Spielberichte

SV Union Lind, Trainer Ibel Alempic: "Rückenwind für die junge Truppe – 4:3 in Lienz"

Rapid Lienz
SV Union Lind

In der Unterliga West sorgte der Auftritt des SV Union Lind bei Rapid Lienz vor allem für Erleichterung auf der Trainerbank: Ibel Alempic sprach von einem verdienten Ausgang, betonte die Offensivqualität seiner jungen Truppe und verwies zugleich auf defensive Wackler angesichts zahlreicher Blessuren. Er erinnerte an verpasste Großchancen und daran, dass das Duell nach späten Ausgleichsmomenten in beide Richtungen kippen konnte – ehe die Qualität vorne den Ausschlag gab. „Nach längerer Zeit haben wir wieder drei Punkte – das gibt der jungen Mannschaft Selbstvertrauen und nimmt Druck“, so Alempic. „Vielleicht bringt uns das neuen Wind in den Rücken.“

Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein Spiel auf der Kippe – späte Entscheidung durch Qualität

Aus Alempics Sicht war es eine ausgeglichene, intensive Begegnung, in der sein Team früh das Momentum hatte: In der 2. Minute stellte David Feichter auf 1:0. Rapid Lienz antwortete rasch: Hasan Duranovic glich in Minute 16 zum 1:1 aus, ehe ein unglückliches Eigentor von Johannes Höring in der 19. Minute das 1:2 aus Lind-Sicht bedeutete. Lind hielt dagegen: Nur drei Minuten später traf Simon Steiner zum 2:2 – mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn legten die Gäste wieder vor, Markus Zöhrer brachte Lind in der 50. Minute mit 3:2 in Führung. Statt das 4:2 nachzulegen, wie der Coach es anmerkte, kam Lienz zurück und glich in der 59. Minute durch Dominik Müller zum 3:3 aus. „Nach dem 1:1 und auch nach dem 3:3 hätte die Partie in beide Richtungen kippen können“, hielt Alempic fest. Am Ende überwogen Effizienz und ein Quäntchen Fortune: Nace Begus setzte in der 81. Minute den entscheidenden Treffer zum 4:3.

Offensiv mutig, hinten gefordert

Der Trainer hob nach dem Schlusspfiff besonders die Durchschlagskraft nach vorn hervor und attestierte seiner Mannschaft eine gefährliche, zielstrebige Offensive. Zugleich sprach er offen über Momente, in denen die Abläufe in der Rückwärtsbewegung nicht sauber griffen – auch, weil Verletzungen die Stabilität beeinträchtigten und Umstellungen nötig machten. Einzelne Akteure aus der vordersten Reihe ragten für ihn heraus; namentlich nannte er dabei Rene Löschnig, dessen Präsenz und Aktivität viele Angriffe trugen. Dass Linds Offensivplan aufging, zeigte sich nicht nur im wechselvollen Verlauf, sondern vor allem in den Phasen, in denen das Team trotz Rückschlägen immer wieder Torgefahr ausstrahlte. Die verpassten Chancen zum 2:0 und 4:2 bezeichnete Alempic als Schlüsselmomente, die das Spiel unnötig kompliziert machten – umso mehr wog der Mut, weiter nachzusetzen.

Respekt für Rapid Lienz und Hoffnung auf Entlastung

Für den Gegner fand der Coach anerkennende Worte: Rapid Lienz habe eine junge, wendige Mannschaft, die auf dem richtigen Weg sei. Den eigenen Kader beschäftigen derweil Blessuren und Rückkehrer, weshalb er auf schnelle Entspannung hofft: „Ich hoffe, dass sich die Personalsituation bald entspannt. Die Liste ist lang, mitunter müssen Spieler ran, die zuletzt wenig trainiert haben.“ Insgesamt überwog bei ihm das Gefühl der Erleichterung nach einem intensiven Abend, der seiner Mannschaft spürbar Rückenwind gegeben hat – erstmals seit längerer Zeit mit der greifbaren Belohnung für viel Aufwand. 

Unterliga West: Lienz : SV Lind - 3:4 (2:2)

  • 81
    Nace Begus 3:4
  • 59
    Dominik Müller 3:3
  • 50
    Markus Alexander Zöhrer 2:3
  • 22
    Simon Steiner 2:2
  • 19
    Eigentor durch Johannes Höring 2:1
  • 16
    Hasan Ali Duranovic 1:1
  • 2
    David Feichter 0:1