Im Duell zwischen ASKÖ Irschen und SV Raika Greifenburg in der Unterliga West setzte es für die Gäste ein 1:2. Auf Greifenburger Seite überwog danach vor allem Ernüchterung. Für Marcel Pirker fühlte sich der Nachmittag wie ein typischer Auftakt nach der Winterpause an: „Es war, wie man es nach der Winterpause erwarten kann – ich habe nicht viel erwartet.“ Entscheidend war für ihn weniger die Statistik als die Umsetzung: viel Ballbesitz, aber zu wenig Ertrag; ein Matchplan, der in den Schlüsselmomenten nicht griff; und ein Gegner, der auf Konter lauerte – ein Setting, das Greifenburg nicht zur gewünschten Kontrolle brachte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Pirker ordnete die Partie klar ein: „Ballbesitz hatten wir als Auswärtsmannschaft deutlich mehr – das war mir klar, weil Irschen auf Konter wartet –, aber wir haben nichts zusammengebracht.“ Die Vorgaben seien „taktisch eigentlich schlecht umgesetzt“ worden. Chancen gab es zwar, doch die letzte Konsequenz fehlte: „Wir haben zwei, drei gute Chancen gehabt, da müssen wir ein Tor machen. Im Großen und Ganzen war es ein enttäuschender Auftritt.“ Dass der Gegner tiefer stand und auf Umschaltsituationen lauerte, war erwartbar – entscheidend blieb, dass Greifenburg mit dem vielen Ballbesitz zu selten in gefährliche Räume kam.
Besonders schmerzte ein Gegentreffer nach einer ruhenden Situation. „Wir haben ein Eckballtor kassiert.“ (durch Christian Linder). Spielerisch sind wir nach der ersten Partie noch nicht so flüssig. Deswegen hatten wir mehr lange Bälle nach vorne – die haben wir aber nicht gut genug ausgespielt.“ Nach dem 0:1-Rückstand durch Christian Linder wurde sein Team spürbar munterer, der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 durch David Thalmann brachte jedoch keine nachhaltige Wende – am Ende stand aus Greifenburger Sicht ein 1:2 durch Leo Oberlojer.
Auf die unmittelbaren Lehren nach der Rückkehr aus der Winterpause angesprochen, legte Pirker seine Prioritäten fest: „Kämpferisch, läuferisch. Körpersprache.“ Seine Erwartung an das eigene Team formulierte er klar: „Ich kenne uns viel besser. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, nur phasenweise umgesetzt.“ An den Rahmenbedingungen lag es seiner Meinung nach nicht: „Der Schiedsrichter war eine Topleistung. Da gibt es nichts zu sagen.“ Der Blick geht nach vorne: Automatismen schärfen, die Vorgaben präziser auf den Platz bringen und den Ballbesitz in echte Kontrolle sowie verlässliche Abschlüsse ummünzen.