Spielberichte

„Nach dem 3:1 waren wir zu lässig“ – Arno Paul Kozelsky erklärt das 3:3 des SC St. Veit

SC St. Veit
SAK Klagenfurt

Zum Auftakt der Kärntner Liga hat sich der SC St. Veit in einer lebhaften Partie mit SAK Klagenfurt 3:3 getrennt. Trainer Arno Paul Kozelsky sah dabei drei ganz unterschiedliche Spielphasen: einen starken Start, eine starke Phase nach der Pause und am Ende den Moment, in dem seine Mannschaft einen schon greifbaren Sieg wieder aus der Hand gab.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Blitzstart, dann drehte sich die erste Halbzeit

Der Beginn passte für den SC St. Veit zunächst perfekt. Schon in der 3. Minute brachte Sebastian Gerhard Weiss seine Mannschaft mit 1:0 in Führung, und genau diese Anfangsphase hob Arno Paul Kozelsky nach dem Schlusspfiff besonders hervor. „Wir sind richtig gut in das Spiel reingestartet und haben gleich in der ersten Aktion das 1:0 geschossen“, sagte der Trainer. Für ihn waren die ersten 15 Minuten klar auf Seiten seiner Mannschaft. Danach aber kippte die Partie. SAK Klagenfurt wurde stärker, kam besser in die Zweikämpfe und fand immer mehr ins Spiel. Kozelsky formulierte es deutlich: „Ab der 15. Minute ist SAK Klagenfurt besser geworden, hat dann verdient den Ausgleich gemacht und war bis zur Pause die viel bessere Mannschaft.“ Der Treffer von Mark Serbec in der 29. Minute zum 1:1 passte damit genau zu jenem Eindruck, den der Trainer von SC St. Veit von dieser Phase hatte.

Nach der Pause legte SC St. Veit spürbar zu

Wichtig aus Sicht von SC St. Veit war dann die Reaktion nach dem Seitenwechsel. Kozelsky sprach davon, dass seine Mannschaft in der Pause umgestellt habe, und diese Veränderung machte sich laut seiner Einschätzung sofort bemerkbar. SC St. Veit kam mit viel Druck aus der Kabine, gewann die Bälle höher und trat wieder deutlich aktiver auf. Diese Phase spiegelte sich auch im Ergebnis wider. In der 61. Minute stellte Alexander Hofer auf 2:1, nur zwei Minuten später erhöhte Maximilian Gert Rupitsch auf 3:1. Für den Trainer waren das die besten Minuten seines Teams an diesem Abend. „Die 25 Minuten nach der Halbzeit waren richtig gut. Wir waren aggressiv, haben die Bälle hoch gewonnen und waren mit dem Ball richtig gut“, sagte Kozelsky. Gerade diese Passage war für ihn mehr als nur eine gute Phase im Spiel. „Das waren richtig gute Minuten, auf denen wir aufbauen können“, sagte er.

Der Knackpunkt kam direkt nach dem 3:1

Dass aus dieser starken zweiten Halbzeit am Ende trotzdem kein Sieg wurde, erklärte Kozelsky vor allem mit dem Umgang seiner Mannschaft nach dem 3:1. Für ihn lag genau dort der entscheidende Moment der Partie. „Nach dem 3:1 waren wir richtig gut im Spiel und haben durch ein bisschen Leichtsinnigkeit SAK Klagenfurt wieder zurück ins Spiel kommen lassen“, sagte der Trainer. Der Anschlusstreffer von Sinan Samardzic in der 68. Minute veränderte die Lage sofort wieder, weil SAK Klagenfurt damit zurück im Spiel war. Kozelsky sprach in diesem Zusammenhang auch von einer Unaufmerksamkeit, die seiner Mannschaft am Ende teuer zu stehen kam. „Wir haben uns vielleicht schon zu sehr als Sieger gesehen und waren ein bisschen zu lässig“, sagte er. Dass Matthias Woschitz in der 85. Minute noch das 3:3 erzielte, war für den Trainer deshalb kein Zufall, sondern die Folge davon, dass SC St. Veit die Kontrolle nicht konsequent genug hielt.

Viele Chancen, Respekt vor dem Gegner und ein gerechtes Remis

Trotz des späten Ausgleichs fiel die Analyse von Kozelsky nicht nur kritisch aus. Er sah in diesem Auftaktspiel auch einige klare positive Punkte. „Wir haben viele Chancen kreiert, das war sicher einer der positiven Aspekte von dem Spiel“, sagte der Trainer. Dazu kam, dass er SAK Klagenfurt ausdrücklich lobte. Der Gegner habe ihn überrascht, meinte Kozelsky, und zwar im positiven Sinn. „SAK Klagenfurt ist eine richtig gute Mannschaft mit vielen guten Fußballern, die spielerisch sehr gut sind und extrem guten Fußball gespielt haben“, sagte er. Genau deshalb ordnete er das Endergebnis am Ende nüchtern ein. „Wie wir das Spiel gesehen haben, war es wahrscheinlich ein gerechtes 3:3.“ Für SC St. Veit steht damit zum Auftakt ein Punkt, verbunden mit zwei klaren Erkenntnissen: Die Mannschaft kann in starken Phasen ein Spiel klar an sich ziehen, jedoch hat sie sich an diesem Abend nach einer 3:1-Führung nicht belohnt.

Kärntner Liga: SC St. Veit : SAK - 3:3 (1:1)

  • 85
    Matthias Woschitz 3:3
  • 68
    Sinan Samardzic 3:2
  • 63
    Maximilian Gert Rupitsch 3:1
  • 61
    Alexander Hofer 2:1
  • 29
    Mark Serbec 1:1
  • 3
    Sebastian Gerhard Weiss 1:0