Auswärtsdreier für den Unterliga West-Spitzenreiter: Der SV Malta unterlag dem SV Seeboden am Millstättersee mit 0:2 (0:1). Seeboden legte in Hälfte eins den Grundstein und machte nach der Pause den Deckel drauf. Trainer Damir Kukic sprach von einem „schwierigen Auswärtsspiel“, lobte den formstarken Gegner – und stellte zugleich klar, warum seine Elf an diesem Nachmittag die Punkte mitnahm: „Die Qualität, die wir vorne haben, war heute ausschlaggebend.“

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Seeboden war von Beginn an wach und setzte das erste Ausrufezeichen. In der 18. Minute traf Julian Payer zur 1:0-Führung – ein Treffer, der der Partie die Richtung gab und dem Tabellenführer Sicherheit verlieh. Bis zur Pause blieb es beim knappen Vorsprung, Malta suchte seine Momente, Seeboden kontrollierte die Partie und ließ wenig zu. Nach dem Seitenwechsel kam der nächste Stich: In Minute 57 erhöhte Jasmin Dindic auf 0:2. Für Trainer Damir Kukic war genau dieser Zeitpunkt der Knackpunkt: „In der zweiten Halbzeit war das 2:0 sehr wichtig. Wir wussten aber, dass Malta mit einem Anschluss brandgefährlich werden kann. Am Ende haben wir es sauber über die Zeit gebracht.“ Wie das 2:0 fiel, beschrieb er so: „Schöner Spielzug über links, eine Flanke von Zukic, und Dindic nimmt ihn mit und hebt ihn über den Tormann – ein wunderschönes Tor.“
Kukic hatte sein Team auf ein intensives Duell vorbereitet – und bekam genau das. „Es war ein schwieriges Auswärtsspiel, Malta ist super in Form. Wir waren von der ersten Minute konsequent und wollten die Partie für uns entscheiden“, erklärte der Seeboden-Coach. Dass es am Ende reichte, lag für ihn an der Effizienz seines Teams: „Die Qualität, die wir vorne haben, war heute ausschlaggebend.“ Gleichzeitig bremste er die Euphorie: „Der Ball läuft bei uns noch nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wir haben noch Nachholbedarf, wir sind noch nicht da, wo wir sein sollten.“ In Summe war es ein erwachsener Auswärtsauftritt, mit früher Führung, kontrollierten Phasen und dem passenden Moment zum Nachlegen – genau die Mischung, die man auf fremdem Platz braucht, um drei Punkte mitzunehmen.
Bei allem Jubel über den Sieg nahm sich Kukic viel Zeit für ein dickes Kompliment an den Gegner. „Allerhöchster Respekt vor Malta. Was Trainer Martin Apfert da aufbaut, ist sensationell. Mit einer Truppe ohne große Namen, das ist phänomenal“, sagte er. Aus seiner Sicht ist Malta „eine starke Umschaltmannschaft“, die schnell umschaltet, Tempo mitbringt und selbst mit Ausfällen gefährlich bleibt: „Die anderen haben das hervorragend gemacht.“ Streitpunkte gab es keine: „Zum Schiri äußere ich mich nie, die machen ihren Job. Es war ein faires Spiel.“ Sportlich bleibt Seeboden damit weiter oben auf Kurs und behauptet seine starke Position an der Spitze. Für Kukic zählt jetzt, den Schwung mitzunehmen – und am Feinschliff zu arbeiten: „Wir haben gewonnen, aber wir wissen, woran wir drehen müssen. Das ist der nächste Schritt.“