Spielberichte

"Wir haben einfach zu wenig Tore gemacht": SV Sportastic Spittal hadert nach 2:2 mit dem Remis

SV Spittal/Drau
Sportunion Matrei

In der Kärntner Liga musste sich SV Sportastic Spittal am Freitagabend gegen Sportunion Matrei in Osttirol mit einem 2:2 begnügen. Nach Rückstand drehte die Heimelf die Partie noch vor und kurz nach der Pause, gab den möglichen Sieg aber in der Nachspielzeit wieder her. Sportlicher Leiter Wolfgang Oswald sprach trotzdem von einem Schritt nach vorne, haderte aber klar mit der Chancenverwertung und der fehlenden Konsequenz in der Defensive.

Torwart wartet auf Eckball

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Vom Rückstand zur eigenen Führung

Die Partie nahm aus Sicht von SV Sportastic Spittal einen Verlauf, der lange nach einem Heimsieg aussah. In der 30. Minute ging Sportunion Matrei in Osttirol durch Benjamin Cosic mit 1:0 in Führung. Oswald schilderte diese Szene so: "Das 1:0 war eine Flanke über die rechte Seite, dann nahm Benjamin Cosic den Ball mit der Brust an und traf mit einem tollen Schuss ins Kreuzeck." SV Sportastic Spittal fand aber noch vor der Pause die richtige Antwort. In der 42. Minute spielte Stefan Kofler einen Pass in den Sechzehner, Matthias Mitterdorfer überspielte gekonnt den Tormann und stellte auf 1:1. Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber nach. In der 51. Minute kam ein Ball in die Tiefe, Mersad Ramic erkannte die Situation am schnellsten, setzte sich im Duell mit dem Tormann durch und brachte SV Sportastic Spittal mit 2:1 in Führung. Dass es am Ende trotzdem nicht zum Sieg reichte, lag am späten Ausgleich: Jonathan Panzl traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:2.

Oswald sieht einen Schritt nach vorne

Trotz des späten Gegentreffers wollte Wolfgang Oswald den Auftritt seiner Mannschaft nicht nur auf das Resultat reduzieren. Der Sportliche Leiter sah vielmehr eine Entwicklung, die ihm wichtig war. "Es war ein weiterer Schritt vorwärts unserer Mannschaft. Wir haben diesmal eine große Anzahl an Chancen kreiert, aber nur zwei Tore gemacht. Von den Chancen her hätten wir etliche Tore mehr machen können", sagte Oswald. Genau dort lag für ihn auch der größte Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem möglichen Heimsieg. Dass es am Ende bei einem Punkt blieb, ordnete er nüchtern ein, ohne den Ärger ganz zu verbergen. "Im Fußball zählen nur die Tore und da steht es 2:2, somit ist die Punkteteilung mit jeweils einem Punkt gerecht. Anhand der großen Anzahl an Chancen hätten wir uns den Sieg verdient." 

Zu wenig Konsequenz in beiden Strafräumen

Oswald wurde nach dem Spiel auch bei den Gründen für das Remis deutlich. Für ihn lag das Problem nicht in einer grundsätzlichen Schwäche des Auftritts, sondern in ganz konkreten Punkten. "Wir haben diesmal eine große Anzahl an Chancen kreiert. Das war der Schritt vorwärts, aber wir haben einfach zu wenig Tore gemacht. Und zwei Tore in einem Heimspiel sind auch zu viel." Damit sprach er sowohl die mangelnde Chancenauswertung als auch die Defensivarbeit an. Später brachte er es noch klarer auf den Punkt: "Unsere mangelnde Chancenauswertung und zuletzt zu wenig Konsequenz in der Defensivarbeit waren ausschlaggebend." Den Gegner erlebte Oswald als das, was man von Sportunion Matrei in Osttirol erwarten durfte. "Es ist eine sehr kampfstarke Mannschaft, die das auch heute wieder bewiesen hat", meinte er. Diskussionen um andere Themen wollte er gar nicht erst aufmachen. "Diskussion gibt's eigentlich keine. Das Schiedsrichterteam war stabil." So blieb unterm Strich vor allem die eigene Leistung das zentrale Thema.

Jetzt soll der nächste Schritt folgen

Dass Wolfgang Oswald nach dem 2:2 trotzdem nicht nur haderte, lag auch daran, dass er bei SV Sportastic Spittal einen klaren Plan erkennt. "Die Mannschaft hat den Matchplan des Trainers eingehalten und daran müssen wir jetzt weiterarbeiten", sagte er. Der Auftritt gegen Sportunion Matrei in Osttirol war für ihn also kein Rückschlag, sondern eher ein Hinweis darauf, dass die Richtung stimmt, auch wenn das Ergebnis noch nicht ganz dazu passt. Entscheidend wird nun sein, ob SV Sportastic Spittal die angesprochenen Punkte rasch korrigieren kann. Oswald kündigte an, dass in der nächsten Trainingswoche genau an diesen Defiziten gearbeitet werden soll. Danach wartet bereits die nächste Aufgabe, denn am kommenden Samstag geht es für SV Sportastic Spittal auswärts zum SC Landskron. Dort wird sich zeigen, ob auf den von Oswald beschriebenen Schritt nach vorne auch endlich der nächste im Ergebnis folgt.

Kärntner Liga: Spittal/Drau : Sportunion Matrei - 2:2 (1:1)

  • 93
    Jonathan Panzl 2:2
  • 51
    Mersad Ramic 2:1
  • 42
    Matthias Mitterdorfer 1:1
  • 30
    Benjamin Cosic 0:1