In der Kärntner Liga hat die Sportunion Matrei in Osttirol beim SV Dellach/Gail mit 1:4 verloren und aus Sicht von Sportleiter Harald Panzl war die Partie schon in der Anfangsphase gekippt. "Die ersten zehn Minuten haben wir total verschlafen", sagte er nach dem 0:3 zur Pause. Ein spätes Tor von Oliver Bstieler änderte am Abend nichts mehr an einer Niederlage, die laut Panzl aus Eigenfehlern entstand.

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Aus Matreier Sicht lief die Partie genau in jene Richtung, die man für ein Auswärtsspiel unbedingt vermeiden wollte. Schon in der 2. Minute brachte Samir Nuhanovic die Gastgeber in Führung, nur zwei Minuten später legte Dejan Jelic das 2:0 nach. Harald Panzl machte nach dem Schlusspfiff keinen Umweg um die Ursachen. "Wir haben uns sehr viel vorgenommen, aber das Spiel war nach fünf Minuten entschieden, weil wir einfach Eigenfehler gemacht haben", sagte der Sportleiter. Gerade dieser Beginn habe Dellach sofort in die Karten gespielt. "Die ersten zehn Minuten haben wir total verschlafen und dadurch war das Spiel eigentlich schon entschieden", fasste Panzl die Anfangsphase zusammen. Noch vor der Pause erhöhte Saso Kovacevic in der 22. Minute auf 3:0, womit die Heimischen schon früh klar auf Kurs waren.
Panzl blieb in seiner Analyse deutlich und führte die klare Niederlage nicht auf einen einzelnen Moment nach der Pause zurück, sondern auf das, was seine Mannschaft gleich zu Beginn liegen ließ. "Einfach die taktischen Vorgaben nicht erfüllt und zu offensiv ohne Rücksicherung", lautete seine Erklärung. Besonders bitter war für ihn, dass die frühen Gegentreffer aus Situationen entstanden, die man aus Matreier Sicht sauberer verteidigen hätte müssen. Zum 1:0 sprach er von einem Elfmeter nach schlechtem Abwehrverhalten, das 2:0 ordnete er als Folge einer Unaufmerksamkeit auf der Seite ein. Auch beim dritten Gegentor sah er Parallelen zu den ersten beiden Treffern. Gleichzeitig erkannte Panzl an, warum Dellach den Abend im Griff hatte: "Defensiv konsequent und natürlich mit sehr hoher Qualität im Offensivbereich."
Nach dem 3:0 zur Halbzeit bekam Matrei die Partie nicht mehr auf die gewünschte Seite gezogen. Dellach musste nicht mehr viel riskieren und blieb dennoch gefährlich genug, um den Vorsprung weiter auszubauen. In der 76. Minute traf Saso Kovacevic ein zweites Mal und stellte auf 4:0, womit der Abend aus Sicht der Gäste endgültig entschieden war. Dass Oliver Bstieler in der 89. Minute noch auf 4:1 verkürzte, änderte am Gesamteindruck nichts mehr, nahm dem Resultat aber zumindest den ganz bitteren Anstrich. Panzl fasste den Unterschied zwischen beiden Mannschaften in einem Satz zusammen: "Es lag einfach am Spielverlauf in den ersten Minuten." Selbst nach der klaren Niederlage hob er noch einen Punkt hervor, der ihm wichtig war: "Trotz der 4:1-Niederlage war das eine überragende Leistung vom Schiedsrichter." Damit blieb als wichtigste Lehre für Matrei vor allem eines: Wer auswärts so in ein Spiel startet, läuft dem Abend fast zwangsläufig hinterher.