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"Abstiegskandidat gewinnt gegen Titelaspirant" - KAC 1909 setzte den Matchplan beim 2:0 im Stadtderby perfekt um!

SAK Klagenfurt
KAC 1909

In der Kärntner Liga hat KAC 1909 am zweiten Spieltag mit einem 2:0 bei SAK Klagenfurt nachgelegt und dabei laut Trainer Christian Rauter genau das umgesetzt, was die Woche über vorbereitet worden war. Der Coach sprach von einer „top Vorbereitung und Umsetzung im Training“ und einem „überragenden Transfer des erarbeiteten ins Match“ seiner Mannschaft. Nach einer klaren ersten Hälfte brachte Denin Matoruga die Gäste in Führung, Jonas Reithofer sorgte nach der Pause für die Entscheidung.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Vor der Pause hatte KAC 1909 klar mehr vom Spiel

Rauter hatte nach dem Schlusspfiff wenig Zweifel daran, warum die Partie in diese Richtung gelaufen ist. Auf die Frage, wann er gespürt habe, dass das Spiel sich zu Gunsten des KAC 1909 entwickeln könnte, antwortete er knapp: „Vom Beginn an.“ Für den Trainer war dieses Gefühl aber nicht erst am Samstag da, sondern schon in der gesamten Vorbereitung  auf die Partie. „Wir haben den Gegner per Videoanalyse genau studiert, in den einzelnen Trainingseinheiten die Jungs auf das was kommen wird, vorbereitet.“, sagte er. Genau das habe man dann vor allem in den ersten 45 Minuten gesehen. „Wir waren in der ersten Halbzeit klar spielbestimmend, haben das Spiel mit dem Ball dominiert und auch gegen den Ball beherrscht.“ KAC 1909 hatte nach seiner Einschätzung viel mehr vom Spiel und belohnte sich in der 31. Minute auch am Spielstand. Nach einem Ballgewinn durch Alexander Kerhe in der eigenen Hälfte schalteten die Gäste schnell um, Edin Serdarevic steckte tief durch und Denin Matoruga der natürlich wusste, dass der gegnerische IV oft rutscht, nützte das aus und erzielte so das 0:1. Mit diesem Vorsprung ging KAC 1909 auch in die Pause.

Nach der Pause bleibt KAC 1909 konsequent

Im zweiten Durchgang veränderte sich der Rhythmus der Partie etwas, ohne dass KAC 1909 den Faden verlor. Rauter führte das auch auf die äußeren Bedingungen zurück. „Aufgrund der Hitze hat das Spiel in der zweiten Halbzeit nachgelassen. Der Gegner musste natürlich mehr fürs Spiel machen, ohne wirklich richtig gefährlich zu werden, weil wir frühzeitig sensationell gut verteidigt haben“, sagte der Trainer. Der SAK Klagenfurt kam dadurch zwar öfter in Ballbesitz, wirklich zwingend wurde es nach Rauters Eindruck aber nur selten. „Der Gegner hat seine Chancen nicht ausgespielt und wenn er zum Abschluss gekommen ist, ging der Torschuss oft weit über das eigene Tor.“ KAC 1909 blieb dagegen im Umschalten gefährlich und legte in der 63. Minute nach. Wieder begann die Aktion mit einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte durch Noa Mosser, wieder ging es schnell über Denin Matoruga, Edin Serdarevic nach vorne, Milan Mosser löste das 1 gegen 1 so wie wir es im Training einfordern individuell sehr gut und legte den Ball quer auf Jonas Reithofer der wieder das einknicken des IV ausnützte, auf links legen konnte und selbst im fallen das 0:2 erzielte. Dass die Gäste auch danach noch die besseren Möglichkeiten hatten, machte Rauter an einer Szene kurz vor Schluss fest: „Allein der Stangenschuss in der 90. Minute von Serdarevic.“

Analyse, Ballgewinne und klare Abläufe als Schlüssel

Besonders zufrieden war Rauter mit der Art, wie seine Mannschaft die eigenen Überlegungen auf den Platz gebracht hat. „Beide Tore waren aus Ballgewinnen in der eigenen Hälfte“, erklärte er und sah darin die Bestätigung für die Arbeit vor dem Spiel. Vor allem das Verhalten in Ballbesitz gefiel ihm. „Unsere größte Stärke war heute definitiv, dass wir das umgesetzt haben, was wir ausgearbeitet haben.“ Rauter sprach von guten Entscheidungen, mutigen Pässen in die Tiefe und einer Mannschaft, die auch gegen den Ball „sehr bissig“ gewesen sei. Dazu kam aus seiner Sicht ein körperlicher Vorteil, den er auf den Trainingsalltag zurückführte. „Da merkt man einfach, dass körperlich, gepaart mit dem Fußballtraining, richtig viel weitergeht.“ Gleichzeitig wollte der Trainer den Gegner nicht kleinreden. Er bezeichnete den SAK Klagenfurt ausdrücklich als fußballerisch gute Mannschaft und verwies dabei auch auf die Qualität von Zan Benedicic. Über die gesamte Spielzeit sei KAC 1909 aber „mit Fußball, Leidenschaft und Athletik“ das bessere Team gewesen.

Rauter bleibt trotz perfekten Starts bodenständig

Trotz des zweiten Sieges im zweiten Spiel wollte Rauter den Erfolg nicht größer machen, als er ist. Der Blick ging schnell weiter zum nächsten Gegner FC-WR Nußdorf und zu den Punkten, die KAC 1909 in dieser Saison noch holen will. „Wir werden auf unsere Tugenden schauen“, sagte er und erinnerte daran, dass der Verein im Vorjahr noch ganz andere Sorgen hatte. „Wir werden als Abstiegskandidat gehandelt, und da müssen wir schauen, dass wir unsere 35 Punkte sammeln, damit wir recht zügig hinten rauskommen.“ Genau deshalb soll der starke Auftritt in Klagenfurt nur die Basis für die nächsten Wochen sein. Rauter kündigte an, die nächsten vier Trainingseinheiten wieder voll zu nutzen, um die Mannschaft „technisch weiterzuentwickeln“, athletisch zu verbessern und taktisch auf FC-WR Nußdorf vorzubereiten. Auch zur Spielleitung hatte er ein klares, ruhiges Fazit: „Strittige Szenen hat es keine gegeben. Für mich war das Schiedsrichterteam ganz unauffällig, das hat super gepasst.“

Kärntner Liga: SAK : KAC 1909 - 0:2 (0:1)

  • 63
    Jonas Reithofer 0:2
  • 31
    Denin Matoruga 0:1