Spielberichte

„Daheim endlich wie auswärts“: Lendorf setzt beim 7:2 vieles um, zwei Gegentore bleiben trotzdem hängen

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FC Lendorf
Köttmannsdorf

In der Kärntner Liga hat FC Moden Illiasch Lendorf am Freitagabend gegen ASKÖ Köttmannsdorf ein deutliches 7:2 gefeiert. Entscheidend war ein Start, der den Gastgebern die Partie früh auf ihre Seite zog. Co-Trainer Udo Gasser sagte danach, seine Mannschaft habe daheim endlich das umgesetzt, was sie auswärts schon gezeigt habe – spielerisch, kämpferisch und in den Zweikämpfen. Damit war früh der Ton für einen sehr klaren Abend gesetzt.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Blitzstart stellt die Weichen früh

Schon in den ersten Minuten nahm Lendorf der Partie viel Spannung. Sandro Christoph Morgenstern traf in der 3. Minute zum 1:0 und legte in der 7. Minute das 2:0 nach. Danach ging es für die Gastgeber im selben Stil weiter, denn Christian Wernisch erhöhte in der 17. Minute auf 3:0 und stellte in der 25. Minute auch den 4:0-Pausenstand her. Für Gasser war damit rasch klar, warum der Abend so deutlich geworden ist. „Das Ergebnis sagt alles“, meinte der Co-Trainer. „Der Start ist uns gut geglückt. Es war nach sieben Minuten schon 2:0. Der erste Eckball war ein Tor und der erste Schuss aufs Tor ebenso.“ Dass Lendorf damit sehr früh auf Kurs kam, war offensichtlich. Trotzdem blendete Gasser nicht aus, dass auch Köttmannsdorf in der ersten Hälfte gefährliche Momente hatte. „Sie haben in der ersten Halbzeit auch zwei Stangenschüsse gehabt. Wenn die reingehen, schaut das alles ganz anders aus“, sagte er.

Auch nach der Pause sofort nachgelegt

Wer nach dem Seitenwechsel auf ein Nachlassen der Gastgeber gehofft hatte, sah zunächst das Gegenteil. Michael Morgenstern erhöhte in der 54. Minute auf 5:0, nur vier Minuten später sorgte Max Steinthaler für das 6:0. Spätestens da war das Spiel endgültig entschieden, auch wenn Gasser schon den Halbzeitstand als klare Grundlage sah. „In der Pause ist es 4:0 gestanden, und da haben wir schon gewusst: Wenn wir jetzt nicht mehr viel zulassen, werden wir die Partie sicher nach Hause spielen“, sagte er. Besonders wichtig war ihm dabei nicht nur die Höhe des Ergebnisses, sondern die Art und Weise. „Wir haben vom Spielerischen her, von der Kampfstärke her, vom Zweikampfverhalten her, einfach von der ganzen Disziplin das umgesetzt, was wir auswärts immer gezeigt haben, auch einmal daheim“, erklärte Gasser. Genau darin sah er die größte Stärke seiner Mannschaft. Dass aus seiner Sicht vom ersten bis zum siebenten Lendorfer Treffer jeder anders gewesen sei, passte für ihn zum insgesamt sehr runden Auftritt.

Zwei Gegentore stören den guten Eindruck

Ganz ohne Kritik wollte Gasser den Kantersieg aber nicht stehen lassen. Nach dem 6:0 schaltete Lendorf einen Gang zurück, und genau das war dem Trainerteam zu wenig konsequent. Köttmannsdorf nutzte diese Phase und kam durch Stephan Borovnik in der 70. Minute auf 1:6 heran, vier Minuten später stellte Marco Mischkounig auf 2:6. Erst in der 86. Minute setzte Christian Kautz mit dem 7:2 den Schlusspunkt. Für Gasser waren die beiden Gegentreffer trotz der klaren Sache ein Thema. „Unsere Marschroute ist auch bei 4:0 noch immer weiter, weiter, weiter und keinen Gang hinterschalten“, sagte er. Genau das wolle man den Spielern weiter mitgeben. „Die zwei Gegentore werden wir auch noch analysieren.“ Gleichzeitig fand der Co-Trainer aber auch anerkennende Worte für den Gegner. Bei einer Mannschaft, die mit nur einem Punkt im Tabellenkeller steckt, sei eine frühe Verunsicherung nach so einem Beginn verständlich. Trotzdem, so Gasser, habe Köttmannsdorf nie aufgegeben und auch in der zweiten Halbzeit weiter alles probiert.

Ein Heimsieg, an den Lendorf anknüpfen will

So blieb unter dem Strich ein Abend, der für Lendorf mehr war als nur ein hoher Sieg. Die Gastgeber stehen nach sieben Runden mit 12 Punkten auf Rang sechs und haben vor allem gezeigt, dass sie ihre Auswärtsleistungen auch auf eigenem Platz bestätigen können. Genau dieser Punkt war Gasser nach dem Spiel besonders wichtig, weil es für ihn um die Frage ging, welches Gesicht seine Mannschaft daheim zeigt. Der 7:2-Erfolg gegen Köttmannsdorf lieferte darauf eine klare Antwort. Wenn Lendorf an diese Mischung aus Spielstärke, Aggressivität in den Zweikämpfen und Disziplin anknüpft, dann soll dieser Auftritt nicht die Ausnahme bleiben, sondern der Maßstab für die nächsten Heimspiele werden.

Kärntner Liga: Lendorf : Köttmanns. - 7:2 (4:0)

  • 86
    Christian Kautz 7:2
  • 74
    Marco Mischkounig 6:2
  • 70
    Stephan Borovnik 6:1
  • 58
    Max Steinthaler 6:0
  • 54
    Michael Morgenstern 5:0
  • 25
    Christian Wernisch 4:0
  • 17
    Christian Wernisch 3:0
  • 7
    Sandro Christoph Morgenstern 2:0
  • 3
    Sandro Christoph Morgenstern 1:0