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„Dass wir die ersten Chancen überstanden haben, war entscheidend“ – KAC 1909 macht aus frühem Wackler ein 6:0

KAC 1909
FC-WR Nußdorf

In der Kärntner Liga hat KAC 1909 den FC-WR Nußdorf/Debant mit 6:0 besiegt, doch so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Abend aus Sicht von Trainer Christian Rauter lange nicht. Der KAC 1909 wackelte in der Anfangsphase mehrmals, bekam die Partie erst nach der Trinkpause in den Griff und schlug dann vor allem im letzten Drittel mit viel Qualität zu.

Nahaufnahme auf die beine zweier Spieler

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Der KAC 1909 übersteht die heikle Anfangsphase

Rauter machte gleich nach dem Schlusspfiff deutlich, dass der hohe Sieg nicht darüber hinwegtäuschen darf, wie schwierig die ersten Minuten waren. Wegen der Hitze und nach, wie er selbst sagte, „harten Trainingswochen“ stellte der KAC 1909 sein Verhalten gegen den Ball bewusst um. „Wir haben unsere Struktur gegen den Ball verändert, um mit der Energie auszuhalten“, erklärte der Trainer. Dazu kam, dass die Bedingungen mit Ball für seine Mannschaft nicht einfach waren. „Auf den Unterbodenverhältnissen war es für uns schwierig“, sagte Rauter. Entsprechend nervös begann die Partie auch. Schon in der 3. Minute servierte der KAC 1909 dem Gegner laut Trainer „durch einen technischen Fehler gleich die erste Chance“, wenig später folgte nach einer Umschaltaktion des Gegners die nächste große Möglichkeit. In der 8. Minute sprach Rauter sogar von einer „Dreifachchance“ für die Gäste. Für ihn lag genau darin der Knackpunkt des Spiels: „Dass wir die Anfangsphase und die ersten Chancen von Nußdorf überstanden haben, war der wichtigste Moment.“

Nach der Trinkpause kam die Kontrolle, vor der Pause schlug Denin Matoruga doppelt zu

Erst nach rund 25 Minuten, also nach der Trinkpause, kippte die Partie in Richtung der Hausherren. Rauter sagte dazu klar: „Nach der Trinkpause haben wir das Spiel unter Kontrolle gehabt.“ Ganz ohne brenzlige Momente verlief die restliche erste Halbzeit zwar nicht, denn der Trainer erinnerte auch noch an „zwei Chancen nach abgefälschten Bällen“ der Gäste kurz vor der Pause. Trotzdem war da schon zu sehen, dass der KAC 1909 mehr Zugriff bekam und sich vorne häufiger in gute Räume spielte. Belohnt wurde das in der 38. Minute, als Denin Matoruga das 1:0 erzielte. Kurz vor dem Pausenpfiff legte derselbe Spieler in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das 2:0 nach. Rauter hob dabei nicht nur die Tore hervor, sondern vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft im letzten Drittel die Situationen löste. Genau das imponierte ihm besonders, weil die Partie nach dem schwierigen Beginn plötzlich eine klare Richtung bekam.

Die individuelle Qualität machte den Unterschied

Mit dem 2:0 im Rücken blieb der KAC 1909 auch nach dem Seitenwechsel am Drücker. Schon in der 49. Minute schnürte Denin Matoruga seinen Dreierpack und stellte auf 3:0. Spätestens da war die Partie auf die Seite der Heimischen gekippt. Rund um die 73. Minute folgten dann das 4:0 durch Milan Mosser und das 5:0 durch Mihret Topcagic, ehe Topcagic in der Nachspielzeit mit dem 6:0 den Schlusspunkt setzte. Rauter führte diese Tore direkt auf die Arbeit der Woche zurück. „Wir haben am ersten Trainingstag viel Eins gegen eins trainiert, und heute sind vier Tore aus einem Eins gegen eins entstanden. Das ist dann schon cool, wenn man etwas trainiert und es im Spiel umgesetzt wird“, sagte er. Dazu passt auch seine grundsätzliche Idee: „Ich lege einen großen Fokus darauf, dass wir im ersten und zweiten Drittel Struktur haben. Das letzte Drittel sollte man den Spielern selbst zurückgeben.“ Genau dort sah er die große Stärke seines Teams. „Die individuelle Qualität im letzten Drittel hat mir am meisten imponiert“, so Rauter.

Rauter lobt den Gegner und sieht sein Team auf einem guten Weg

Trotz des 6:0 fiel Rauters Blick auf den Gegner bemerkenswert respektvoll aus. Für ihn spiegelt das Ergebnis den Spielbeginn nur unvollständig wider. „In der Regel müssen sie 2:0 führen, und dann ist es ziemlich sicher ein ganz anderes Spiel“, sagte der Trainer über FC-WR Nußdorf/Debant. Er sprach sogar von einer „richtig guten Mannschaft“, die gegen den Ball kompakt auftrete und sich aus ihrer aktuellen Lage wieder herausarbeiten werde. Gerade deshalb wertete er den Auftritt seiner Mannschaft nach dem schwierigen Start hoch. Neben den Lösungen vorne gefiel ihm auch, wie seine Spieler die Belastung annahmen. „Obwohl man gemerkt hat, dass sie müde sind, haben sie mit der Mentalität drüber gearbeitet und bis zum Schluss alles in die Waagschale geworfen“, sagte Rauter. Für den KAC 1909 bedeutet dieser deutliche Heimsieg den dritten Erfolg im dritten Spiel und damit die Tabellenführung. Dass der Abend trotzdem nicht nur Jubel, sondern auch einige klare Erkenntnisse brachte, machte der Trainer nach dem Schlusspfiff unmissverständlich deutlich.

Kärntner Liga: KAC 1909 : Nußdorf - 6:0 (2:0)

  • 91
    Mihret Topcagic 6:0
  • 73
    Mihret Topcagic 5:0
  • 73
    Milan Luka Mosser 4:0
  • 49
    Denin Matoruga 3:0
  • 47
    Denin Matoruga 2:0
  • 38
    Denin Matoruga 1:0