In der Kärntner Liga hat SC St. Veit am Freitag bei FC-WR Nußdorf/Debant mit 3:0 gewonnen und dabei vor allem bei Standards den Unterschied gemacht. Trainer Arno Paul Kozelsky sah einen verdienten Auswärtssieg, weil seine Mannschaft zwei ruhende Bälle konsequent nutzte, die Umschaltmomente der Gastgeber gut wegverteidigte und sich nach einer langen Unterbrechung sauber in die Partie hineinarbeitete, sodass das Ergebnis aus seiner Sicht auch in Ordnung ging.

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Die Partie begann mit einer ungewöhnlich langen Pause. Schon nach rund einer Minute musste unterbrochen werden, weil bei den Gastgebern auf die Rettung gewartet werden musste. "Das war ein unguter Start", sagte Arno Paul Kozelsky nach dem Spiel. Danach sei SC St. Veit aber gut in die Begegnung gekommen, auch wenn die erste Phase laut dem Trainer noch relativ ausgeglichen gewesen sei. Leicht zu bespielen war FC-WR Nußdorf/Debant nicht, trotzdem fand der Tabellenführer im Laufe der ersten Halbzeit immer besser hinein. Den Unterschied machten dann genau jene Situationen, die Kozelsky später mehrfach hervorhob. In der 29. Minute brachte Raphael Lukas Kulterer SC St. Veit in Führung, in der 44. Minute legte Julian Brandstätter das 2:0 nach. "Unsere Standardsituationen waren in der ersten Hälfte extrem gefährlich, und wir haben daraus auch zwei Tore erzielt", sagte der Trainer. Für ihn war das der erste entscheidende Baustein, weil seine Mannschaft zugleich die Umschaltmomente des Gegners gut wegverteidigte.
Kozelsky verschwieg dabei nicht, dass seine Mannschaft nach dem 1:0 noch ein, zwei Kontermöglichkeiten zuließ. Gerade deshalb maß er dem zweiten Treffer vor der Pause besondere Bedeutung bei. "Mit dem 2:0 war ein bisschen mehr Sicherheit bei uns", sagte er. Diese Sicherheit war nach dem Seitenwechsel auch sofort zu sehen, denn in der 51. Minute erhöhte Fabian Johann Stornig auf 3:0. Der Trainer fand für diesen Treffer sogar besonders markante Worte: "Das dritte Tor war aus 60 Metern aus der eigenen Hälfte, das ist, glaube ich, das Tor des Jahres." Danach hatte SC St. Veit die Partie aus seiner Sicht im Griff. "Dann haben wir in der zweiten Halbzeit das 3:0 gemacht und danach war es eigentlich ganz souverän", so Kozelsky. Er meinte auch, dass noch ein oder zwei weitere Tore möglich gewesen wären. Gleichzeitig ordnete er den Gegner fair ein. FC-WR Nußdorf/Debant sei "unheimlich aggressiv" und "sehr kampfbetont" aufgetreten, habe daheim unbedingt etwas mitnehmen wollen und den Gästen damit über weite Strecken eine unangenehme Aufgabe gestellt.
In seiner Gesamtanalyse führte Kozelsky den Sieg nicht nur auf die beiden Standards vor der Pause zurück. Er sah SC St. Veit auch im eigenen Spiel mit Ball im Vorteil. "Wir waren im Ballbesitz richtig gut und haben unsere Idee vom Fußball gut auf den Platz gebracht", sagte er. Den entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Teams fasste er klar zusammen: SC St. Veit habe seine Standards "richtig gut genutzt" und sei "im Ballbesitz ein bisschen besser" gewesen. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. Mehr Konzentration, gerade gegen den Ball, würde aus seiner Sicht noch einen weiteren Schritt nach vorne bringen, weil in manchen Situationen zu leicht nachgelassen worden sei. Ein Extralob hob er sich außerdem für den jungen Torwart auf, der in der Kärntner Liga sein Debüt feierte. "Fürs erste Mal hat er das richtig gut gemacht", sagte Kozelsky. Auch die Spielleitung gefiel ihm, der Schiedsrichter sei "sehr unauffällig" gewesen und habe die strittigen Szenen aus seiner Sicht richtig bewertet. Für SC St. Veit ist dieses 3:0 damit nicht nur ein klarer Auswärtssieg, sondern auch ein gelungener Start in die Saison, der das Team nach zwei Runden mit vier Punkten an die Tabellenspitze bringt.