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„Vor dem 0:1 hatten wir die Riesenchance“ – Spittal lässt in St. Michael die Führungschance liegen

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St. Michael/Lav.
SV Spittal/Drau

In der Kärntner Liga hat der FC St. Michael/Lav. am Samstagnachmittag den SV Sportastic Spittal mit 1:0 bezwungen. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Adnan Shabani die Partie in Minute 58. Spittals sportlicher Leiter Wolfgang Oswald sprach danach von einem offenen Spiel, sah Vorteile bei den Gastgebern und verwies zugleich auf eine große Chance seiner Mannschaft noch vor dem Gegentor.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Lange offen, dann trifft Shabani

Die Partie blieb über weite Strecken eng, zumindest auf der Anzeigetafel. Zur Pause stand es 0:0, und genau dieser Zwischenstand passte auch zu Oswalds Eindruck eines Spiels, in dem Spittal zwar voll dagegenhielt, St. Michael aber etwas mehr vom Geschehen hatte. Der entscheidende Moment folgte dann in der 58. Minute, als Adnan Shabani das einzige Tor des Nachmittags erzielte. Besonders bitter war das aus Sicht der Gäste deshalb, weil laut Oswald unmittelbar davor die Möglichkeit da gewesen wäre, selbst in Führung zu gehen. „In Summe hatte Sankt Michael eigentlich mehr Spielanteile und somit geht eigentlich auch das Ergebnis in Ordnung, obwohl wir vor dem 1:0 eine Riesenchance gehabt haben, um das erste Tor zu erzielen“, sagte der sportliche Leiter. Genau diese verpasste Gelegenheit blieb für ihn der Punkt, an dem das Spiel hätte kippen können.

Spittal hält mit, belohnt sich aber nicht

Dass am Ende trotzdem keine Punkte mitgenommen wurden, ordnete Oswald recht nüchtern ein. Er stellte nicht in Abrede, dass die Hausherren insgesamt etwas besser im Spiel waren, legte aber zugleich Wert darauf, dass seine Mannschaft keineswegs klar unterlegen war. „Positiv war, dass wir gegen eine Mannschaft, die mittlerweile sechs Runden ungeschlagen ist, voll mitgehalten haben und das eigentlich ein offenes Spiel war“, meinte er. Gerade in so einem Spiel wie diesem macht dann ein einziger Treffer den Unterschied, vor allem wenn der Gegner seine Phase nutzt und man selbst davor die Führung auf dem Fuß hat. Für Spittal blieb daher das Gefühl, nahe dran gewesen zu sein, ohne sich am Ende für den Aufwand zu belohnen. Das 0:1 war keine Niederlage aus klarer Unterlegenheit heraus, sondern eine Partie, in der laut Oswald Kleinigkeiten den Ausschlag gaben.

Reduzierter Kader und ein spielstarker Gegner

Einen wichtigen Grund für die Grenzen der eigenen Leistung sah Oswald in der personellen Situation. „Wir haben aufgrund von Sperren und Verletzungen derzeit einen sehr reduzierten Kader, und deswegen haben wir auch nicht die ganze Energie gehabt, die wir sonst haben“, erklärte er. Diese Aussage ordnet den Auftritt der Spittaler ein, ohne ihn zu beschönigen. Die Gäste waren konkurrenzfähig, aber nicht mit der gewohnten Frische unterwegs. Gleichzeitig sparte Oswald nicht mit Anerkennung für den Gegner. Man habe gesehen, „dass der Großteil der Heimmannschaft Akademieausbildung hat“ und St. Michael im Spielerischen „sehr stark war“ sowie „sehr viel mit maximal zwei Kontakten gespielt“ habe. Auch zur Diskussion um das Tor äußerte sich der Funktionär klar, aber sachlich. „Das Tor ist aus stark abseitsverdächtiger Position passiert“, sagte Oswald und ergänzte mit Blick auf die Leitung der Partie: „Ansonsten hatte das Schiedsrichtertrio das Spiel im Griff.“ Damit blieb die Kritik auf die konkrete Szene beschränkt.

Dank an die Gastgeber nach Ebner-Verletzung

Neben der sportlichen Einordnung hob Oswald nach dem Schlusspfiff noch einen Punkt hervor, der ihm sichtlich wichtig war. Er bedankte sich ausdrücklich bei St. Michael für die Unterstützung nach der Verletzung von Sebastian Ebner. „Wir möchten uns bei Sankt Michael recht herzlich bedanken, weil sich unser Spieler Sebastian Ebner den Finger ausgerenkt hat. Im Betreuerteam war eine Ärztin dabei, die den Finger noch am Platz eingerenkt hat und damit wahrscheinlich eine Operation verhindert hat“, sagte Oswald. Gerade im Unterhaus bleibt für solche Gesten oft besonders viel hängen, auch wenn das Ergebnis weh tut. Sportlich steht für Spittal nach der 13. Runde weiterhin ein Konto von 15 Punkten, doch aus diesem Auftritt nahm der sportliche Leiter zumindest mit, dass seine Mannschaft trotz schwieriger Personallage gegen einen formstarken Gegner lange im Spiel war.

Kärntner Liga: St. Michael/L. : Spittal/Drau - 1:0 (0:0)

  • 58
    Adnan Shabani 1:0