In der Kärntner Liga hat SC St. Veit das Heimspiel gegen KAC 1909 mit 2:0 gewonnen. Nach einem 0:0 zur Pause fiel die Entscheidung erst nach Seitenwechsel, als ein Eigentor von Edin Sadikovic die Gastgeber auf Kurs brachte und Julian Brandstätter spät nachlegte. Trainer Arno Paul Kozelsky sah eine starke Leistung seiner Mannschaft und vor allem nach dem Führungstor die klare Kontrolle bei seinem Team.

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Kozelsky sprach nach der Partie von einem Spiel auf „sehr hohem technischem Niveau“ und meinte damit beide Mannschaften. Beide Teams wollten die Partie spielerisch lösen, doch nach seiner Einschätzung war St. Veit von Beginn an die aktivere Mannschaft. „Wir haben von Beginn an das Geschehen dominiert. Im Ballbesitz waren wir richtig gut“, sagte der Trainer. Gerade im ersten Durchgang sah er seine Elf über weite Strecken klar im Vorteil. St. Veit habe immer wieder die passenden Lösungen gefunden und laut Kozelsky „45 Minuten einen sehr schönen Fußball gespielt“. Gleichzeitig ordnete er den ersten Abschnitt aber auch ehrlich ein, denn trotz des optischen Übergewichts sei seine Mannschaft zunächst nicht zwingend genug geworden. So ging es mit einem torlosen 0:0 in die Pause, obwohl die Gastgeber nach Ansicht ihres Trainers vieles richtig gemacht hatten.
Auch die zweite Hälfte beschrieb der St. Veiter Trainer nicht als einseitig. Im Gegenteil: „In der zweiten Hälfte ist die Partie ein bisschen ausgeglichener gewesen“, sagte Kozelsky, der in dieser Phase auch anerkannte, dass der KAC seine Momente hatte. Aus seiner Sicht hätten die Gäste in dieser Phase sogar in Führung gehen können, ehe St. Veit mit Fortdauer wieder mehr Zugriff bekam. Der Wendepunkt folgte in der 57. Minute, als ein Eigentor von Edin Sadikovic das 1:0 brachte. Genau an diesem Moment machte Kozelsky den entscheidenden Umschwung fest. „Mit dem 1:0 haben wir dann einfach die Kontrolle übernommen“, erklärte er. Für ihn war dieses Tor „der Grundstein für den Sieg“. Dass St. Veit am Ende noch einmal nachlegte, passte ins Bild. In der 82. Minute erhöhte Julian Brandstätter auf 2:0 und machte die starke Schlussphase der Gastgeber auch am Ergebnis sichtbar.
Bemerkenswert war nach dem Spiel, wie umfassend Kozelsky die Leistung seiner Mannschaft lobte. Er hob nicht nur das Spiel mit dem Ball hervor, sondern auch die Arbeit gegen den Ball. „Ich bin heute sehr zufrieden mit der Offensivleistung“, sagte er, schob aber sofort nach, dass ihm genauso gefallen habe, „wie wir heute verteidigt haben, wie wir uns da reingehauen haben“. Nach seiner Wahrnehmung ließ St. Veit dem Gegner gerade im ersten Durchgang kaum Raum, gewann viele Zweikämpfe und gestattete fast keine Möglichkeiten. Gleichzeitig machte der Trainer klar, dass auch nach einem 2:0 nicht alles perfekt war. Das größte Verbesserungspotenzial sieht er weiterhin im letzten Drittel. „Da ist sicher noch Verbesserungsbedarf“, sagte Kozelsky mit Blick auf das Kreieren und Vollenden von Chancen. Den Gegner stufte er dennoch als starke Mannschaft ein, die selbst „sehr gut mit dem Ball“ sei und immer wieder Fußball spielen wolle. Umso zufriedener durfte St. Veit mit diesem Heimsieg sein. Die Gastgeber hielten den KAC nicht nur auf Distanz, sondern bleiben mit nun 29 Punkten auch ganz vorne in der Kärntner Liga dabei.