Spielberichte

„Die taktische Disziplin war ausschlaggebend“ – Sportunion Matrei in Osttirol startet mit 2:0

Sportunion Matrei
Köttmannsdorf

Zum Auftakt in der Kärntner Liga hat die Sportunion Matrei in Osttirol gegen ASKÖ Köttmannsdorf einen verdienten 2:0-Heimsieg eingefahren. Sportlicher Leiter Harald Panzl sah eine zweikampfstarke, über weite Strecken kontrollierte Vorstellung seiner Mannschaft. Aus seiner Sicht gaben vor allem taktische Disziplin, Präsenz und das gute Miteinander den Ausschlag dafür, dass die Osttiroler zum Start gleich voll anschrieben. Auch die Pausenführung passte für ihn klar ins Bild.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Präsenz von Beginn an

Der Auftakt in die neue Saison begann für die Gastgeber so, wie es sich Harald Panzl erhofft hatte: mit viel Präsenz, klarer Zweikampfführung und mehr Spielanteilen. Der Sportliche Leiter sprach nach dem 2:0 von einer „sehr zweikampfstarken, starken Partie“, in der seine Mannschaft „viel mehr gespielt“ und „viel mehr Ballbesitz“ gehabt habe. Auch die Bedingungen mit Regen änderten daran aus seiner Sicht nichts. Sportunion Matrei in Osttirol blieb vom Start weg das aktivere Team und drückte der Partie damit früh den Stempel auf. ASKÖ Köttmannsdorf brachte zwar ebenfalls Qualität mit, doch Panzl sah seine Mannschaft über weite Strecken präsenter und in den entscheidenden Duellen einen Tick entschlossener.

Steurer sorgt für die verdiente Pausenführung

Vor allem die erste Halbzeit gefiel Panzl, weil seine Mannschaft das Spiel nicht nur annahm, sondern in den vielen direkten Duellen auch Vorteile hatte. „Intensiv. Sehr viele Zweikämpfe. Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen“, sagte er und brachte damit die Richtung dieser ersten 45 Minuten ziemlich genau auf den Punkt. Aus dieser Herangehensweise entstand in der 24. Minute auch die Führung, als Adrian Steurer das 1:0 erzielte. Panzl sprach dabei von einer „super Aktion“, an deren Ende Steurer „super abgeschlossen“ habe. Weil die Gastgeber nach seiner Einschätzung weiter konzentriert blieben und insgesamt mehr vom Spiel hatten, ging die Halbzeitführung für ihn völlig in Ordnung. Der 1:0-Stand zur Pause entsprach damit genau dem Bild, das sich auf dem Platz ergeben hatte.

Auch nach der Pause blieb Matrei am Drücker

Nach dem Seitenwechsel hatte Harald Panzl nie den Eindruck, dass die Partie kippen könnte. Im Gegenteil: Er sagte, seine Mannschaft sei auch in der zweiten Halbzeit gut ins Spiel gekommen und habe die Kontrolle nicht mehr aus der Hand gegeben. Besonders wichtig war für ihn, dass Sportunion Matrei in Osttirol dem Gegner laut seiner Wahrnehmung über die gesamten neunzig Minuten „keine Torchance zugelassen“ habe. In der 71. Minute fiel dann das 2:0 durch Benjamin Cosic. Panzl wertete den zweiten Treffer als verdiente Belohnung für einen Auftritt, in dem seine Mannschaft weiter dominant blieb, hinten wenig zuließ und sich das Ergebnis mit Geduld und Konsequenz erarbeitete.

Taktische Disziplin, viele Zweikämpfe und fast 700 Fans

Die Erklärung für den gelungenen Auftakt lieferte Panzl nach dem Spiel recht deutlich. „Einfach die taktische Disziplin“ und der super Matchplan von Co-Trainer Domonik Hanser seien ausschlaggebend gewesen, sagte der Sportliche Leiter, dazu komme „eine kämpferische Topleistung der gesamten Mannschaft“. Als größte Stärke hob er das Zweikampfverhalten und „das Miteinander“ hervor, vergaß aber auch die Kulisse nicht: „Natürlich auch unsere fanatischen Zuschauer. Wieder knapp siebenhundert Leute im Stadion.“ Ganz ohne kleinen Hinweis kam seine Analyse dennoch nicht aus, denn in der Chancenverwertung sah er noch Luft nach oben: „Die Chancenauswertung war nicht optimal.“ Dass es trotzdem zu einem klaren 2:0 reichte, erklärte er auch mit dem Vergleich zum Gegner: ASKÖ Köttmannsdorf sei „spielerisch gut“ gewesen, seine Mannschaft aber stärker in den Zweikämpfen, mit mehr Mentalität und auch mit mehr Chancen. Selbst die Schiedsrichterleistung bekam noch ein Lob ab. Panzl nannte sie „total unauffällig“ und meinte: „Genau so soll ein Schiedsrichterteam sein.“ Für Sportunion Matrei in Osttirol ist dieser erste Auftritt damit ein Start, auf dem sich in den kommenden Runden der Kärntner Liga gut aufbauen lässt.

Kärntner Liga: Sportunion Matrei : Köttmanns. - 2:0 (1:0)

  • 71
    Benjamin Cosic 2:0
  • 24
    Adrian Steurer 1:0