Spielberichte

Ibel Alempic (Trainer SV Union Lind): „Der Wille war brutal da, der Punkt ist verdient“

SV Union Lind
SV Greifenburg

In der Unterliga West trennten sich der SV Union Lind und der SV Raika Greifenburg mit 2:2. Nach einem wilden Start, einem offenen Schlagabtausch und einem späten Elfmeter für die Gäste blieb am Ende je ein Zähler. Linds Trainer Ibel Alempic sprach von „einem offenen Spiel“ und hob vor allem Einsatz und Zweikampfhärte seiner Mannschaft hervor: „Der Wille war brutal da.“ In der Tabelle nimmt Lind Platz elf ein, Greifenburg bleibt im breiten Mittelfeld.

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Suntinger stellt früh auf 1:0 – Weisinger gleicht per Freistoß aus

Lind erwischte den Traumstart: Bereits in Minute 5 lief Florian Suntinger nach einem langen Ball durch, setzte sich robust gegen mehrere Gegenspieler durch und schob zur 1:0-Führung ein. „Das erste Tor ist nach einem langen Ball auf Florian Suntinger gefallen. Er hat sich durch zwei, drei Leute durchgesetzt und allein vor dem Goalie eingeschoben“, schilderte Alempic. Danach übernahmen die Gäste mehr und mehr die Initiative. „Nach dem 1:0 hatte Greifenburg mehr Spielanteile und hat Druck gemacht. Durch einen Freistoß unter der Mauer ist das 1:1 gefallen“, so der Lind-Coach zum Ausgleich von Stefan Weisinger in Minute 12. Greifenburg fand noch zwei gute Möglichkeiten zur Führung vor der Pause, doch Linds Goalie parierte stark und hielt sein Team im Spiel. Mit 1:1 ging es in die Kabinen.

Nach der Pause bringt Feichter Lind wieder voran

Auch nach dem Wechsel blieb es ein Duell auf Augenhöhe. „In der zweiten Halbzeit war es ausgeglichen“, ordnete Alempic ein. Lind fand schließlich den erneuten Weg nach vorne – und das über einen Standard. In der 60. Minute stellte David Feichter auf 2:1. „Nach einem Eckball von Christoph Zöhrer stand David Feichter frei im Fünfer und hat getroffen“, berichtete der Trainer. In dieser Phase hielten beide Seiten das Tempo hoch, ohne allzu viel zuzulassen. Lind lauerte auf Umschaltmomente, Greifenburg blieb mit seiner robusten Spielweise gefährlich. Alempic hatte Respekt vor dem Gegner: „Greifenburg ist körperlich stark und spielerisch gut. Ich glaube, bei ihnen hat der Stürmer gefehlt, das hat man gemerkt.“ Dennoch blieb die Partie bis in die Schlussphase offen.

Später Elfer zum 2:2 – Alempic lobt Moral und blickt nach vorn

Die Entscheidung über Punktgewinn oder Dreier fiel erst ganz spät – und aus Lind-Sicht unglücklich. In Minute 89 verwandelte Tobias Mikulan einen Strafstoß zum 2:2-Endstand. Alempic haderte weniger mit der Entscheidung, sondern mit der Entstehung: „Wir hätten die letzte Situation klären müssen. Wir waren in Überzahl im eigenen Strafraum, haben den Ball aber nicht wegbekommen, und dann ist der Elfmeter passiert.“ Gleichzeitig lobte er die eigene Mannschaft: „Zweikampfverhalten und Wille waren brutal da. Einige Spieler sind nach langen Verletzungen zurückgekehrt, sie haben brav und tapfer gekämpft. Der Punkt ist verdient.“ Für die nächsten Wochen gibt es eine klare To-do-Liste: „Uns hat in der einen oder anderen Situation die Tiefe gefehlt. Wir müssen vertikaler in die Räume laufen. Wenn alle auf dem nötigen Fitnesslevel sind, werden wir besser.“ Ein Wort noch zum Unparteiischen hatte der Coach ebenfalls: „Der Schiedsrichter hat seinen Job gut gemacht.“ Für Lind bedeutet das Remis einen weiteren wichtigen Zähler, während Greifenburg erneut zeigt, warum man in der Liga als schwerer Gegner gilt.

Unterliga West: SV Lind : SV Greifenburg - 2:2 (1:1)

  • 89
    Tobias Boris Mikulan 2:2
  • 60
    David Feichter 2:1
  • 12
    Stefan Norbert Weisinger 1:1
  • 5
    Florian Peter Suntinger 1:0