In der Unterliga West hat ASKÖ Gmünd gegen SV Raika Greifenburg nach 2:0-Pausenführung am Ende ein 2:2 gesehen. Für die Gäste war es ein Auftritt mit zwei Gesichtern: vor der Pause ohne Ertrag, nach der Pause mit viel Druck und dem verdienten Lohn. Greifenburg-Trainer Marcel Pirker sprach von einem ausgeglichenen Duell und einer starken zweiten Hälfte, in der seine Elf sofort antwortete und den wichtigen Punkt mitnahm.

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Auf der Ergebnistafel lagen zunächst die Hausherren vorne. Nach 14 Minuten brachte Juro Kovacic ASKÖ Gmünd 1:0 in Front, kurz vor dem Pausenpfiff legte Daniel Vasiljevic zum 2:0 nach (43.). Mit diesem klaren Zwischenstand ging es in die Kabinen. Greifenburg kam jedoch hellwach und mit viel Schwung aus der Pause. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn stellte Tobias Boris Mikulan in Minute 47 auf 2:1 und setzte damit das Signal zur Aufholjagd. Die Gäste blieben am Drücker und belohnten sich eine Viertelstunde später: In der 60. Minute traf Sven Obergantschnig zum 2:2. Danach blieb die Partie offen, beide Seiten arbeiteten konsequent, doch weitere Treffer fielen nicht – das Remis stand nach einem klaren ersten Durchgang und einer starken Antwort der Gäste.
Nach dem Schlusspfiff ordnete Marcel Pirker die 90 Minuten ruhig ein. "Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel", sagte der Trainer des SV Raika Greifenburg und verwies gleich darauf, wie seine Mannschaft aus der Kabine kam. "In der zweiten Halbzeit waren wir sehr stark, muss ich sagen. Wir haben gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Schon im ersten Durchgang habe vieles gepasst, trotz des Rückstands: "Auch in der ersten Halbzeit hat es bis auf ein, zwei Abstimmungen sehr gut hingehauen. Wir haben nicht viel zugelassen." Über ein paar "Unfallsituationen" ärgerte er sich dennoch, ebenso daran, dass man manche Aktionen "besser hätte ausspielen" können. Unterm Strich blieb sein Fazit aber positiv: "Ich denke, in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, am Ende ist das Unentschieden aber gerecht."
Dass seine Elf beim Tabellenzweiten punktet, unterstreicht für Pirker die Leistung und den Charakter nach dem 0:2-Pausenstand. "Gmünd hat hier eine starke Mannschaft, das hat man gestern gesehen", zollte er dem Gegner Respekt. In Runde 23 nimmt Gmünd mit 43 Zählern weiterhin Kurs auf die Spitze, Greifenburg hält als Siebter bei 33 Punkten – und fährt mit dem 2:2 zufrieden nach Hause, weil die Reaktion gestimmt hat und die Truppe nach der Pause zulegte. Für die kommenden Aufgaben will Greifenburg auf der Leistung nach der Pause aufbauen, um aus einem "gerechten X" beim nächsten Mal wieder drei Punkte zu machen.