Spielberichte

„Wir waren zu wenig entschlossen“ – Spittal lässt in Landskron erneut zu viele Chancen liegen

SC Landskron
SV Spittal/Drau

In der Kärntner Liga hat SC Landskron am Samstag SV Sportastic Spittal mit 2:0 bezwungen. Aus Sicht der Gäste erzählt das Ergebnis aber nur einen Teil der Partie, weil Spittal laut Sportlichem Leiter Wolfgang Oswald über weite Strecken mehr vom Spiel und die klareren Chancen hatte. Ausschlaggebend war für ihn, dass seine Mannschaft ihre Möglichkeiten nicht nutzte, während Landskron aus wenig viel machte.

Schuhe mit Tornetz

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Weitschuss zur Führung, Innenlatte auf der Gegenseite

Für Oswald lag schon im ersten Durchgang viel von dem offen, was den Abend schließlich entschied. Spittal kam laut eigener Einschätzung zu Möglichkeiten, belohnte sich aber nicht, während Landskron in der 30. Minute zuschlug: Jonas Jakob Armin Steinwender traf zum 1:0. Aus Sicht der Gäste wäre wenig später beinahe die direkte Antwort gelungen. „Das 1:0, wo Landskron aus einem Weitschuss trifft, war sicher eine wichtige Szene“, sagte Oswald. „Fast im Gegenzug springt ein Schuss von Miha Kostanjsek von der Innenlatte zurück ins Feld.“ So ging es mit einem 0:1 in die Pause, obwohl Spittal die Partie nach Ansicht seines Sportlichen Leiters keineswegs aus der Hand gegeben hatte.

Fünf Topchancen nach der Pause und trotzdem kein Tor

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Spittal im Spiel und hatte laut Oswald sogar seine stärkste Phase. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine gute Drangperiode mit fünf Topchancen, aber wir haben kein Tor gemacht“, schilderte der Sportliche Leiter. Genau darin lag für ihn der entscheidende Punkt. „Es war für uns wieder ein sehr chancenreiches Spiel, in dem wir aus vielen Chancen leider keine Tore gemacht haben“, sagte er, ehe er nachschob: „Wir waren zu wenig entschlossen und zu wenig hartnäckig, unsere Chancen auch zu verwerten.“ Landskron hielt dagegen, verteidigte den Vorsprung und setzte spät noch den zweiten Stich. In der 88. Minute machte Jure Zupan mit dem 2:0 endgültig alles klar.

Mehr Ballbesitz, aber Landskron zieht sein Konzept durch

Bei aller Enttäuschung wollte Oswald die eigene Leistung deshalb nicht nur auf das Resultat reduzieren. „Wir waren gefühlt bei sechzig Prozent Ballbesitz im Spiel und hatten eine deutliche Chancenmehrheit“, meinte er. Gerade deshalb fiel seine Einordnung differenziert aus, denn für ihn war durchaus Positives dabei, auch wenn die Punkte in Landskron blieben. „Daran müssen wir weiterarbeiten und das Glück erzwingen, dann werden früher oder später auch wieder Erfolge machbar sein.“ Gleichzeitig verteilte er ein klares Kompliment an den Sieger: „Landskron hat ganz stark gegen den Ball gearbeitet, über neunzig Minuten sein Konzept durchgezogen und aus einem Minimum an Chancen Tore gemacht. So gewinnt man Fußballspiele.“ Damit war für Oswald auch klar, warum die Gastgeber am Ende als verdienter Sieger vom Platz gingen.

Keine Ausreden und ein klarer Auftrag für die Trainingswoche

Ausreden suchte der Spittaler Sportliche Leiter jedenfalls keine. Auch das Schiedsrichterteam nahm er ausdrücklich aus der Diskussion. „Das Schiedsrichterteam war souverän“, sagte Oswald. Der Blick geht nun nach vorne, auch wenn die Ursache für die schwache Verwertung aus seiner Sicht unmittelbar nach Schlusspfiff noch nicht endgültig benannt werden konnte. „Das kann ich im Moment noch nicht sagen. Wir werden das in der nächsten Trainingswoche aufarbeiten und versuchen, das im nächsten Spiel zu verbessern“, erklärte Oswald. Nach dem 0:2 in Landskron bleibt bei Spittal also weniger die Frage nach dem Aufwand als jene nach dem Ertrag.

Kärntner Liga: Landskron : Spittal/Drau - 2:0 (1:0)

  • 88
    Jure Zupan 2:0
  • 30
    Jonas Jakob Armin Steinwender 1:0