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„Auch wenn wir nicht den besten Tag erwischen, finden wir Lösungen“ – Landskron macht aus 2:1 ein klares 5:1

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SC Landskron
FC-WR Nußdorf

In der Kärntner Liga hat SC Landskron am Montag gegen FC-WR Nußdorf/Debant einen am Ende klaren 5:1-Heimsieg eingefahren. Trainer Stefan Stresch sprach zwar nicht von einer Glanzleistung, sah aber dennoch einen verdienten und ungefährdeten Erfolg. Trotz spürbarer Müdigkeit nach der Doppelrunde fand seine Mannschaft laut Coach immer wieder Lösungen, blieb kompakt und nutzte ihre Chancen besser als die Gäste.

Torwart wartet auf Eckball

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Standards bringen Landskron auf Kurs

Für Landskron war es laut Stefan Stresch von Beginn an kein Spiel, das sich von selbst lösen würde. Der Trainer verwies auf die Belastung nach dem intensiven Freitagsspiel und auf die Doppelrunde, die man der Mannschaft auch angemerkt habe. „Wir wollten uns wieder von unserer besten Seite zeigen und richtig gut ins Spiel kommen. Das ist uns heute nicht so ganz gelungen“, sagte Stresch. Trotzdem brachte sich der SC noch in der ersten Hälfte in eine gute Position. In der 16. Minute traf Sebastian Bauer zum 1:0, nachdem Landskron nach einem Freistoß zunächst die Querlatte erwischt hatte und dann im Nachsetzen erfolgreich war. In der 34. Minute legte Ingo Mailänder das 2:0 nach, wieder nach einer Standardsituation und einem Abschluss im Strafraum. Kurz vor der Pause wurde es aber noch einmal enger, weil Samuel Becciu in der 41. Minute für die Gäste auf 2:1 verkürzte. Stresch sprach von einem „leichten Eigenfehler“, durch den man Nußdorf vor der Halbzeit noch einmal ins Spiel brachte.

Nach der Pause zieht der SC die Partie auf seine Seite

Gerade diese Phase vor dem Seitenwechsel war aus Sicht des Landskron-Trainers ein kleiner Dämpfer, aber eben keiner, der sein Team aus der Spur brachte. Stresch betonte, dass seine Mannschaft zwar nicht immer den besten Zugriff gehabt habe, trotzdem aber „immer wieder das Gefühl“ vermittelt habe, noch zulegen zu können. Genau das passierte nach der Pause. In der 55. Minute stellte Jure Zupan auf 3:1, nachdem Landskron laut Trainer nach einer guten Spielverlagerung zum Abschluss gekommen war. Damit war wieder Ruhe im Spiel der Heimischen. Der vierte Treffer fiel erst in der Schlussphase, dafür passte er gut ins Bild: David Gräfischer erhöhte in der 81. Minute auf 4:1, Stresch beschrieb die Szene als schön vorgetragenen Angriff mit Ball in die Tiefe und Abschluss aus der Distanz. In der Nachspielzeit setzte Daniel Arneitz mit dem 5:1 den Schlusspunkt, diesmal nach einem gut ausgespielten Angriff über die Seite und einem Ball in die Mitte. So wurde aus einer Partie, die nicht über die ganze Strecke leicht war, am Ende doch noch ein deutlicher Heimsieg.

„Die Richtung stimmt“ trotz Müdigkeit

Interessant war nach dem Schlusspfiff vor allem, wie Stresch den Auftritt seiner Mannschaft einordnete. Er sprach offen an, dass es „sicher nicht eins unserer besseren Spiele“ gewesen sei. Gleichzeitig machte er aber auch klar, warum er mit der Leistung unterm Strich zufrieden war. „Die kämpferische Einstellung hat gepasst. Wir wollten den Sieg unbedingt einfahren“, sagte der Landskron-Coach. Dazu kam aus seiner Sicht, dass die Mannschaft kompakt geblieben sei und gegen einen Gegner, der „in jedem Spiel alles gibt“ und sehr intensiv in die Zweikämpfe geht, nur wenig zugelassen habe. Besonders wichtig war für Stresch, dass seine Mannschaft auch an einem Tag, an dem nicht alles leicht von der Hand ging, vorne die Tore machte. „Wir haben nach vorne hin unsere Torchancen genutzt“, hielt er fest. Genau darin sah er eine Stärke seines Teams: „Auch wenn wir vielleicht nicht den besten Tag erwischen, finden wir Lösungen, um Spiele zu gewinnen.“ Landskron war nicht in jeder Phase dominant, hatte aber über weite Strecken mehr vom Spiel und ließ keinen Zweifel daran, wer die bessere Mannschaft war.

Sechs Punkte in der Doppelrunde und weiter vorne dabei

Der Sieg gegen Nußdorf war für Landskron deshalb mehr als nur ein klarer Heimerfolg. Stresch stellte den Auftritt auch in den Zusammenhang der vergangenen Tage und sprach von „wichtigen drei Punkten“, mit denen man die Doppelrunde mit dem Maximum abschließen konnte. „Ich kann da wirklich niemandem einen Vorwurf machen“, sagte er über seine Mannschaft und hob hervor, dass jeder an seine Grenzen gegangen sei. Für den Trainer war entscheidend, dass sein Team als Einheit aufgetreten ist und den Matchplan trotz Müdigkeit nicht aus den Augen verloren hat. Mit dem 5:1 bleibt Landskron nach 14 Runden auf Rang zwei der Kärntner Liga und hält bei 29 Punkten, genauso viele wie Tabellenführer SC St. Veit. Der klare Erfolg gegen den Tabellenletzten gibt dem SC also nicht nur drei Zähler, sondern auch das Gefühl, selbst an einem nicht perfekten Tag die Dinge noch sauber auf seine Seite ziehen zu können.

Kärntner Liga: Landskron : Nußdorf - 5:1 (2:1)

  • 93
    Daniel Arneitz 5:1
  • 81
    David Gräfischer 4:1
  • 55
    Jure Zupan 3:1
  • 41
    Samuel Becciu 2:1
  • 34
    Ingo Mailänder 2:0
  • 16
    Sebastian Bauer 1:0