In der Kärntner Liga hat SV Sportastic Spittal dem SC Launsdorf mit 3:0 die erste Saisonniederlage zugefügt und selbst den ersten Sieg eingefahren. Wolfgang Oswald sprach nach der Partie von einem kampfbetonten Spiel auf hohem Niveau, in dem seine Mannschaft vor der Pause vorlegte, die heikle Phase direkt nach Wiederbeginn überstand und sich danach mit zwei späten Treffern klar belohnte.

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Was Oswald schilderte, passte gut zu einem Abend, an dem viel Intensität drin war. "Es war ein sehr kampfbetontes Spiel auf sehr hohem Niveau für die Kärntner Liga. Beide Mannschaften schenkten sich nichts", sagte der sportliche Leiter. Launsdorf war als Tabellenführer gekommen und bestätigte, warum die Gäste mit 15 Punkten ganz vorne standen. Von Beginn an sei es "gleich Mann gegen Mann" gegangen, Spittal hielt aber dagegen und blieb in einer engen ersten Hälfte stabil. Der wichtige Treffer fiel dann in der 43. Minute nach einem Standard. Nach einer Ecke verwertete Rok Jazbec mit der Schulter zum 1:0. Oswald hob danach hervor, dass der Assistent bei dieser Szene aufmerksam war und den Ball klar hinter der Linie gesehen habe.
Mit der Führung im Rücken hatte Spittal zwar das Ergebnis auf seiner Seite, Ruhe gab es damit aber noch lange keine. Gerade die ersten Minuten nach Wiederbeginn stellte Oswald später in den Mittelpunkt seiner Analyse. "Das Wichtigste war, dass wir die Drangperiode nach der Pause gut überstanden haben", sagte er. Launsdorf habe in dieser Phase mehr Ballbesitz gehabt und auch Chancen auf das 1:1 gehabt. Genau dort blieb das Spiel aber offen, ohne zu kippen. Spittal arbeitete sich wieder hinein, wurde in der Schlussphase noch einmal zielstrebiger und machte dann alles klar. In der 76. Minute erhöhte Kristijan Jelic auf 2:0, nur zwei Minuten später traf Deni Petrovic zum 3:0. Damit war die Partie entschieden.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, erklärte Oswald nicht nur mit Einsatz und Wille. Für ihn zeigte seine Mannschaft gerade nach der überstandenen Druckphase auch eine starke spielerische Reaktion. "Wir sind dann über uns hinausgewachsen und haben nicht nur durch Kampf, sondern auch durch tolles Spiel klar gewonnen", sagte er. Gleichzeitig ordnete er den Gegner sehr hoch ein und machte keinen Hehl daraus, dass Spittal gegen einen starken Tabellenführer bestehen musste. Launsdorf habe die eigene Qualität auch diesmal gezeigt, nur in den entscheidenden Momenten sei das Spielglück nicht auf Seiten der Gäste gewesen. "Wir hatten heute einmal das Spielglück mehr, das wir in den letzten Wochen nicht gehabt haben", meinte Oswald. Auch das Trainerdebüt wertete er als wichtigen Punkt, weil die Mannschaft dadurch "zusätzliche Energie und Positivität" bekommen habe.
Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung im Lager der Gastgeber. "Uns ist heute ein großer Stein heruntergefallen", sagte Oswald mit Blick darauf, dass der erste Sieg erst in Runde sechs gelungen ist. Gleichzeitig wollte er den Erfolg nicht größer machen, als er ist. Spittal habe bereits vier Heimspiele hinter sich und wisse deshalb genau, dass weiter intensiv gearbeitet werden müsse. Ein gutes Zeugnis stellte Oswald außerdem der Spielleitung aus. "Das Schiedsrichterteam war sehr stabil und sehr aufmerksam", sagte er. Viel Zeit, um sich auf dem 3:0 auszuruhen, bleibt ohnehin nicht. Schon in der kommenden Woche wartet mit dem Derby in Seeboden die nächste große Aufgabe auf die Spittaler.