Spielberichte

„Wir haben weit unter unseren Möglichkeiten gespielt“ – Matrei rettet in der 92. Minute noch ein 2:2

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FC-WR Nußdorf
Sportunion Matrei

In der Kärntner Liga hat sich FC-WR Nußdorf/Debant am Samstag mit Sportunion Matrei in Osttirol 2:2 getrennt. Für Matrei fühlte sich der Punkt nach dem späten Ausgleich durch Philipp Wibmer in der 92. Minute besser an als die eigene Leistung. Sportlicherleiter Harald Panzl sprach von einem „extrem schlechten Tag“ seiner Mannschaft, die früh vorlegte, das Spiel dann aber aus der Hand gab und erst ganz spät noch einmal zurückkam.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Matrei legt früh vor, verpasst vor der Pause das zweite Tor

Der Auftakt lief aus Sicht der Gäste zunächst nach Wunsch. Schon in der 11. Minute brachte Luca Ronacher Matrei mit 1:0 in Führung, zur Pause stand dieser Vorsprung noch immer. Panzl machte nach dem Schlusspfiff aber keinen Hehl daraus, dass ihn die Art und Weise weit mehr beschäftigte als das Zwischenergebnis. „Es war ein typisches Derby mit viel Kampfgeist, aber spielerisch war es von unserer Mannschaft das schlechteste Spiel der ganzen Herbstsaison“, sagte der Sportlicherleiter. Nach seiner Einschätzung war Nußdorf davor selbst schon nahe an der Führung, ehe Matrei zuschlug. Umso wichtiger wäre aus seiner Sicht das zweite Tor gewesen. Kurz vor dem Seitenwechsel bot sich diese große Gelegenheit noch einmal, doch der Treffer zum 2:0 fiel nicht. Genau darin sah Panzl einen möglichen Wendepunkt, weil seine Mannschaft trotz Führung nie wirklich in einen sicheren Rhythmus fand.

Nach der Pause kippt das Spiel komplett

Was sich in der ersten Hälfte schon angedeutet hatte, wurde nach Wiederbeginn ganz deutlich. Nußdorf kam mit mehr Erfolg aus der Kabine und glich in der 50. Minute durch Tobias Boris Mikulan zum 1:1 aus. Für Panzl war diese Phase vor allem deshalb ärgerlich, weil er die Gegentore weniger beim Gegner als bei der eigenen Mannschaft verortete. Aus seiner Sicht fielen beide Treffer nach Eigenfehlern. Als Mikulan in der 76. Minute auch noch das 2:1 für die Gastgeber nachlegte, war die Partie aus Matreier Sicht vollständig gedreht. Panzl formulierte es insgesamt sehr klar: „Im Endeffekt hat bei dem Spiel relativ wenig funktioniert, weil wir einen extrem schlechten Tag erwischt haben und weit unter unseren Möglichkeiten gespielt haben.“ Aus einer frühen Führung war damit ein mühsamer Nachmittag geworden, in dem Matrei kaum an die Leistungen der vergangenen Wochen herankam.

Wibmer trifft spät, Panzl ordnet den Punkt ehrlich ein

Dass die Osttiroler am Ende trotzdem noch etwas aus Nußdorf mitnahmen, lag an der letzten entscheidenden Szene der Partie. In der 92. Minute traf Philipp Wibmer zum 2:2 und rettete Matrei damit einen Zähler, der zu diesem Zeitpunkt bereits verloren schien. Panzl ordnete diesen Schlusspunkt sehr offen ein und suchte gar nicht erst nach schöneren Worten. „Wenn du in der 92. Minute noch den Ausgleich machst, ist es eher glücklich“, sagte er. Gleichzeitig verwies er darauf, wie bitter dieses Ende für die Gastgeber sein musste. Nußdorf hatte die Begegnung nach dem Rückstand auf 2:1 gedreht und war damit ganz nahe an einem Sieg, der im Tabellenkeller besonders wertvoll gewesen wäre. So aber blieb es bei einem Remis, mit dem Matrei leben konnte, während auf der anderen Seite der späte Ausgleich besonders schmerzen dürfte.

Klare Analyse: Der Punkt zählt, die Leistung nicht

Gerade deshalb war Panzls Fazit auch kein zufriedenes. „Im Großen und Ganzen können wir ganz gut mit dem Punkt leben“, sagte der ,Sportlicherleiter stellte aber sofort klar, dass damit nur das Ergebnis gemeint war. Mit der eigenen Vorstellung war er nicht einverstanden. „Es hat einfach die Leidenschaft und der kämpferische Wille gefehlt, um das Derby zu gewinnen“, lautete seine deutliche Zusammenfassung. Dazu kamen aus seiner Sicht extrem hektische letzte zehn Minuten, in denen sich das Spiel immer mehr zuspitzte. Im Mittelpunkt seiner Analyse stand trotzdem klar die eigene Mannschaft. Matrei rettete in Nußdorf noch ein 2:2, doch viel wichtiger als der späte Punkt war für den Sportlicherleiter die Erkenntnis, dass seine Mannschaft diesmal deutlich unter dem eigenen Niveau blieb.

Kärntner Liga: Nußdorf : Sportunion Matrei - 2:2 (0:1)

  • 92
    Philipp Wibmer 2:2
  • 76
    Tobias Boris Mikulan 2:1
  • 50
    Tobias Boris Mikulan 1:1
  • 11
    Luca Ronacher 0:1