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"Der harte Elfmeter zum 1:2 war der entscheidende Moment" – Spittal bricht nach dem Ausgleich ein

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SV Spittal/Drau
SV Dellach/Gail

In der Kärntner Liga musste sich SV Sportastic Spittal im Duell mit SV Dellach/Gail mit 1:4 geschlagen geben. Lange hielten die Gastgeber die Partie trotz personeller Sorgen offen, nach dem 1:1 durch Osman Halilovic war sogar wieder alles möglich. Trainer Philipp Dabringer sah den Knackpunkt aber im Elfmeter zum 1:2: "Von diesem Schock haben wir uns dann nicht mehr erholt."

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange auf Augenhöhe, dann trifft Nuhanovic noch vor der Pause

Spittal begann laut Dabringer ordentlich und hielt das Spiel trotz personeller Sorgen lange auf Augenhöhe. "Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase waren wir sehr gut im Spiel und konnten trotz zahlreicher Ausfälle das Spiel lange offen gestalten", sagte der Trainer. Erst gegen Ende der ersten Hälfte kippte das Momentum etwas zu den Gästen. Dabringer sprach davon, dass Dellach in den letzten sieben, acht Minuten vor der Pause druckvoller geworden sei. Die erste wirklich gute Möglichkeit gehörte Samir Nuhanovic, dessen Kopfball nach Einschätzung des Trainers zu zentral ausfiel. Kurz danach fiel doch noch das 0:1: In der 44. Minute traf Nuhanovic zur Dellacher Führung, eine Szene, die Spittal an der Seitenlinie klar anders bewertete.

Der Ausgleich bringt Spittal zurück, das 1:2 nimmt den Schwung wieder weg

Nach dem Wechsel hätte das Spiel aus Spittaler Sicht beinahe sofort einen noch schwierigeren Verlauf genommen. Maximilian Wastian hatte laut Dabringer die große Chance auf das 0:2, brachte den Ball aber nicht sauber unter Kontrolle. Stattdessen kam Spittal zurück. Nach einem Missverständnis in der Dellacher Defensive lief Osman Halilovic in Minute 57 alleine auf den Gäste-Keeper zu und stellte auf 1:1. Damit war die Partie wieder offen, und genau in diese Phase hinein fiel jene Szene, die Dabringer als eigentlichen Bruch bezeichnete. Wieder zeigte der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Strafraum auf den Punkt, Saso Kovacevic traf in der 71. Minute zum 1:2. "Der entscheidende Moment war sicher der harte Elfmeter zum 1:2. Von diesem Schock haben wir uns dann nicht mehr erholt", sagte der Spittaler Coach.

Viele Ausfälle, zu wenig Wucht nach vorne und ein Gegner mit Qualität

Der Trainer machte seiner Mannschaft trotz der klaren Niederlage keinen großen Vorwurf, weil er die Voraussetzungen als schwierig beschrieb. Spittal war nach seinen Worten stark ersatzgeschwächt und habe es gegen einen offensiv starken Gegner über weite Strecken ordentlich gemacht. "Bei weitem besser als im letzten Spiel gegen St. Michael", ordnete Dabringer ein. Was seiner Mannschaft diesmal fehlte, war für ihn vor allem die Wucht nach vorne. "Uns fehlte vielleicht die offensive Durchschlagskraft aufgrund der Ausfälle von Stammspielern und Leistungsträgern. Das war vielleicht das größte Manko heute, weil wir offensiv nicht die Anzahl von Chancen kreieren konnten, wie man sich das wünscht." Gleichzeitig sah er auf der Gegenseite jene Qualität, die Dellach aus seiner Sicht vom Abstiegskampf fernhalten sollte. Die Gäste hätten "mehr Qualität in der Offensive" gehabt, mehr Chancen herausgespielt und seien vorne "eigentlich stets gefährlich" gewesen.

Dellach nutzt die Schlussphase konsequent, Spittal bleibt nur die nüchterne Einordnung

In der Schlussphase nutzte Dellach diesen Vorteil dann konsequent. Dejan Jelic erhöhte in der 81. Minute auf 3:1, in der Nachspielzeit sah Matthias Mitterdorfer die Rote Karte. Dabringer schilderte auch diese Szene als Teil eines unglücklichen Nachmittags aus Spittaler Sicht, weil dem 4:1 laut seiner Darstellung eine Rote Karte wegen Torraubs vorausging. Nuhanovic traf schließlich noch zum 4:1-Endstand. Trotz aller Kritik an mehreren Entscheidungen blieb der Trainer in seiner Gesamtbewertung sachlich. "Es darf auch mal ein Schiedsrichter einen schlechten Tag haben", sagte Dabringer, stellte aber ebenso klar fest: "In Summe war es aufgrund der zweiten Hälfte ein verdienter Sieg der Gäste." Für Spittal bleibt damit die Aufgabe, die Ausfälle aufzufangen und im engen unteren Tabellenbereich rasch wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln.

Kärntner Liga: Spittal/Drau : Dellach/G - 1:4 (0:1)

  • 92
    Samir Nuhanovic 1:4
  • 81
    Dejan Jelic 1:3
  • 71
    Saso Kovacevic 1:2
  • 57
    Osman Halilovic 1:1
  • 44
    Samir Nuhanovic 0:1