Zum Auftakt der Kärntner Liga hat SC Landskron zuhause SV Dellach/Gail mit 1:0 bezwungen. Trainer Stefan Stresch sah einen verdienten Heimsieg, den seine Mannschaft aus seiner Sicht mit viel Aggressivität gegen den Ball, hoher Bereitschaft und einer geschlossenen Leistung sich erarbeitet hat. Der einzige Treffer fiel schon früh, danach brachte Landskron den knappen Vorsprung über die Zeit.

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Stefan Stresch machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, womit er am meisten zufrieden war. "Wir waren heute von den ersten Minuten an sehr gut im Spiel", sagte der Trainer des SC Landskron und beschrieb damit genau den Ton dieses Auftakts. Seine Mannschaft ging früh drauf, setzte den Gegner unter Druck und arbeitete sich damit rasch in die Partie hinein. Stresch sprach von einem sehr aktiven Pressing, von hohen Ballgewinnen und davon, dass sein Team sofort bereit gewesen sei, "das Heft in die Hand zu nehmen". Belohnt wurde dieser Start in der 16. Minute, als Sebastian Bauer das 1:0 erzielte. Mehr brauchte der SC Landskron an diesem Abend nicht, weil die Hausherren ihre Linie danach nicht verloren und mit der Pausenführung von 1:0 genau das Fundament gelegt hatten, das sie für den ersten Saisonsieg brauchten.
Stresch hob in seinen Aussagen nicht einen einzelnen Aspekt heraus, sondern immer wieder das Zusammenspiel vieler Dinge. Für ihn lag der wichtigste Punkt des Spiels in der mannschaftlichen Geschlossenheit. "Wir waren von der ersten Minute an wirklich bereit, diesen Kampf anzunehmen", sagte er. Dazu kam, dass der SC Landskron nach seiner Einschätzung auf die zweiten Bälle sehr gut vorbereitet war und in vielen Szenen früh am Geschehen war. "Wir waren sehr präsent, auf die zweiten Bälle sehr gut vorbereitet und sehr klar in unserem Spiel", so Stresch. Gerade diese Klarheit zog sich laut dem Trainer durch beide Richtungen des Spiels. Gegen den Ball agierte seine Mannschaft aggressiv und kompakt, mit Ball hatte sie klare Ideen, welche Räume bespielt werden sollten. Besonders die Umschaltphasen gefielen ihm: "Bei Ballverlust, bei Ballgewinn, da waren wir wirklich sehr gut." Aus seiner Sicht war das der Kern dieses 1:0, das nicht spektakulär daherkam, aber sehr kontrolliert wirkte.
Auch die Entstehung des entscheidenden Tores ordnete Stresch weniger als Einzelaktion ein, sondern eher als Bild für den ganzen Abend. Er schilderte eine Szene im Sechzehner, in der sein Spieler zunächst nicht ideal zum Abschluss gekommen sei, dann aber nicht aufgegeben habe. Genau das sei für ihn symptomatisch gewesen. "Wir sind dran geblieben", sagte der Landskron-Trainer, und genau dieses Dranbleiben sei eine der Stärken seines Teams gewesen. Für Stresch stand dahinter nicht nur Einsatz, sondern auch die Art und Weise, wie seine Mannschaft den Gegner bearbeiten wollte. Er sprach davon, keinen Ball verloren geben zu wollen, im Gegenpressing aktiv zu sein und dem Gegner das Leben schwer zu machen. Selbst als das Spiel mit nur einem Treffer Differenz offen blieb, hatte der SC Landskron laut seinem Trainer noch die eine oder andere Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Dass es am Ende beim 1:0 blieb, änderte für ihn nichts an der Bewertung: "Es war am Ende ein hochverdienter Sieg."
Bemerkenswert war dabei, dass Stresch den Gegner trotz der Niederlage ausdrücklich stark einordnete. Er bezeichnete den SV Dellach/Gail als "gestandene Ligamannschaft", die schon seit Jahren in dieser Liga vertreten sei und vor allem im Zentrum viel Qualität habe. Umso zufriedener war er damit, wie seine Mannschaft diese Aufgabe angenommen hat. Landskron habe die Räume eng gemacht, ballorientiert verschoben, immer wieder im Verbund gearbeitet und den Gegner "weitestgehend von unserem Tor weggehalten". Auch das Doppeln in entscheidenden Räumen sei laut Stresch sehr erfolgreich gewesen. Diskussionen abseits des Spielfelds gab es aus seiner Sicht nicht, im Gegenteil: Der Trainer bescheinigte auch dem Schiedsrichter eine gute Leistung und sprach von einem fair geführten Match. Unter dem Strich bleibt damit für den SC Landskron ein sauberer Start in Runde eins der Kärntner Liga: drei Punkte, kein Gegentor und ein Auftritt, den der eigene Trainer vor allem wegen seiner Geschlossenheit und Klarheit hervorhob.