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„Wir waren von den ersten Minuten an bereit“ – Landskron holt sich in Matrei einen verdienten 3:1-Auswärtssieg

Sportunion Matrei
SC Landskron

In der Kärntner Liga hat der SC Landskron am Freitagabend bei der Sportunion Matrei in Osttirol mit 3:1 gewonnen und damit einen starken Auswärtsauftritt bestätigt. Trainer Stefan Stresch sprach von einem „hochverdienten Sieg“ und begründete das nicht nur mit den drei Treffern, sondern vor allem damit, dass seine Mannschaft von Beginn an im Spiel war, den Ball gut laufen ließ und auch gegen den Ball konzentriert arbeitete.

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Gräfischer legt vor, Landskron antwortet zur richtigen Zeit

Der Abend begann für die Gäste genau so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Landskron ging in der 14. Minute durch David Gräfischer mit 1:0 in Führung und hatte damit früh den ersten Ertrag für einen aktiven Start. Matrei ließ sich davon aber nicht beeindrucken und kam durch Michael Berger in der 19. Minute zum 1:1. Gerade diese Phase war aus Sicht von Stresch interessant, weil seine Mannschaft nach dem Ausgleich nicht den Faden verlor. „Wir sind richtig gut aus den Startlöchern gekommen“, sagte der Landskron-Coach, und genau dieses Gefühl habe ihn auch nach dem Gegentor nicht verlassen. Entscheidend wurde dann der späte Treffer vor der Pause, als erneut Gräfischer in der 44. Minute zum 2:1 traf. Stresch sprach davon, dass dieses Tor „sicher noch einmal ein Push“ gewesen sei. Mit dieser Führung im Rücken ging Landskron in die Kabine, und die Gäste hatten sich diese Ausgangsposition nach Ansicht ihres Trainers bis dahin bereits klar verdient.

Warum Stresch seine Mannschaft über 90 Minuten vorne sah

Stresch machte nach dem Spiel sehr deutlich, worauf er den Sieg zurückführt. „Wir haben über die neunzig Minuten eigentlich wirklich das gemacht, was wir uns vorgenommen haben“, sagte er. Für ihn war es kein Erfolg, der nur an den Toren hing, sondern einer, der sich aus dem gesamten Auftritt ergeben habe. Er hob hervor, dass seine Mannschaft mit dem Ball gute Phasen hatte, immer wieder in die Tiefe spielte und hinter die letzte Kette des Gegners kam. Gleichzeitig gefiel ihm auch die Arbeit gegen den Ball. „Wir waren einfach die spielbestimmende Mannschaft“, sagte Stresch, und genau so ordnete er auch den Verlauf der Partie ein. Selbst nach dem 1:1 habe er das Gefühl gehabt, dass das Spiel in die Richtung von Landskron kippt. Diese Überzeugung kam für ihn nicht aus einem einzelnen Moment, sondern aus dem Gesamtbild, das seine Mannschaft auf den Platz brachte.

Nachgelegt und hinten wenig zugelassen

Nach dem Seitenwechsel blieb Landskron am Drücker und setzte den nächsten wichtigen Treffer nach. Sebastian Bauer erhöhte in der 56. Minute auf 3:1, und aus Sicht der Gäste war das ein wesentlicher Schritt zum Auswärtssieg. Stresch betonte, dass seine Mannschaft nach der Pause bewusst auf dieses dritte Tor gespielt habe. Danach habe man die Partie „bis zum Schluss wirklich gut verteidigt“ und nur wenig zugelassen. Ganz ohne Arbeit blieb Landskron aber nicht, denn wenn Matrei doch einmal durchkam, war Aric Haimburger mit seinen Paraden zur Stelle. Auch das nahm der Trainer ausdrücklich in seine Bewertung auf. Insgesamt wollte Stresch den Erfolg ohnehin nicht an Einzelnen festmachen. „Jeder Spieler ist an seine Leistungsgrenze gegangen“, sagte er, und bezog dabei ausdrücklich auch jene Akteure und das Betreuerteam mit ein, die im Laufe des Abends ihren Beitrag leisteten. Gerade in Matrei, das er als heimstark und schwer zu bespielen beschreibt, sei so ein Auftritt nicht selbstverständlich.

Lob für den Auftritt, aber kein Grund zum Zurücklehnen

So zufrieden Stresch mit den 90 Minuten auch war, einen Endpunkt wollte er unter den Sieg nicht setzen. Er sprach davon, dass es „immer wieder Bereiche“ gebe, in denen sich seine Mannschaft noch verbessern müsse, auch wenn er insgesamt einen positiven Weg erkennt. „Wir sind wirklich auf einem guten Weg. Wir machen von Woche zu Woche Schritte nach vorwärts“, sagte der Trainer. Gleichzeitig schob er sofort nach, dass man sich auf diesem Erfolg nicht ausruhen dürfe. „Fußball ist kurzlebig“, meinte Stresch, und genau das soll bei Landskron die Richtung vorgeben. Nach sechs Runden hält der SC bei 14 Punkten und bleibt damit ganz vorne dabei. Im Lager der Gäste überwog nach dem 3:1 in Matrei deshalb zwar die Zufriedenheit, aber ebenso klar war die Botschaft des Trainers: Nächste Woche wartet schon wieder eine schwere Aufgabe, und dafür müsse seine Mannschaft wieder mit derselben Einsatzbereitschaft und Konzentration auftreten.

Kärntner Liga: Sportunion Matrei : Landskron - 1:3 (1:2)

  • 56
    Sebastian Bauer 1:3
  • 44
    David Gräfischer 1:2
  • 19
    Michael Berger 1:1
  • 14
    David Gräfischer 0:1