In der Kärntner Liga hat sich SGA Sirnitz in Runde zwei mit 2:1 gegen SV Sportastic Spittal durchgesetzt, obwohl Trainer Bernhard Rekelj den Sieg sehr nüchtern einordnete. Nach einer starken ersten halben Stunde und dem 1:0 durch Florian Pechmann wurde es für die Hausherren noch einmal eng. Erst in der 89. Minute fiel die Entscheidung, obwohl Rekelj offen sagte: "Ein Unentschieden wäre fair gewesen."

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Start sprach klar für SGA Sirnitz. Rekelj war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Anpfiff sehr einverstanden und beschrieb vor allem die erste halbe Stunde als jene Phase, in der sein Team das Spiel an sich zog. "Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen. Die erste halbe Stunde waren wir entscheidend besser", sagte der Trainer. In dieser Phase erarbeitete sich SGA Sirnitz mehrere Möglichkeiten und ging in der 19. Minute auch in Führung, als Florian Pechmann das 1:0 erzielte. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. Nur vier Minuten später kam SV Sportastic Spittal durch Kristijan Jelic zum 1:1, ein Gegentor, das Rekelj als Treffer "aus dem Nichts" beschrieb.
Dass es mit dem 1:1 in die Pause ging, passte aus Sicht des Trainers nur bedingt zum Verlauf der ersten Hälfte. Gerade darin sah er die größte Stärke seiner Mannschaft, weil SGA Sirnitz diese erste Halbzeit so auf den Platz brachte, wie es geplant war. "Wir haben die erste Halbzeit so durchgespielt, wie wir wollten", sagte Rekelj. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber spürbar. Der Trainer machte keinen Versuch, das schönzureden. "In der zweiten Halbzeit war Spittal sicher besser als wir", meinte er und sprach damit genau jene Phase an, in der SV Sportastic Spittal mehr vom Spiel hatte und SGA Sirnitz deutlich stärker gefordert war als noch vor der Pause.
Vor allem hinten musste SGA Sirnitz jetzt ordentlich arbeiten. Rekelj hob ausdrücklich hervor, dass SV Sportastic Spittal in dieser Phase "richtig gute Chancen" hatte und dass sein Tormann Florian Zitterer die Mannschaft mit starken Paraden im Spiel hielt. Genau deshalb fiel das Fazit des Trainers trotz des Sieges ungewöhnlich offen aus. "Eigentlich wäre ein Unentschieden fair gewesen", sagte er. Die Entscheidung fiel dann doch noch auf Seiten von SGA Sirnitz. In der 89. Minute erzielte Marco Huber das 2:1. Auch die Leistung des Unparteiischen beurteilte Rekelj knapp und klar: "Die Schiedsrichterleistung war definitiv in Ordnung."
So blieb am Ende ein Heimsieg, der SGA Sirnitz in Runde zwei die drei Punkte brachte, ohne dass Rekelj seine Mannschaft damit aus der Pflicht nimmt. Vielmehr sprach er nach dem Abpfiff sofort jene Bereiche an, in denen noch Luft nach oben ist. "Die Zuordnung im Mittelfeld müssen wir sicher verbessern, und auch die Chancenauswertung", sagte der Trainer. Gerade diese beiden Punkte passten zu seinem Gesamtbild des Abends: vorne hätte SGA Sirnitz die starke Anfangsphase früher klarer nutzen können, hinten geriet die Ordnung nach der Pause zu oft ins Wanken. Mit drei Punkten aus zwei Spielen hat SGA Sirnitz damit zumindest angeschrieben, während SV Sportastic Spittal nach zwei Runden weiter auf die ersten Zähler warten muss.