Spielberichte

Doppelschlag binnen einer Minute: Völkermarkt verliert 0:3 in Nußdorf - „Unterm Strich funktionierte gar nichts!“

FC-WR Nußdorf
VST Völkermarkt

In der Kärntner Liga feierte der FC-WR Nußdorf/Debant gegen den VST Völkermarkt einen klaren 3:0-Heimsieg. Nach torloser Pause entschied ein schneller Doppelschlag die Partie; zuvor ließ Völkermarkt gute Chancen liegen. Trainer Rudolf Perz sprach von verpassten Möglichkeiten, leichten Fehlern und einem Knackpunkt bei 0:0 – am Ende trafen Dominik Sporer und Rashidi Mohamed Udikaluka (2) zum verdienten Nußdorfer Erfolg. Die Gäste brachen nach dem 1:0 binnen Sekunden weg.

Torwart greift zur Trinkflasche

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Völkermarkt startet schwungvoll, Nußdorf bleibt im Spiel

Völkermarkt kam gut rein, suchte früh die Führung und legte ein hohes Tempo an den Tag. Rudolf Perz fasste den Auftakt so zusammen: „Wir hatten einen starken Beginn mit zwei, drei super Möglichkeiten aufs 1:0. Das haben wir leider nicht genutzt.“ Danach kippte das Spiel aus seiner Sicht in Richtung der Hausherren: „Mit ein paar einfachen Fehlpässen ist Nußdorf immer stärker geworden und hatte in der ersten Halbzeit schon zwei, drei gute Kontermöglichkeiten.“ Ein Moment blieb dem Coach besonders hängen: „Ein gehaltener Weitschuss von Mario Kuester, den der Tormann an die Querlatte lenkt – beim Stand von 0:0. Das war der Knackpunkt.“ Zur Pause stand es dennoch 0:0, Nußdorf blieb geduldig und lauerte weiter auf Umschaltmomente, während Völkermarkt aus dem guten Start zu wenig Kapital schlug.

Doppelschlag entscheidet die Partie: Sporer eröffnet, Udikaluka schnürt den Doppelpack

Nach dem Seitenwechsel entschieden binnen Minuten zwei Aktionen das Spiel. Der erste Stich fiel in Minute 69: Dominik Sporer brachte Nußdorf 1:0 in Front. Perz ordnete die Szene klar ein: „Das 0:1 ist durch einen Fehlpass an der gegnerischen 20‑Meter‑Linie passiert, im Gegenkonter kriegen wir es.“ Was folgte, passte in das Bild eines gebrauchten Abends: Schon eine Minute später erhöhte Rashidi Mohamed Udikaluka auf 2:0, direkt nach dem Anstoß der Gäste. „Gleich nach dem Ankick nach dem 1:0 haben wir sofort das 2:0 bekommen“, haderte Perz. Völkermarkt fand darauf keine Antwort mehr, Nußdorf blieb am Drücker – und in der 77. Minute legte Udikaluka das 3:0 nach. Der Trainer nahm seine Elf dabei nicht aus der Pflicht: „Offensivspiel nicht, Defensivspiel nicht, Standardsituationen auch nicht.“ Auf die Frage, was phasenweise funktioniert habe, sagte er nur: „Unterm Strich gar nichts.“ Und zum Gegner: „Unsere Abspielfehler haben Nußdorf immer wieder stärker gemacht. Das haben sie im Konter gut ausgenutzt, vor allem in der zweiten Halbzeit.“ Diskussionen um den Unparteiischen wies er zurück: „Nein, da gibt es nichts zum Diskutieren.“

Perz fordert Stabilität – und Tore

Nach dem ernüchternden 0:3 sprach Rudolf Perz offen über die Baustellen und gab die Richtung vor: „Wir wollen wieder in der Defensive stabil sein und vorne die notwendigen Treffer erzielen.“ Die Einordnung fällt ihm leicht, weil die 90 Minuten einen klaren Faden hatten: starker Start, verpasste Führung, einfache Ballverluste – und ein Doppelschlag, der die Partie entschied. Dass die Chancenverwertung zum Thema wird, war für ihn spätestens nach der Szene bei 0:0 klar: „Das war der Knackpunkt.“ In der Tabelle bleibt Völkermarkt mit 52 Punkten auf Rang drei im Spitzenfeld, während Nußdorf mit 20 Zählern auf Platz 16 steht. Umso mehr verlangt der Coach in den nächsten Einheiten Konsequenz in beiden Strafräumen. Der Ausblick ist deutlich: kompakter verteidigen, einfacher spielen, vorne wieder eiskalt werden – erst dann, so Perz, kehren die Ergebnisse zurück.

Kärntner Liga: Nußdorf : Völkermarkt - 3:0 (0:0)

  • 77
    Rashidi Mohamed Udikaluka 3:0
  • 70
    Rashidi Mohamed Udikaluka 2:0
  • 69
    Dominik Sporer 1:0