In der Kärntner Liga teilten sich am 27. Spieltag KAC 1909 und SK Austria Klagenfurt Amateure mit einem 1:1 die Punkte. Die Gastgeber legten früh vor, kassierten vor der Pause den Ausgleich und mussten sich nach dem Wechsel gegen druckvollere Gäste strecken. Trainer Christian Rauter sprach von zwei unterschiedlichen Halbzeiten und fand das Remis letztlich „vielleicht gerecht“. Gleichzeitig hob er die stabile Heimserie und den Mut zu jungen Spielern hervor.

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Der KAC erwischte den besseren Start, wirkte sauber am Ball und suchte einfache Lösungen nach vorne. In Minute 11 stellte Maximilian Walter Grochar auf 1:0, ehe kurz vor der Pause der Dämpfer folgte: Marcel André Brandner traf in der 42. zum 1:1. Rauter ordnete die erste Hälfte so ein: „Wir waren richtig gut drinnen, im Spiel mit dem Ball konsequent und haben fußballerisch gute Lösungen gefunden. Durch eine Standardsituation machen wir das 1:0. Am Ende der ersten Halbzeit bekommen wir leider den unglücklichen Ausgleich.“ Sein Fazit zum Kräfteverhältnis vor der Pause fiel klar aus: „Die erste Halbzeit war eher auf unserer Seite.“ Damit war der Rahmen für eine zweite Hälfte gesetzt, die ein anderes Bild zeigte.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Austria-Amateure das Kommando. „In der zweiten Halbzeit war Austria Klagenfurt dominanter und hatte richtig gute Chancen“, sagte Rauter. Sein Team blieb dennoch gefährlich, verpasste aber die klaren Abschlüsse: „Wir hatten im Umschalten Situationen, die wir nicht gut fertiggespielt haben. Im letzten Drittel hat der letzte Pass gefehlt.“ Bereits bei der Führung hätte der KAC nachlegen können: „Bei 1:0 hatten wir Möglichkeiten, auf 2:0 zu stellen. Wir hätten vielleicht früher entscheiden können.“ Dass am Ende ein Zähler blieb, führte der Coach auch auf die Arbeit gegen den Ball zurück: „Im Fußballspielen waren wir klar und gut. In der zweiten Halbzeit war das Verteidigen richtig wichtig und entscheidend, sodass wir den Punkt geholt haben – und daheim noch ungeschlagen sind.“ Ein extra Augenmerk legte Rauter auf ruhende Bälle: „Standards sind immer ein großes Thema – für uns, aber auch für den Gegner. Da war die Austria gefährlich.“ Unterm Strich lautete sein Urteil: „Das Remis ist vielleicht gerecht.“
Aufregung rund um Entscheidungen gab es aus Sicht des KAC-Trainers nicht. „Strittige Situationen hat es keine gegeben. Die Schiedsrichterleistung war, wie in den letzten Runden, sensationell. Der Schiedsrichter und die Assistenten waren sehr unauffällig – das ist ein überragendes Zeichen für einen Spielleiter“, lobte Rauter das Gespann. Zum Gegner meinte er: „ In der ersten Halbzeit war von der Austria, trotz Unterstützung durch die Profis, überraschenderweise nicht allzu viel zu sehen. Am auffälligsten agierte Tristan Schoppitsch. Nach der Pause, vielleicht nach einer intensiveren Ansprache des Trainers, zeigte sich die Mannschaft deutlich verbessert. Man erkennt die Qualität, die die Jungs der Austria mitbringen - der Verein ermöglicht es den Spielern, sich optimal zu entwickeln. Mit Stefan Friessnegger haben die Jungs zudem einen herausragenden Trainer, wahrscheinlich einen der besten, den wir in Kärnten haben." Dem Coach war außerdem die Entwicklung im eigenen Klub ein großes Anliegen: „in den letzten Spielen haben wir vier Spielern aus den Juniors die Chance gegeben, in der Kärntner Liga Fuß zu fassen, obendrein hatte Elias Widrich gestern sein Debüt in der Startelf. Wir forcieren unsere eigenen Jungen, ohne dass darunter die Ergebnisse und die Spielqualität leiden." Besonders lobte er die Arbeit von Christian Prawda (Chefcoach Juniors) und Felix Stromberger (Chefcoach U-17), die die Nachwuchsspieler bestens vorbereiten.
In der Tabelle halten die Austria Amateure aktuell bei 34 Punkten und rangieren auf Platz zehn, der KAC 1909 steht mit 29 Zählern auf Rang 13 - jeder Punkt ist damit besonders wertvoll. Rauters Blick bleibt dennoch sportlich-konsequent: "Die Entscheidungsqualität im letzten Drittel war nicht optimal. Daran werden wir mit den Jungs arbeiten, wir werden ihnen auch weiterhin erlauben, Fehler zu machen, dadurch versprechen wir uns im letzten Drittel ab der kommenden Saison noch mehr individuelle Qualität und kreative Entscheidungen der Spieler. Fußball soll kein Schach mehr sein, Spielwitz soll uns die Zuschauer wieder auf den Sportplatz zurückholen. Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an unsere wunderbare Kantinencrew, die Damen & Herren arbeiten an Spieltagen fast rund um die Uhr, eigentlich sind das die Personen und Menschen, die in den Berichten erwähnt werden sollen – Danke für eure Unterstützung!"