In der Kärntner Liga hat sich ATUS Ferlach am Freitagabend von SC St. Veit mit 2:2 getrennt. Nach der 1:0-Führung zur Pause und dem 2:0 kurz nach dem Seitenwechsel schien für die Gastgeber lange mehr drin zu sein, am Ende blieb aber nur ein Punkt. Aus Sicht von Obmann Armin Deomic war eine kurze Phase der Unkonzentriertheit ausschlaggebend, in der St. Veit binnen weniger Minuten den Rückstand aufholte.

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Aus Sicht der Heimelf hatte die Partie von Beginn an Tempo, ohne dass St. Veit aus seinen Vorstößen wirklich großes Kapital schlagen konnte. "Es war ein flottes Spiel, in dem St. Veit in der Offensive immer wieder Stiche gemacht hat, aber nicht wirklich zu guten Chancen gekommen ist", hieß es von Obmann Deomic. Die Gastgeber sahen ihre Stärke vor allem in der Arbeit gegen den Ball. "Wir haben sehr gut verteidigt", lautete die klare Einschätzung, und genau darauf baute auch der Spielplan nach vorne auf. Ferlach kam immer wieder über schnelle Konter, und einer davon saß in der 30. Minute: Hannes Marcel Schwarz vollendete zur 1:0-Führung, nachdem er den Tormann überlupft hatte. Dass es mit diesem Vorsprung in die Pause ging, passte zum Bild einer Mannschaft, die sehr kompakt auftrat und dem Gegner nur wenig Platz ließ.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ferlach zunächst auf Kurs. In der 54. Minute stellte erneut Hannes Marcel Schwarz auf 2:0, und auch dieses Tor entsprach genau dem, was sich die Gastgeber vorgenommen hatten. "Beim 2:0 wurde ein Pass in die Tiefe gespielt, bei dem er mit seiner Schnelligkeit überzeugen konnte und ins kurze Eck geschossen hat", betont Deomic. Doch obwohl die Heimelf damit eigentlich beste Voraussetzungen hatte, kippte die Partie in einer kurzen Phase doch noch. "In der zweiten Halbzeit haben sie dann Druck ausgeübt, nachdem wir das 2:0 gemacht haben, und dann haben sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten die zwei Tore zum Gleichstand geschossen." Raphael Lukas Kulterer verkürzte in der 67. Minute auf 2:1, nachdem einer Flanke zwei Abwehraktionen des Ferlacher Tormanns vorausgegangen waren und der Ball schließlich doch noch über die Linie ging. Sechs Minuten später traf Kulterer erneut zum 2:2, nachdem St. Veit laut der Schilderung der Gastgeber einen Ball im Aufbau abgefangen und den Angriff schnell fertiggespielt hatte.
Dass am Ende dennoch ein Remis stand, fühlte sich aus Ferlacher Sicht ein wenig nach liegen gelassenen Punkten an. "Nach den Chancen hätten wir uns einen Sieg sicherlich verdient, weil wir mehr Chancen hatten", lautete die Bewertung des Obmanns, auch weil die Gastgeber nach dem Ausgleich noch zwei sehr gute Möglichkeiten auf das 3:2 hatten. Gerade dieser Punkt blieb hängen: "Danach haben wir noch zwei sehr gute Chancen auf das 3:2 gehabt, aber der Ball wollte leider nicht ins Tor." Gleichzeitig wurde der Auftritt des Gegners sehr nüchtern eingeordnet. "St. Veit ist eine sehr starke, spielerische Mannschaft, daher geht das Unentschieden im Großen und Ganzen dann doch in Ordnung." Als Knackpunkt wurde weniger die gesamte zweite Hälfte gesehen, sondern diese kurze schwache Phase dazwischen. "Sehr gut war unsere Kompaktheit, wir haben hinten sehr gut verteidigt und die Konter schnell gemacht. Leider haben wir dann die zehn Minuten etwas verschlafen." Dazu kam ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und Fouls auf beiden Seiten, das der Schiedsrichter laut Deomic "sehr gut im Griff" hatte. Für Ferlach bleibt damit ein Punkt, der nach sechs Runden neun Zähler bringt, aber auch das Gefühl hinterlässt, dass an diesem Abend sogar mehr möglich gewesen wäre.