Zum Auftakt in der Kärntner Liga hat sich KAC 1909 mit 3:2 gegen FC Moden Illiasch Lendorf durchgesetzt. Nach einem 1:1 zur Pause und einem Spiel, das bis in die Schlussminute offen blieb, zog Trainer Christian Rauter ein klares Fazit. "Wir waren präsenter, im Ballbesitz besser und gegen den Ball giftig", sagte er nach dem Auftaktsieg.

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Am Spielverlauf änderte der frühe Rückstand aus Sicht von Christian Rauter wenig. Zwar ging Lendorf in der 15. Minute durch Max Steinthaler mit 1:0 in Führung, doch der Trainer des KAC 1909 sah seine Mannschaft trotzdem über weite Strecken in der aktiveren Rolle. "Wir waren im Spiel mit dem Ball klar dominant, hatten auch eine gute Struktur", sagte Rauter und beschrieb damit den Grundton dieser Partie recht deutlich. Lange musste der KAC allerdings einem Rückstand nachlaufen, ehe Jonas Reithofer in der 40. Minute das 1:1 erzielte und damit noch vor der Pause ausglich. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. Direkt nach Wiederbeginn drehte Mihret Topcagic das Spiel in der 46. Minute auf 2:1. Dass Lendorf durch Christian Wernisch in der 62. Minute noch einmal zum 2:2 kam, hielt die Begegnung offen, ehe Topcagic in der 90. Minute doch noch den Schlusspunkt zum 3:2 setzte.
Rauter ordnete die 90 Minuten nicht über einzelne Szenen ein, sondern vor allem über das Gesamtbild. "Der Gegner hat eigentlich nur auf die Umschaltmomente gewartet und ist recht tief gestanden", sagte der KAC-1909-Trainer. Damit erklärte er auch, warum das Spiel trotz sichtbarer Überlegenheit seiner Mannschaft eng blieb. KAC 1909 hatte nach seiner Einschätzung mehr vom Spiel, musste aber gegen einen Gegner arbeiten, der nur wenig Räume anbot und in seinen Momenten schnell umschalten wollte. "Wir waren gut gegen den Ball und haben die Spielidee richtig gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", meinte Rauter. Gerade dieser Teil war für ihn offenbar der entscheidende Unterschied. Während KAC 1909 das Spiel mit dem Ball suchte und immer wieder nach vorne arbeitete, sah er den Gegner vor allem in den Umschaltphasen gefährlich. "In Umschaltsituationen war FC Moden Illiasch Lendorf besser", sagte er offen, legte aber sofort nach, dass seine Mannschaft "unter dem Strich aber mehr fürs Spiel gemacht" habe und deshalb "auch verdient gewonnen" hat.
Bei der Entstehung der eigenen Tore verwies Rauter auf Dinge, die ihm besonders wichtig waren: die Besetzung des Strafraums, sowie das bespielen der Assistzonen. Darüber hinaus gefiel ihm, dass seine Mannschaft auch aus dem laufenden Spiel zu ihren Abschlüssen kam. "Im Allgemeinen war es so, dass wir die Bälle in die Box gebracht haben und die Spieler so platziert waren, dass wir abschließen konnten", sagte er. Gleichzeitig sprach Rauter FC Moden Illiasch Lendorf einen ordentlichen Defensivauftritt nicht ab. Die Gäste seien tief gestanden und hätten leidenschaftlich verteidigt. Auch zum Schiedsrichterteam fand er klare Worte: "Das Schiedsrichterteam war aus meiner Sicht sehr gut. Sie waren sehr unauffällig." Für KAC 1909 steht damit zum Start in die neue Saison ein 3:2-Erfolg, der aus Sicht des Trainers vor allem deshalb zählt, weil seine Mannschaft ihre Idee über weite Strecken durchgebracht hat.