In der Kärntner Liga hat das Derby zwischen dem VST Völkermarkt und dem SVG Bleiburg mit 2:1 geendet. Für die Heimischen war es ein Big Point im Spitzenkampf, für die Gäste eine bittere Niederlage nach viel Aufwand. Bleiburgs Trainer Zan Sekaucnik sprach von einer starken Vorstellung seiner Mannschaft und haderte mit strittigen Entscheidungen: "Wir haben das Derby über neunzig Minuten dominiert." Am Ende entschied ein Treffer kurz nach der Pause die Partie zugunsten von Völkermarkt.

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Die Geschichte der ersten Halbzeit lässt sich klar erzählen: Bleiburg startete mutig, suchte spielerische Lösungen und presste energisch. "In der ersten Halbzeit gab es große Druckphasen, Völkermarkt ist teilweise nicht einmal über die Mittellinie gekommen", schilderte Sekaucnik, der seiner Elf ein großes Kompliment mitgab: "Ich bin stolz auf meine Burschen." Aus Sicht des Gastes war es daher doppelt ärgerlich, dass Völkermarkt mit der ersten echten Standardsituation zuschlug: In Minute 30 traf Mario Michael Kuester zum 1:0. "Aus ihrem ersten Standard kassieren wir das Tor", meinte der Coach und erinnerte daran, dass seine Mannschaft zuvor mehrere Eckbälle nicht nutzen konnte. Bleiburg blieb jedoch am Drücker und belohnte sich noch vor dem Pausenpfiff: Ein Eigentor von Daniel Ulrich Primusch stellte in der 44. Minute auf 1:1 – ein Ergebnis, das dem Spielverlauf und der Bleiburger Initiative zu diesem Zeitpunkt durchaus entsprach.
Der zweite Durchgang begann mit einer Szene, die Sekaucnik auch nach dem Abpfiff nicht losließ. "Gleich nach der Pause läuft unser Stürmer allein auf den Torwart zu, und es wird Abseits gepfiffen. Für mich war das niemals Abseits, auch auf dem Video ist zu sehen, dass Knauder mindestens 2 Meter nicht im Abseits stand", sagte der Bleiburg-Trainer und sprach von einem massiven Einschnitt: "Das hat das Ergebnis maßgeblich beeinflusst." Lange hadern konnten die Gäste nicht, denn nur wenige Minuten später schlug Völkermarkt zu: In der 50. Minute brachte Lukas Alfred Sadnik die Heimischen 2:1 in Führung. Bleiburg versuchte, die direkte Antwort zu geben, blieb aggressiv und suchte weiter den Weg nach vorne. "Wir sind am Drücker geblieben", so Sekaucnik. Zugleich nahm er seine Elf nach dem gegnerischen Führungstor auch in die Pflicht: "Beim 2:1 sind wir im letzten Drittel unaufmerksam. Das geht auf unsere Kappe – das müssen wir besser lösen." Je länger das Spiel dauerte, desto mehr öffnete Bleiburg, suchte den schnellen Weg – der Ausgleich wollte trotz viel Aufwand aber nicht mehr fallen.
Rund um die Zweikämpfe lag für Sekaucnik einiges im Argen. "Bei uns ist gefühlt jeder Kontakt als Foul gepfiffen worden. Wir haben sechs Gelbe gesehen, der Gegner eine – das ist für mich schwer nachzuvollziehen", sagte er. Auch eine Handspielsituation im Strafraum sprach der Trainer an, relativierte aber zugleich: "Da bin ich aufgeklärt worden, dass das kein Elfmeter sein soll – das nehme ich so hin." Unterm Strich blieb der Eindruck, dass aus seiner Sicht viele knappe Entscheidungen gegen Bleiburg liefen. Den Blick auf die eigene Leistung wollte er dennoch nicht trüben: "Das ganze Spiel meiner Mannschaft war positiv. Herzblut, Kampf, Bedacht – genau so stelle ich mir das vor." Einziger Vorwurf: die Effizienz. "Im letzten Drittel müssen wir abgeklärter sein. In Halbzeit eins hätten wir zwei, drei Tore machen können."
Angesichts der Tabelle – Völkermarkt als Dritter mit 52 Punkten weiter voll im Titelrennen, Bleiburg mit 42 Zählern auf Rang fünf – ordnete Sekaucnik das Derby ein und gab die Richtung vor: "Wir haben im Frühjahr eine kleine Krise gehabt und uns stark herausgearbeitet. Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen, bauen darauf auf – da wird noch mehr kommen."