Spielberichte

"Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen" – Köttmannsdorf antwortet in Sirnitz zweimal richtig

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SGA Sirnitz
Köttmannsdorf

Im Kellerduell der Kärntner Liga hat sich ASKÖ Köttmannsdorf bei der SGA Sirnitz mit 3:2 durchgesetzt und damit im Abstiegskampf ein wichtiges Lebenszeichen gesetzt. Trainer Patrick Rene Striednig sprach danach von einem Sieg, den seine Mannschaft "unbedingt gewinnen" wollte. Nach frühem Rückstand drehten die Gäste die Partie noch vor der Pause und legten in der Schlussphase den entscheidenden Treffer nach.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, dann dreht Köttmannsdorf das Spiel

Für die Gäste begann die Partie genau so, wie sie es laut Striednig eigentlich vermeiden wollten. Schon in der 6. Minute brachte Florian Pechmann die Sirnitzer mit 1:0 in Führung, und der Köttmannsdorfer Trainer machte danach keinen Bogen um die Ursache. "Wir sind durch schlechtes Defensivverhalten wieder sehr früh in Rückstand geraten", sagte er. Entscheidend war aus seiner Sicht aber, dass seine Mannschaft diesmal nicht den Faden verlor. Köttmannsdorf blieb im Spiel, wurde nach dem Ausgleich immer aktiver und drehte die Partie noch vor der Pause. Marco Mischkounig stellte in der 29. Minute auf 1:1, nur zwei Minuten später legte Matteo Juvan das 2:1 nach. Mit dieser Wende ging es auch in die Halbzeit, und genau in dieser Phase sah Striednig den ersten klaren Umschwung zugunsten seiner Elf.

Nach dem 2:2 bleibt Köttmannsdorf am Drücker

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie das, was sie von Beginn an war: ein Spiel mit viel Druck, weil beide Mannschaften im Tabellenkeller dringend Punkte brauchten. Striednig sagte, man habe dem Match angemerkt, wie wichtig dieser Nachmittag für beide Seiten war, weil es auf beiden Seiten zuletzt nicht viele Erfolgserlebnisse gegeben hatte. Sirnitz kam in der 63. Minute durch Florian Pechmann zum 2:2 zurück und machte die Begegnung wieder völlig offen. Köttmannsdorf ließ sich davon aber erneut nicht aus der Bahn werfen. Der Trainer betonte, seine Mannschaft habe dieses Spiel an diesem Tag unbedingt gewinnen wollen, um in der Tabelle wieder Anschluss zu finden. In der 85. Minute fiel dann die Entscheidung, als Marco Modritsch nach einer "super Aktion", wie Striednig sagte, den 3:2-Siegtreffer erzielte.

Der Ausgleich als Wendepunkt, das Defensivverhalten als Baustelle

Für Striednig lag der Moment, in dem das Spiel zu kippen begann, schon deutlich früher als beim späten Siegtor. "Als wir den Ausgleich erzielt haben und danach weiter die aktivere Mannschaft waren", erklärte er, habe er gespürt, dass die Partie in die richtige Richtung laufen kann. Genau dieses Verhalten hob er nach dem Schlusspfiff besonders hervor. Seine Mannschaft spielte weiter nach vorne, suchte die Entscheidung und ließ sich vom frühen 0:1 diesmal nicht verunsichern, "wie schon sehr oft heuer in der laufenden Saison". Nach Ansicht des Trainers hätte Köttmannsdorf den Sack sogar früher zumachen können. "Wir haben davor schon viele Möglichkeiten gehabt, wo wir das Spiel früher entscheiden hätten können, aber der gegnerische Tormann hat einige ganz klare Torchancen von uns verhindert", sagte Striednig.

Wichtige Punkte, aber der Trainer spricht einen klaren Mangel an

Trotz des wichtigen Auswärtssieges sprach der Köttmannsdorf-Coach auch den Punkt an, der ihm weiterhin Sorgen macht. "Im Defensivverhalten müssen wir uns verbessern. Es ist uns leider wieder passiert, dass wir in den ersten zehn Minuten in Rückstand geraten sind. Das war heuer schon sehr oft der Fall", sagte Striednig. Gerade deshalb war dieser Erfolg für die Gäste mehr als nur ein normales 3:2. Köttmannsdorf hat im direkten Duell Boden gutgemacht und sich nach einer schwierigen Phase ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis geholt. Dass es laut Trainer keine strittigen Szenen gab und der Schiedsrichter die Partie "souverän und sehr unauffällig" leitete, passte zu einem Nachmittag, an dem für die Gäste vor allem eines zählte: die drei Punkte.

Kärntner Liga: Sirnitz : Köttmanns. - 2:3 (1:2)

  • 85
    Marco Modritsch 2:3
  • 63
    Florian Pechmann 2:2
  • 31
    Matteo Juvan 1:2
  • 29
    Marco Mischkounig 1:1
  • 6
    Florian Pechmann 1:0