Spielberichte

Anfangsphase erdrückt Ferlach: Grafenstein siegt 5:0

TSV Grafenstein
ATUS Ferlach

Deutlicher Heimsieg in der Kärntner Liga: Der TSV Grafenstein setzt sich mit 5:0 gegen den ATUS Ferlach durch. Die Gastgeber legten einen furiosen Start hin, führten früh 2:0 und gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand. Trainer Alexander Stroj sprach von einer „unglaublichen Anfangsphase“ und lobte sein Team für Tempo und Dominanz, haderte aber mit der Chancenverwertung. Die Tore fielen verteilt über neunzig Minuten – und die Grafensteiner hätten laut Coach noch höher gewinnen können.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Grafenstein startet wie die Feuerwehr und stellt früh auf 2:0

Grafenstein erwischte einen Traumstart: In der 5. Minute brachte Bernhard Walzl sein Team in Führung, nur fünf Minuten später legte Fabio Sebastian Miklautz zum 2:0 nach. Die Partie kippte damit früh in Richtung der Hausherren – genau wie es Trainer Alexander Stroj empfand: „Wir sind mit einer unglaublichen Anfangsphase gestartet, haben den Gegner erdrückt. Die sind kaum aus der eigenen Hälfte gekommen, wir haben Chance um Chance herausgespielt.“ Dass es zur Pause „nur“ 2:0 stand, passte zu seinem Eindruck: „In den ersten fünfzehn, zwanzig Minuten haben wir viel zu wenig Tore gemacht. Da hätten wir schon deutlich höher führen können.“ Ferlach fand nach etwa zwanzig Minuten etwas besser hinein, bekam mehr Ballbesitz, doch Grafenstein blieb mit schnellen Umschaltmomenten gefährlich. Mit 2:0 ging es in die Kabinen, ohne dass die Gastgeber die Kontrolle hergaben.

Stroj lobt Tempo und Breite – und ärgert sich über das Auslassen

Nach der Pause machte Grafenstein dort weiter: Fabian Strasser erhöhte in der 56. Minute auf 3:0, die Partie blieb klar in heimischer Hand. Stroj sah sein Team „durchgehend überlegen“, auch wenn die ganz große Wucht der ersten 20 Minuten nicht mehr zu sehen war. Besonders stolz ist er auf die körperliche Basis seiner Mannschaft: „Wir können zu dieser späten Saisonphase über neunzig Minuten ein extrem gutes Tempo gehen. Unser Kader ist in der Breite sehr fit, wir haben regelmäßig viele Spieler verfügbar. Das hilft uns, unsere Spielidee dominant auf den Platz zu bringen.“ Trotz des klaren Ergebnisses blieb ein Kritikpunkt: „Diesmal ist es ganz einfach: ganz klar die Chancenverwertung.“ Und er setzte nach: „Die Anfangsphase war dermaßen dominant, dass es eigentlich 3:0 oder 4:0 stehen hätte müssen. Wenn Bernhard Walzl einen normalen Tag hat, macht er alleine vier, fünf Tore. Er wird uns aber in den nächsten zwei Wochen die kommenden Spiele ziehen - da er grundsätzlich in einer super Verfassung ist und unser absoluter Leader ist."

Ferlach erwischt einen rabenschwarzen Tag – Grafenstein setzt späten Doppelschlag

Grafenstein blieb am Drücker und legte in der Schlussphase nach: Simon Zwittnigg stellte in Minute 76 auf 4:0, Dominic Oraze setzte in der 86. Minute mit dem 5:0 den Schlusspunkt. Auch hier zeigte sich, wie konsequent die Hausherren das Spiel kontrollierten und die Räume nutzten, ohne in Hektik zu verfallen. Zum Gegner blieb Stroj bewusst respektvoll: „Ferlach ist für mich sonst eine gute Mannschaft, hat einfach einen wirklich schlechten Tag erwischt. Kann passieren.“ In der Tabelle steht Grafenstein nach 28 Runden mit 40 Punkten auf Rang acht, Ferlach rangiert mit 26 Zählern auf Platz 14. Der Auftrag für die letzten Spiele ist klar: weiter so dominant auftreten – und vor dem Tor kühler bleiben.

Kärntner Liga: Grafenstein : Ferlach - 5:0 (2:0)

  • 86
    Dominic Oraze 5:0
  • 76
    Simon Zwittnigg 4:0
  • 56
    Fabian Strasser 3:0
  • 10
    Fabio Sebastian Miklautz 2:0
  • 5
    Bernhard Walzl 1:0