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„Wir haben defensiv alles reingehauen“ – TSV Grafenstein startet mit 2:0 in Sirnitz

SGA Sirnitz
TSV Grafenstein

Zum Auftakt der Kärntner Liga hat der TSV Grafenstein die schwere Auswärtshürde bei der SGA Sirnitz mit 2:0 bewältigt. Bernhard Walzl traf doppelt, doch Trainer Alexander Stroj sprach danach nicht von einem lockeren Auftakt. Nach einer starken Anfangsphase wurde es für seine Mannschaft lange unangenehm, ehe der zweite Treffer in der 88. Minute alles klar machte.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Grafenstein erwischt den besseren Start und belohnt sich früh

Aus Sicht von Alexander Stroj war der Beginn der Schlüssel dafür, dass der TSV Grafenstein am Ende mit drei Punkten nach Hause fuhr. Der Trainer schilderte eine Anfangsphase, in der seine Mannschaft sofort das Kommando übernahm und die SGA Sirnitz stark unter Druck setzte. „Wir sind extrem gut gestartet“, sagte Stroj, der gleich mehrere gute Aktionen seiner Elf ansprach. Neben einer großen Möglichkeit allein vor dem Torhüter und einem Stangenschuss fiel auch das 1:0 nach einem Eckball. Bernhard Walzl verwertete diesen und brachte den TSV Grafenstein schon in der 8. Minute in Führung. Stroj sprach sogar von einer „extremen Überlegenheit“ in dieser Phase und meinte: „Wir haben sie eigentlich erdrückt.“ Umso mehr störte ihn, dass seine Mannschaft aus diesem klaren Plus zunächst nur ein Tor machte. „Leider sind wir in dieser Phase nur mit einem Tor in Führung gegangen“, hielt der Trainer fest. Mit dem 0:1 ging es schließlich auch in die Pause.

Sirnitz findet ins Spiel und macht die Partie lange offen

Gerade weil der TSV Grafenstein den starken Beginn nicht besser ausnutzte, blieb die Partie nach den ersten 15 Minuten offen. Stroj machte keinen Hehl daraus, dass die SGA Sirnitz danach immer besser in die Begegnung kam und den Gästen alles abverlangte. „Danach hat sich Sirnitz sehr gut gefunden und uns einen tollen Fight geliefert“, sagte der Trainer. Er sprach von einem Spiel, das „von der fünfzehnten bis zur achtzigsten Minute eine hart umkämpfte Partie“ gewesen sei. Der TSV Grafenstein hatte laut Stroj zwar immer das Gefühl, das seine Mannschaft das Match gewinnen  wird, einfach wurde es aber nicht. „Die Partie hätte kippen können. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir gewinnen werden, aber es war zwischenzeitlich schon auf Messers Schneide“, erklärte er. Vor allem bei Standards erkannte er Gefahr: Die SGA Sirnitz sei „brandgefährlich aus Standardsituationen“ gewesen und habe insgesamt aggressiv gespielt. Dazu kam, dass der TSV Grafenstein mehrere Konterchancen vor dem 2:0 nicht verwerten konnte. So blieb es bis tief in die Schlussphase eng, ehe Bernhard Walzl in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends den Deckel auf den Auswärtssieg setzte.

Stroj lobt die Mentalität und sieht trotzdem noch viel Arbeit

Dass der TSV Grafenstein diese enge Phase überstand, führte Alexander Stroj vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. Der Trainer hob nicht eine einzelne Aktion oder ein bestimmtes Tor besonders hervor, sondern die Haltung seiner Mannschaft in einem schwierigen Auswärtsspiel. „Ich würde sagen, dass wir auch in der Phase, in der wir nicht so guten Fußball gespielt haben und die Partie sehr umkämpft war, defensiv alles reingehauen haben, gegen den Ball kompakt geblieben sind und die richtige Mentalität an den Tag gelegt haben“, sagte Stroj. Gerade das sei an diesem Tag „am auffälligsten“ gewesen. Gleichzeitig wollte er den Sieg nicht größer machen, als er ist. Trotz des gelungenen Starts sieht er bei seiner Mannschaft noch viel Luft nach oben. „Verbesserungspotenziale gibt's in allen Bereichen“, stellte Stroj klar und ergänzte, dass der TSV Grafenstein „bis auf die ersten fünfzehn Minuten das restliche Spiel sicher nicht annähernd auf unserem Top-Niveau gespielt“ habe. Den Gegner schätzte er ebenfalls hoch ein. Nach der schwierigen Phase zu Beginn sei die SGA Sirnitz „extrem giftig und unangenehm zu bespielen“ gewesen. Stroj rechnet deshalb damit, dass auch andere starke Teams in Sirnitz Probleme bekommen werden. Umso höher ordnete er den Auftaktsieg ein: Für ihn war es „eine der schwersten Auswärtspartien im Kalender“, die seine Mannschaft gleich zu Beginn positiv lösen konnte.

Kärntner Liga: Sirnitz : Grafenstein - 0:2 (0:1)

  • 88
    Bernhard Walzl 0:2
  • 8
    Bernhard Walzl 0:1