In der Kärntner Liga hat der FC Moden Illiasch Lendorf am Samstagnachmittag den SC St. Veit mit 5:1 besiegt und dem Tabellenzweiten damit einen klaren Dämpfer verpasst. Für St.-Veit-Trainer Arno Paul Kozelsky war der Erfolg der Gastgeber verdient, weil seine Mannschaft „in allen Spielphasen nicht gut“ war, während Lendorf genau jene Robustheit und Konsequenz auf den Platz brachte, mit der die Gäste nie zurechtkamen.

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Die Partie kippte nicht erst nach der Pause, sie hatte schon vor dem Seitenwechsel klar eine Richtung. Kozelsky sagte zwar: „Die ersten 45 Minuten waren für uns okay“, stellte aber ebenso deutlich fest, dass Lendorf „verdient 2:0 in Führung gegangen ist“. Christian Wernisch brachte die Gastgeber in der 15. Minute voran und legte in der 41. Minute mit seinem zweiten Treffer nach. Für den Trainer der Gäste war das besonders bitter, weil St. Veit aus seiner Sicht im Ballbesitz phasenweise ordentlich unterwegs war. „Wir waren spielerisch wahrscheinlich überlegen, haben unsere Überlegenheit aber überhaupt nicht umsetzen können“, sagte er. Vor allem nach vorne blieben die Aktionen zu harmlos, echte Wirkung entfaltete der Ballbesitz damit nicht.
Was nach der Pause folgte, nahm St. Veit dann rasch den letzten Glauben an etwas Zählbares. „Wir haben fünf Minuten für die zweite Halbzeit gebraucht und gleich in der 46. Minute das 3:0 bekommen“, sagte Kozelsky. Offiziell fiel der Treffer in der 47. Minute, als Florian Alfred Hackl auf 3:0 stellte. Der Gästecoach sprach dabei von einem Ballverlust in der eigenen Hälfte und davon, dass seine Mannschaft die Situation danach „ganz schlecht verteidigt“ habe. Dieses Tor sei der eigentliche Knackpunkt gewesen, weil es „unsere letzten Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichtegemacht hat“. Lendorf blieb danach am Drücker, Christian Kautz erhöhte in der 52. Minute auf 4:0, ehe Wernisch mit seinem dritten Treffer in der 76. Minute auch noch das 5:0 folgen ließ. Dass Felix Pertlwieser in der 87. Minute noch auf 5:1 verkürzte, änderte am klaren Bild dieser Partie nichts mehr.
Warum St. Veit an diesem Nachmittag so deutlich unterlegen war, erklärte Kozelsky nicht mit einem einzelnen Moment, sondern mit der Art, wie Lendorf das Spiel anging. „Sie spielen sehr aggressiv, sehr zweikampfbetont, mit schnellen Umschaltmöglichkeiten und vorne mit robusten Spielern“, sagte der Trainer. Genau das habe seine Mannschaft nie in den Griff bekommen. Besonders hob er Christian Wernisch hervor: „Das ist ein Stürmer, der mit seinem Körper extrem viel macht, und das hat er überragend gemacht.“ Für Kozelsky lag darin ein wesentlicher Unterschied. Seine eigene Mannschaft habe zwar im Ballbesitz „halbwegs“ zu ihren Stärken gefunden, sei aber zu wenig zwingend geblieben. „Im Fußball gehört mehr dazu, als nur den Ball zu haben. Man muss auch gegen den Ball die Zweikämpfe annehmen und gewinnen.“ In diesem Bereich sei Lendorf „viel, viel besser“ gewesen.
Entsprechend deutlich fiel auch das Gesamturteil des St.-Veit-Coachs aus. „Wir waren in allen Spielphasen einfach nicht gut“, sagte Kozelsky und nannte beide Seiten des Problems. Im eigenen Ballbesitz sei seine Mannschaft „nicht gut genug gewesen, um ein Tor zu schießen“, gegen den Ball wiederum „viel zu anfällig“. Selbst dort, wo St. Veit phasenweise zu seinem Spiel fand, fehlte die Konsequenz. Dass Kozelsky den Unparteiischen nicht verantwortlich machen wollte, unterstrich zusätzlich, wie klar er die Kräfteverhältnisse einschätzte: „Lendorf hat hochverdient gewonnen und der Schiedsrichter hat das überhaupt nicht beeinflusst.“ Zugleich erinnerte der Trainer daran, dass die Saison seines Teams bislang gut gelaufen ist. Gerade deshalb wirkt dieses 1:5 so deutlich nach. Die Botschaft nach diesem Nachmittag ist klar: Lendorf zog sein Spiel konsequent durch, St. Veit fand darauf über 90 Minuten keine Antwort.