grafenstein - 1:3 (0:1)

  • 62
    Bernhard Walzl 1:3
  • 55
    Benjamin Cosic 1:2
  • 50
    Bernhard Walzl 0:2
  • 11
    Nico Sorger 0:1