In der 14. Runde der Kärntner Liga hat SC Launsdorf dem Favoriten SAK Klagenfurt ein 1:1 abgerungen. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Zan Luka Pohlin die Gastgeber spät in Führung, ehe Leo Ejup wenig später ausglich. Trainer Harald Proprentner sprach von einem „mehr als verdienten“ Punkt, weil seine Mannschaft trotz Unterzahl leidenschaftlich verteidigte und dem personell stark besetzten Gegner über weite Strecken Paroli bot.

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Die Partie begann für Launsdorf so, wie es sich Harald Proprentner erhofft hatte. Der Trainer sagte, seine Mannschaft sei „recht gut ins Spiel gekommen“ und habe dem haushohen Favoriten von Anfang an sehr gut Paroli geboten. Gerade das hatte für ihn besonderes Gewicht, weil er den SAK personell deutlich stärker besetzt sieht. Zur Pause stand es 0:0, und genau dieses Zwischenresultat passte zu seiner Einschätzung: Launsdorf war voll da, hielt dagegen und ließ sich von der Ausgangslage nicht einschüchtern. Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe dann noch schwieriger, weil die Gastgeber laut Proprentner in Unterzahl weitermachen mussten. Umso höher bewertete er, wie seine Mannschaft danach verteidigte. „Wir haben dann eigentlich alles toll wegverteidigt und einen super Fight geliefert“, sagte der Launsdorf-Coach.
Lange sprach aus Sicht der Gastgeber vieles dafür, dass der Aufwand vielleicht sogar mit mehr als einem Punkt belohnt werden könnte. In der 78. Minute brachte Zan Luka Pohlin Launsdorf mit 1:0 in Führung, und Proprentner beschrieb den Treffer so: „Er hat das super aufgezogen und dann einen wirklich platzierten Schuss ins Tor gesetzt.“ Dass der Vorsprung am Ende nicht hielt, führte der Trainer auf eine Standardsituation zurück. Nur vier Minuten später glich Leo Ejup für den SAK zum 1:1 aus, nachdem Launsdorf bei einem Eckball auf der zweiten Stange nicht aufmerksam genug gewesen war. „Da haben wir leider nicht gut aufgepasst“, sagte Proprentner. Trotz des späten Ausgleichs blieb bei ihm der Eindruck, dass für seine Mannschaft sogar drei Punkte möglich gewesen wären. Er verwies dabei auch auf einen weiteren guten Abschluss von Bajro Besic, der nur knapp über das Tor ging.
Für Proprentner lag der Kern dieses Nachmittags nicht nur im Resultat, sondern vor allem in der Art und Weise, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. „Was heute wirklich gut funktioniert hat, war die Leidenschaft“, sagte er und erinnerte daran, dass genau dieser Punkt in den vergangenen beiden Runden ein wenig gefehlt habe. Für ihn war das 1:1 deshalb auch ein klarer Beleg dafür, dass gegen starke Gegner etwas möglich ist, wenn Launsdorf mit voller Überzeugung auftritt. Gleichzeitig sprach er auch an, warum seine Mannschaft im letzten Drittel nicht immer sauber zu Ende spielen konnte. Auf dem unebenen Platz seien finale Angriffe nur schwer auszuspielen, dadurch leide naturgemäß das Spielerische. Den SAK erlebte er trotzdem als starke Mannschaft mit guter Besetzung und viel Größe, vor allem bei Standards. Diskussionen um den Unparteiischen machte er keine auf. Proprentner nannte es ein faires Spiel und stellte klar, dass der Schiedsrichter nicht der Grund für das Remis gewesen sei. Deshalb fiel sein Fazit auch eindeutig aus: „Wir haben uns den Punkt redlich verdient.“ Dass Launsdorf als Aufsteiger nach 14 Runden bereits 23 Zähler gesammelt hat, ordnete er abschließend als „super und sensationell“ ein.